Reisebericht unserer Uganda/Ruanda Reise – eine unvergessliche Erlebnisreise

Bisher hatten wir, mein Mann und ich, uns immer gesträubt, in einer Gruppe unseren Urlaub zu verbringen. Wir zählten uns eher zu den „Individualreisenden“. Allerdings änderten wir unsere Meinung schnell, als wir uns entschlossen, eine zweiwöchige Reise durch Ostafrika zu machen.

Unser Ziel sollten die Berggorillas sein, deren Anzahl mehr und mehr schwindet. Auch die lustigen Artgenossen, die Schimpansen, wollten wir einmal im Leben in freier Natur gesehen haben.
Also suchten wir uns eine Reiseroute aus, die den Regenwald und seine „Bewohner“ mit beinhaltet.

Wir informierten uns eingehend über alles, was zur Vorbereitung notwendig war. Schließlich sollte diese Reise die erste sein, die außerhalb Europas und Amerikas lag.
Bei unserer Recherche fiel uns auf, dass es auch ganz andere Bestimmungen gibt, wie beispielsweise die Impfungen, die wir auf keinen Fall vergessen durften. Es ist eben ein Land, in dem es immer noch Krankheiten wie Malaria oder Typhus gibt und davor müssen wir uns schützen.
Das Packen unserer Koffer gestaltete sich zunächst auch etwas schwierig.

Da wir ja beachten mussten, dass unsere Wanderungen durch einen urwaldähnlichen Bewuchs gingen, musste stabile Wanderkleidung mit ins Gepäck. Die Auswahl war gar nicht so einfach, wenn im Hinterkopf immer der Gedanke vorherrscht, dass es in Afrika sehr warm ist.

Es war aber unumgänglich, also fanden die Sachen auch ihren Platz. Das Datum der Abreise rückte immer näher und wir waren schon etwas nervös. So ein Abenteuer, was uns erwartete, hatten wir bis dahin noch nicht erlebt.

Uganda mit Touring Afrika

Ankunft in Entebbe

Unseren ersten Urlaubstag verbrachten wir fast nur im Flugzeug und waren froh, als wir endlich in Uganda, am Flughafen Entebbe landeten. Ein freundlich aussehender Herr erwartete uns schon und hielt ein Schild mit unserem Namen hoch. Es war der Guide, der uns herzlich begrüßte. Dann ging es auf direktem Wege in unser Hotel.

Viel haben wir auf dem Hinweg nicht sehen können, denn wir waren fix und fertig von dem langen Flug. Zum Glück brauchten wir kaum etwas auspacken, denn länger als 2 Nächte sollten wir nicht in einem Hotel bleiben. Also genossen wir noch ein wenig den wunderschönen und lauen Abend, bis wir förmlich in unsere Betten fielen.

Uganda Reisebericht- Uganda Ruanda Rundreise

Murchison Falls Nationalpark

Der zweite Tag unserer Uganda Ruanda Rundreise fing in aller Frühe mit einem köstlichen Frühstück an, mit dem wir uns für einen ereignisreichen Tag stärken konnten. Heute soll es zum Murchison Falls Nationalpark gehen. Vorher machten wir uns aber noch mit den Anderen der Gruppe bekannt und stellten fest, dass es nette Leute waren, mit denen die Unternehmungen sicher Spaß machen würden.

Nach einem kurzen Plausch brachen wir in Richtung Nordwesten, zum Ziwa Rhino Schutzgebiet auf. Wie uns der Guide auf der Fahrt erzählte, würden wir dort Spitz- und Breitmaulnashörner sehen, die vor nicht allzu langer Zeit erst wieder nach Uganda eingeführt wurden. Und so war es auch.

Auf unserer Wanderung durch den Nationalpark trafen wir auf kleiner Gruppen dieser Spezies und es sah so aus, als wären sie nie weg gewesen. Bei unseren Beobachtungen merkten wir gar nicht, wie die Mittagszeit anrückte und wir zurück ins Hotel fahren mussten. Für den Nachmittag war nämlich eine weitere Tour angesagt.

