Gesundheit – Zentralafrikanische Republik

Aids

Aids ist in der Zentralafrikanischen Republik weit verbreitet. Über 13 Prozent der Bevölkerung sind infiziert. Der Gebrauch von Kondomen, wenn es zu Geschlechtsverkehr mit Einheimischen kommt, ist unbedingt nötig. Zudem sollten sterile Spritzen zur Reiseapotheke gehören. Eine Gefahr, die kaum zu kontrollieren ist, besteht durch Bluttransfusionen, die z.B. nach einem Unfall verabreicht werden.

Malaria

Die Ansteckungsgefahr ist das ganze Jahr über relativ hoch. Als Schutz wird eine Malariaprophylaxe empfohlen, die mit einem Tropenmediziner abgestimmt werden sollte. Zudem sollte der Körper möglichst gut bedeckt werden. Die Stellen, die nicht nur Kleidung geschützt sind, sollten mehrfach mit einem Insektenschutzmittel eingerieben werden. Nachts bietet ein Moskitonetz einen guten Schutz. Malaria beginnt meist mit einem Fieber und sollte sofort behandelt werden.

Cholera

Eine lückenlose Hygiene ist der beste Schutz vor Cholera und anderen Durchfallerkrankungen. Alle Lebensmittel müssen vor dem Verzehr geschält, gekocht oder mit Trinkwasser gereinigt werden. Fleisch und Fisch müssen stets durchgebraten werden. Wasser muss aus sicheren Quellen stammen oder abgekocht werden. Besonders wichtig ist die Handhygiene, die am besten mit Einmalhandtüchern gewährleistet werden kann.

Andere Krankheiten

In den Seen des Landes besteht eine große Gefahr, an Bilharziose zu erkranken. Sie wird durch einen Wurm verursacht, der sich im menschlichen Körper einnistet. Es gibt verschiedene Unterarten, die unterschiedlich starke Erkrankungen auslösen. Im schlimmsten Fall kann Bilharziose zum Tod führen. Reisende sollten nicht in den Seen der Zentralafrikanischen Republik baden.

Impfungen

Die Gelbfieberimpfung ist vorgeschrieben, aber darüber hinaus sind auch Impfungen gegen Polio, Diphterie, Hepatitis A und Tetanus sinnvoll. Wer länger in der Zentralafrikanischen Republik bleiben will, sollte sich unbedingt auch gegen die Meningokokken-Krankheit, Typhus, Hepatitis B und Tollwut impfen lassen. Zudem sollten die in Deutschland empfohlenen Impfempfehlungen beachtet werden.

Gesundheitsversorgung

Abgesehen von ein paar Apotheken und zwei privaten Kliniken, die es in der Hauptstadt Bangui gibt, ist die medizinische Versorgung im ganzen Land sehr schlecht. Außerhalb von Bangui ist es kaum möglich, Medikamente zu bekommen. Zudem gibt es viel zu wenig gut ausgebildetes medizinisches Personal. Reisende, die eine schwere Erkrankung erleiden, sollten nach Möglichkeit sofort nach Europa ausgeflogen werden. Neben der reichlich ausgestatteten Reiseapotheke sollte deswegen der Rücktransport Teil der Auslandskrankenversicherung sein.Wichtig: Diese Ratschläge wurden mit Hilfe guter Recherche und eigener Erfahrung verfasst. Trotzdem sind Fehler nicht auszuschließen! Für diese Ratschläge und Informationen übernimmt die Redaktion von Touring-Afrika.de daher keine Haftung. Es besteht keine Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit der obigen Informationen.