Sehenswürdigkeiten im Tschad

Sonnenuntergang über dem Fluß Chari im TschadDer Tschad ist touristisch unerschlossen, und die Gründe dafür liegen leider wie in so einigen afrikanischen Reisezielen in der bewegten jüngeren Historie des Tschads: Bürgerkriege und schwache Finanzen zerrütteten diesen Staat, so dass Tourismus lange Zeit nur ein Fremdwort für die Bewohner des Tschads sein konnte. In einem Land, das ca. 3,5 Mal so groß wie Deutschland ist, gibt es lediglich 267 km befestigte Straßen. Auch die Infrastruktur im Tschad ist somit kaum ausgebaut. Da sich die Bürgerkriegslage noch nicht ausreichend entspannt hat, warnt das Auswärtige Amt weiterhin vor Reisen in dieses Land.

Hauptstadt N’Djamena mit dem Nationalmuseum

Wer dennoch nicht vor einer Reise in den Tschad zurückschreckt, fände in der Hauptstadt des Tschad, N’Djamena, das Nationalmuseum des Tschad (Musée Nationa Tchadien) als interessantes Ziel.

Früher stellte der Tschadsee einen der größten Seen der Welt dar, mittlerweile ist er aber immer weiter geschrumpft und war in den 1980ern während einer besonders intensiven Dürrezeit sogar einmal ausgetrocknet. Mit ein wenig Fortune findet man rings um den Tschadsee Flußpferde, die sich am See angesiedelt haben, sowie eine der vielen Vogelarten, die rund um den Tschadsee leben.

Tschadsee und Ennedi-Massiv locken Tschad-Reisende

Am Rond Point de Larmee in NdjamenaEin weiteres Naturschauspiel stellt das Ennedi-Massiv dar, in dem Wüstenseen, interessante Felsformationen und Felsmalereien zu bewundern sind. Daneben gilt das Tibesti-Gebirge als äußerst sehenswert. Es besteht aus erloschenen Vulkanen und bietet einen obskuren Anblick, so fremdartig mutet die Szenerie mitteleuropäischen Augen an. Leider befinden sich in der Nähe des Tibesti-Gebirges aber zahlreiche Minenfelder, die nicht geräumt sind, so dass das Tibesti-Gebirge auf seine touristische Erschließung noch wird warten müssen.

Zakouma-Nationalpark nennt sich der bekannteste Nationalpark im Tschad, der nach starken Wilderungen zunächst erheblich gelitten hatte. Seit 1989 wurden hier aber – mit Unterstützung der Europäischen Union – wieder Wildtiere angesiedelt, so dass der Park als einer der bestgeeigneten in ganz Afrika für eine Safari gilt. Neben Gnus, Giraffen, Elefanten und Löwen gibt es hier auch zahlreiche Vogelarten.
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