Rasten heißt rosten, oder so ähnlich. Nach diesem Motto ging es kurz nach dem Mittagessen und Koffer packen wieder weiter. Die nächste Nacht verbrachten wir nämlich wo anders. Zwei große Land Cruiser warteten schon auf uns, die uns zu den Murchison Falls bringen sollten.

Wasserfall Uganda-Murchison Fall - Uganda Gruppenreise

Ich hatte schon einiges darüber gelesen und war sehr gespannt darauf, dieses Schauspiel der Wasserfälle selbst zu erleben. Die Fahrt dorthin war sehr holprig und ich hatte stellenweise die Befürchtung, dass eines unserer 10 Truppenmitglieder, sein Essen wieder ausspuckt. Aber alles ging glatt und nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir dann unser Ziel.

Es war ein faszinierendes Spektakel zuzusehen, wie der Nil in die Tiefe fällt und das ganze aus 42 Metern Höhe. Wenn sich das Sonnenlicht in den Wassertropfen bricht – einfach atemberaubend schön. Nach einer anschließenden Wandertour durch die Umgebung hieß es schon wieder einsteigen und zum nächsten Hotel fahren. Diesmal waren die Straßen etwas besser und wir konnten entspannt die Gegend bewundern.

Uganda Ruanda Rundreise -Lake Albert

Auf Pirschfahrt durch den Nationalpark

Wir haben wunderbar geschlafen, aber sehr kurz. Heute, am dritten Tag unserer Safari, geht es sehr früh aus den Federn und nach einer schnellen Tasse Kaffee brechen wir auch schon auf. Auf zum nächsten Abenteuer. Wieder geht es zum Murchison Falls Nationalpark, dieses Mal aber auf die Pirsch. Am Nordufer des Lake Albert werden wir auf Wasserböcke, Büffel, Hyänen, Elefanten, Antilopen und sogar Löwen treffen. Begeisterung machte sich bei uns breit, als wir plötzlich einen langen Giraffenhals hinter einem Busch hervorragen sahen.

Nun traten wir den Rückweg an, holten unser versäumtes Frühstück in aller Ruhe nach und konnten bis nach dem Mittagessen ausruhen. Auf, ins nächste Hotel. Das Gepäck wird wieder verstaut und wir nehmen in gewohnter Weise im Cruiser Platz, der uns wieder ein paar Stunden durch die Landschaft schaukelt.

Uganda Ruanda Rundreise mit Touring Afrika

Fort Portal

Tag 4 ist angebrochen und damit auch eine neue Erkundungs-Tour. Unser heutiges Ziel ist Fort Portal. Da es ganz in der Nähe des Ruwenzori Gebierges, des Kibale-Nationalparks und des Queen-Elisabeth liegt, ist es ein beliebtes Ziel der Touristen. Im Gespräch mit unserem Guide erfuhren wir auch, dass das Fort Portal im früheren Königreich Toro sogar die Hauptstadt war. Aber zunächst fuhren wir am Rift Valley und am Lake Albert entlang, bis nach Hoima, wo wir zum Mittag Rast machten.

Natur und Landschaft – Land und Leute – Parks und Wasser, alles sehr schön und sehenswert, aber langsam wurden wir ungeduldig und wollten endlich zu den Berggorillas und den Schimpansen.

Uganda Reisebericht

Berggorillas und Schimpansen in freier Natur

Und, am 9. Tag war es schließlich soweit! Heute sehen wir Berggorillas und Schimpansen in freier Natur, in ihrem natürlichen Lebensraum. Wir waren vielleicht aufgeregt.Schon um 7 Uhr am Morgen haben wir uns alle versammelt, um von den Rangerposten in kleinere Gruppen eingeteilt zu werden.

Die seltenen Berggorillas leben in verschieden großen Gruppen zusammen und die Ranger teilen die jeweilige Touristengruppe einer Gorillafamilie zu. Sie sind schon den ein oder anderen „Menschenbesuch“ gewohnt, aber trotzdem sind sie mit äußerster Vorsicht zu genießen. Darüber und wie wir uns verhalten sollen, werden wir aufgeklärt und dann geht es los. Endlich! Das Highlight, auf das wir schon den ganzen Urlaub über gewartet haben.

