Wer auf Uganda-Reise geht, kommt an den Berggorillas nicht vorbei. Leider gilt das nur im übertragenen Sinne, denn tatsächlich ist es völlig ausgeschlossen, in offener Wildnis auf einige der wenigen verbliebenen Exemplare der Berggorillas zu treffen. Das liegt eben an ihrer geringen Zahl, aber auch an dem besonderen Schutz, den sie in Uganda erhalten.

Deshalb muss man sich in eine der beiden besten Möglichkeiten begeben, die Berggorillas besuchen zu dürfen. Der beliebtere Park ist dabei der Bwindi Impenetrable Nationalpark, doch gibt es auch eine Alternative für all jene, welche sich lieber andernorts mit den Silberrücken und ihren Nachkommen anfreunden möchten.

Alternative für den Besuch der Berggorillas

Der Mgahinga Gorilla Nationalpark beherbergt, wie der Name schon verrät, ebenfalls einige Gruppen von Gorillas und ist einer der wenigen Orten weltweit, an dem man sich in die Nähe dieser faszinierenden Wesen begeben kann.

Der Mgahinga Gorilla Nationalpark liegt in 15 Kilometer Entfernung der Stadt Kisoro, ist gleichzeitig Teil des Nationalpark Virunga und des Vulkan-Nationalparks, die zusammen die Bezeichnung VCA erhalten haben. VCA steht dabei für Virunga Conservation Area.

Entstanden ist der Mgahinga Gorilla Nationalpark übrigens auf Betreiben eines Deutschen. Klaus-Jürgen Sucker war ein deutscher Zoologe und Verhaltensforscher, der hier von 1988 bis 1994 aktiv war und bereits das Mgahinga Gorilla National Park Project ins Leben gerufen hatte. 1992 wurde das existierende Schutzgebiet dann von 24 auf 33 Quadratkilometer erweitert.

Eine an Menscheng gewöhnte Berggorilla-Gruppe in Uganda

Im Gegensatz zu oben erwähntem Bwinid Impenetrable National Park lebt im Mgahinga Gorilla Nationalpark nur eine Gorillagruppe, die an den Menschen gewöhnt ist. Hier sind die Chancen also etwas schlechter, beim “Gorilla-Trekking” in Uganda in jedem Falle Erfolg zu haben.

Natürlich ist in dieser Region Ostafrikas, der Park liegt komplett in Uganda, aber in der Nähe der Grenze zu Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo, auch die sonstige Natur sehenswert.

Neun Vulkane in der Region sind alle noch aktiv, und das gleichzeitig bergige wie grüne Terrain bilden zusammen eine herrlich exotische Szenerie. Durch welch hindurch man sich auf die Wanderungen zu den Berggorillas begibt, denn nichts anderes als Wanderungen ist das Berggorilla-Trecking ja in Wirklichkeit.

Auf Rundreise in Uganda den Berggorillas helfen

Kleine, schöne Anekdote rund um die Gorillas am Rande: Weil sie so bedroht sind und gleichzeitig so wertvoll, hat man in Uganda vor wenigen Jahren beschlossen, die Berggorillas auf den jeweils höchsten Geldscheinen von Uganda zu zeigen. So wird jeder im Lande – ob Einheimischer oder Gast – immer wieder daran erinnert, dass er da nahe Verwandte hat, deren Existenz auf dem Spiel steht.

Ob das die Zahl der Besuche der Berggorillas von Menschen auf Uganda-Gorilla-Rundreise erhöht hat, ist nicht bekannt, wohl aber, dass es eine herzerwärmende Geste ist.

Die Berggorillas selbst profitieren aber mehr davon, wenn man sich auf individuelle Uganda-Rundreise begibt und sie besucht. Ein Teil der Erlöse wird stets in ihren weiteren Erhalt bzw. Schutz investiert, was schließlich auch in Ugandas ureigenem Interesse ist. Auf diese Weise bleibt die “Perle Afrikas” weiterhin ein attraktives Reiseziel für Gäst aus aller Welt.