Meknes befindet sich im Norden des Landesinneren von Marokko. Wer nach Meknes reist, dem liegt an der Kultur Marokkos, an der Architektur und an vielem Weiterem. Die Halb-Millionen-Metropole erwartet ihre Besucher zudem mit einigen Möglichkeiten zu Ausflügen rund um die Stadt.

Unweit des Beginns des Atlas-Gebirges gelegen, ist sie nach dem Berberstamm der Miknasa benannt, der früher hier ansässig war. Von Fès aus sind es 60 Kilometer bis nach Meknes, eine Strecke, die gut bewältigbar ist. Und von vielen Touristen gerne bewältigt wird, denn Meknes ist ein lohnenswertes Reiseziel auf einer Marokko-Reise, fernab vom Trubel und der Hitze des Strandlebens in Marokko, das der klassische Urlauber meist sucht.

Altstadt und Stadttore als Sehenswürdigkeiten in Meknes, Marokko

Zunächst wäre da die Altstadt von Meknes als Sehenswürdigkeit zu nennen. Sie ist schon seit 1996 Weltkulturerbe der UNESCO. Die Medina der Alstadt stammt aus dem 14. Jahrhundert, dazu zählen die Palastanlagen zu den Anziehungspunkten dieser neben dem Tourismus vom Handel und Handwerk lebenden Stadt. So findet man hier im Zentrum auch einen überdachten Markt, auf dem reges Treiben mit vielen lokalen Produkten und natürlich auch der dazugehörigen Geräuschkulisse herrscht, denn rings um die Stadt wird viel Landwirtschaft getrieben. Dies nicht zuletzt deshalb, weil die Gegend rund um Meknes eine der fruchtbarsten ganz Marokkos ist.

Bab Mansour ist der Name des ältesten Tores der Stadt, auf dem Platz Place el Hedim zu finden. Es wurde 1732 fertig gestellt und besitzt eine äußerst kunstvoll verzierte Fassade, die auf almahodische Muster zurückgreift. Heute befindet sich in dem wuchtigen Bau eine Kunst- und Handwerksgalerie. Ein weiteres sehenswertes Stadttor mit ähnlichen Ausmaßen in Meknes ist das Bab el-Khemis.

Reiseziel Römerstadt Volubilis beim Ausflug in Marokko

Ganz in der Nähe von Meknes befindet sich auch die alte römische Siedlung Volubilis, genauer gesagt: das, was von ihr übrig geblieben ist. 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt, besteht sie aus den besten erhaltenen Ausgrabungen des Römischen Reichs in diesem Teil Nordafrikas. Die Sehenswürdigkeiten umfassen hier die Basilika, einige Thermen, den “Tempel des Jupiter”, das Kapitol, einen Triumphbogen und viele weitere Nutzgebäude und -anlagen.

Trotz vieler politischer Veränderungen hatte die zu Zeiten Jesu gegründete Stadt bis ins 18. Jahrhundert überlebt, erst dann begann ihr Zerfall, der heute so weit wie möglich gestoppt ist. Nicht zuletzt, weil Volubilis eine absolute Attraktion für Touristen in Marokko darstellt.

Meknes, Marokko

Anreise nach Meknes nur über Fes möglich

Da Meknes selbst keinen Flughafen besitzt, ist die Anreise nur über den Flughafen von Fes möglich, dann sind es wie oben erwähnt noch 60 Kilometer bis Meknes. Fes wird von Frankfurt und Düsseldorf aus angeflogen.

Interessant ist es auch zu erfahren, dass sich die Stadt in zwei deutlich zu unterscheidende Hälften teilt: im Westen dominiert der berberisch-arabisch geprägte Teil. Im Osten existiert hingegen eine französisch geprägte Ville nouvelle. Der Tourismus in Meknes ist eine wichtige Einnahmequelle geworden und das weiß man dort auch. Dementsprechend gut eingestellt ist man auf Besucher aus aller Welt, die sich hier von einem Marokko überzeugen können, dass es in den Küstenstädten meist nur in abgeschwächter Form gibt.