Ja, auch Highlights muss man sich erarbeiten. Jedenfalls dachten wir das, als uns ein Fußmarsch von etwa 1-2 Stunden bevor stand. Dabei hatten wir noch die kürzeste Strecke. Andere mussten noch länger marschieren, bis sie endlich bei ihrer Gorilla-Gruppe ankamen. So körperlich fit und gut gerüstet wie wir waren, machte uns diese Wanderung aber recht wenig aus.

In unseren Rucksäcken befanden sich Essen und Trinken, sodass wir den Tag gut meistern konnten. Irgendwie hatte es etwas unheimliches, oder eher spannendes, so wie wir uns durch das Dickicht schlugen, bis wir unser Ziel erreichten. Da waren sie! Die majestätisch aussehenden Geschöpfe, menschenähnlich, nur mit viel weniger Hektik.

Damals sagte ich zu meinem Mann, dass er sich von diesen Tieren ruhig eine Scheibe abschneiden könne, so ruhig und gelassen wie sie waren – einfach wunderbar.
Wir hatten eine Stunde Zeit, um sie zu beobachten. Herrlich, wie sie miteinander umgingen. Es sah fast so aus, als bemerkten sie uns gar nicht. Und doch hatten sie uns immer im Auge.

Die Zeit verging viel zu schnell und im Nu waren wir schon wieder auf dem Weg unserer heutigen Unterkunft.

Reisebericht Uganda- Ruanda mit Touring Afrika auf Rundreise

Ruanda – Land der tausend Hügel

Der nächste Urlaubstag brachte uns wieder Fauna, Flora, Seen und Hügel. Die Landschaft im Süden von Ruanda, wo wir uns derzeit befanden, ist wunderschön und kaum zu beschreiben. Nicht umsonst wird es als das „Land der tausend Hügel“ beschrieben. Einfach traumhaft.
Der Tag 11 ist den Schimpansen gewidmet. Wir machen uns auf, zur Trecking-Tour in den Nyungwe Forest National Park. In der tropischen Waldlandschaft, mit grünbewachsenen Hügeln leben viele Arten der Primaten. Neben den Schimpansen sahen wir auch Paviane, grüne und rote Meerkatzen und analogische Colobus-Affen. Ich hätte nie gedacht, dass so viele Unterarten existieren und friedlich miteinander leben können.

Insgesamt sind es 13 Primatenarten, wie uns der Ranger erklärte. Es war einfach nur schön, das bunte Treiben der Tiere beobachten zu können. Bei dieser Tour hatten wir ein wenig mehr Zeit. Genügend Proviant hatten wir in unseren Rucksäcken und konnten daher rasten, wann wir es für notwendig erachteten. Das war ganz nach unserem Geschmack.

Spät am Nachmittag fuhren wir dann zu unserer Unterkunft und verbrachten den Abend zu Zweit, in romantischem Flair.

Uganda Ruanda Rundreise mit Touring Afrika

Abschied nehmen – Kigali

Kaum zu glauben, aber wir hatten schon den letzten Urlaubstag erreicht. Wir waren ein wenig traurig darüber, aber trotzdem spannungsgeladen, was uns dieser Tag bringen wird.
Tag 12 war der Tag der Entspannung. Unsere Route führte uns aus dem Südwesten Ruandas heraus, in Richtung Kigali.

In Butare machten wir Rast, um zu Mittag zu essen und schauten uns danach die Stadt, die Universität und das Nationalmuseum an. Außerdem bewunderten wir noch den antiken Royal Palace mit originalen Stücken aus der König Mwami-Zeit. Als Abschluss sahen wir noch die Weberei und die Körberei. Am Abend saßen wir mit den Anderen unserer Gruppe zusammen und bereiteten uns auf den Heimflug am nächsten Morgen vor.

Für uns, die wir eingefleischte Globetrotter sind, war diese Reise wirklich ein einschneidendes Erlebnis. Und die nächste Ruanda Reise oder Uganda Reise wird mit Sicherheit folgen. Schließlich haben wir noch lange nicht alles gesehen.