Uganda – Mein Traumurlaub

Urlaub braucht jeder Mensch, der sich einmal vom täglichen Stress erholen möchte. So dachte ich auch und wollte mal raus aus Europa, weg von Ost- und Nordsee und Schnee wollte ich schon gar nicht sehen. Als Single ist es auch nicht einfach, etwas zu finden, wo man alleine hinreisen kann – oder will.

Nach einiger Recherche im World Wide Web tat sich mir ein Angebot auf, was ich nicht abschlagen konnte. Unter deutschsprachiger Reiseleitung sollte es 2 Wochen durch Uganda gehen. Das Beste daran war, dass ich mich einer kleinen Gruppe von Leuten anschließen konnte, die dieselbe Route gebucht hatten.

Uganda Gruppenreisen werden ja immer beliebter aber eine Kleingruppenreise  hörte sich noch viel besser an. Da ich ein sehr aufgeschlossener Mensch bin, freute ich mich schon auf neue Bekanntschaften und konnte es kaum erwarten.

Uganda Reisen- Kleingruppenreise mit touring afrika

Ankunft in Entebbe

Mein Reiseleiter und ein Fahrer holten mich vom Flughafen ab und wir fuhren zur ersten Station nach Kampala. Hier sollte ich endlich die Leute kennen lernen, mit denen ich die nächsten 14 Tage touren werde. Während der Fahrt auf eine der höchst gelegenen Lodges, konnte ich mir schon ein kleines Bild von der wunderschönen Landschaft machen.

Nebenbei erfuhr ich auch wissenswertes über den Ablauf der nächsten Tage und, wer meine Mitstreiter sein werden. Umso gespannter wurde ich. Bei meiner Ankunft sah ich schon – es waren noch drei jüngere Leute, mit denen ich sicher gut auskommen werde, das fand ich schon mal prima.

Wir begrüßten uns und kamen auch sofort ins Gespräch. Jeder von ihnen machte diese Safari zum ersten Mal mit und waren genauso aufgeregt wie ich. Aber wir hatten schon unsere Infos vorab bekommen, sodass wir schon in etwa wussten, was auf uns zu kommen wird.

Den Rest des Tages verbrachte ich damit, die Gegend zu genießen und den herrlichen Ausblick auf den Victoriasee, der in einiger Entfernung von der Lodge lag. Er funkelte und glitzerte im Sonnenuntergang so fantastisch, dass mich dieser Anblick sogar bis in meine Träume verfolgte.

Kleingruppenreise Uganda mit  Touringt-Afrika

Das Abenteuer kann beginnen

Ich hatte erstaunlich gut geschlafen und war fit für die heutige Safari durch Murchison Falls Nationalpark. In ganz Uganda gibt es keinen größeren Park und wir freuten uns schon auf das, was wir entdecken werden. Was für wilde Tiere werden uns wohl begegnen? Das sollte uns bald beantwortet werden.

Zunächst hatten wir ein paar Stunden im offenen Jeep vor uns und hatten ausgiebig Gelegenheit die Landschaft zu bewundern. Auf einem Zwischenstopp, im Ziwa Rhino Sanctuary, durften wir Nashornbabys sehen, die dort aufgezogen und gezüchtet werden. Da die Nashörner zu einer der bedrohtesten Tierarten Afrikas gehören, wird dort dafür gesorgt, dass sich ihre Anzahl wieder erhöhen kann.

Wenn sie ein gewisses Alter erreicht haben, werden sie im Schutzgebiet ausgewildert und können in ihrem natürlichen Lebensraum leben. Danach ging es zu Fuß weiter. Auf diese Weise waren wir in der Lage, die in der Zuchtstation geborenen Nashörner aus nächster Nähe zu sehen ohne, dass sie sich gestört fühlten. Das war ein einzigartiger Anblick.

Nachdem wir alles gesehen und uns alles erklären lassen hatten, fuhren wir zu unserem eigentlichen Ziel – dem Murchison Falls Nationalpark.
Dort angekommen, durften wir mit einer Fähre den Nil überqueren und waren bei unserem Quartier. Die Lodge sollte uns für zwei Nächte als Unterkunft dienen, also konnte ich auch mal mein Gepäck auspacken.

Nach einem entspannenden Bad im anliegenden Pool, genoss ich noch einige Zeit den herrlichen Rundblick auf den Park und den Nil und damit ging schon wieder ein wunderbarer Tag in Afrika zu Ende.

Kleingruppenreise Uganda

Tage, an die ich ewig denken werde

Ich konnte nicht genug von Pirschfahrten und Beobachtungs-Touren bekommen. Zum Glück ging es meinen Mitstreitern genauso. Wir verstanden uns prächtig und hatten viel Spaß auf unseren Fahrten. Uns begegneten viele Tiere und wir mussten feststellen, dass es ein ganz anderes Erlebnis ist, ob man Elefanten, Löwen, Giraffen, Büffel und all diese exotischen Tiere in freier Natur sieht, oder im Zoo.

Wir kamen an Krokodilen vorbei, die auf der Lauer lagen, um sich ihre Mahlzeit zu fangen und dabei nur die Nasenspitze aus dem Wasser gucken ließen. Was für ein Schauspiel. Auch der Murchison Fall selbst war ein wahres Spektakel. Er stürzt aus mehr als 40 Metern Höhe hinab ins Tal, was wir von einem Boot aus erleben dürfen. Dabei eröffnet sich eine ganz andere Perspektive.

Einige, der mit dem Wasserfall herabstürzenden Fische, sind eine leichte Beute, weil sie den Sturz nicht überleben. So können sie von den Krokodilen oder manchen Vögeln schnell gefangen werden. Aus diesem Grund ist wahrscheinlich auch die Population der Krokudile in dieser Region am höchsten.

Weitere Highlight meines Urlaubs war, nach der Wanderung in den Kibale Forrest Nationalpark und die Aussicht auf das Ruwenzori Gebirge, die Schimpansen Trecking und die Beobachtungstour durch das Bogodi Sumpfgebiet im Kibale Forrest Nationalpark.

Auf dieser Tour begleitete uns ein erfahrener Guide, der uns die besten Orte zeigte, wo sich Schimpansen tummeln. Diese, uns sehr ähnliche Spezies, ließ sich von unserem Besuch nicht stören und gingen ihren alltäglichen Dingen nach. War das so herrlich anzusehen.

Nach einer ausgedehnten Bootsfahrt auf dem Kazinga Kanal und einer Wanderung durch den Queen Elizabeth Naturpark, hatten wir bestimmt alle Tiere und Pflanzen des Dschungels gesehen. Das hielt uns aber nicht zurück, noch einmal einen Besuch bei den Schimpansen zu machen. Herrliche Geschöpfe, die mit ihrer Natürlichkeit faszinieren können.

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Die stattlichen Berggorillas im Bwindi Impenetrable Schutzgebiet

Nach dem Ausflug zu den Schimpansen durften wir nicht versäumen, auch eine Tour zu den Berggorillas zu starten. Dafür mussten wir den Südwesten von Uganda besuchen. Wir erfuhren auf der Fahrt in das Gebiet, dass der Bwindi Impenetrable Naturpark als einziger Regenwald in Afrika, sowohl Berggorillas, als auch Schimpansen als natürlicher Lebensraum dient.

An einem Tag sollten wir Gelegenheit haben, diese mächtigen Tiere beobachten zu können. Der Wald ist riesig und die Population der Gorillas weit verstreut. Aber unser Guide führte uns zu all ihren Verstecken. Er las die Spuren auf dem Weg und machte uns begreiflich, worauf es ankam, um sie zu deuten.

Manchmal hat man Glück und muss nicht lange laufen, bis man auf eine der Gorilla Familien trifft. Aber manchmal kann man sich auch bis zu 8 Stunden durch den Dschungel kämpfen, bis man an sein Ziel kommt und für eine Stunde das Treiben dieser Tiere aus nächster Nähe beobachten zu können.

Wir gehörten zu denen, die das Glück gepachtet hatten. Nach nur 2 Stunden Wanderung trafen wir auf eine Gruppe Gorillas. Es war unglaublich, wie ungestört sie ihrem Tun nachgingen. Aber genauso, wie wir sie anstarrten und fasziniert beobachteten, genauso beobachteten sie uns, obwohl sie Besucher unserer Art schon so ziemlich gewohnt waren.

Wir durften sogar bis auf 3-4 Meter an sie heran ohne, dass sie sich belästigt fühlten. Der feuchte Boden des Regenwaldes diente uns als Plattform, auf der wir eine ganze Stunde sehen konnten, wie sich diese Tiere ihre Zeit vertrieben.

Reisebericht Uganda-Kleingruppenreise nach Uganda

Der letzte Tag und ein schwerer Abschied

Einen Tag vor der Heimreise besuchten wir den Äquator, wo einige von uns noch die letzten Erinnerungsstücke, in Form von Bildern und Souvenirs mitnahmen. Dann fuhren wir zurück nach Kampala.

Wir hatten uns richtig angefreundet, tauschten Telefonnummern aus und versprachen uns am letzten, gemeinsamen Abend, uns gegenseitig auch mal zu besuchen. Der Abschied fiel jedem von uns wirklich schwer, aber die Erinnerungen nahmen wir alle mit nach Hause. Zuhause freute man sich schon auf meine Heimkehr. Und ich hatte eine Menge von der Uganda Reise zu berichten.