Über Kapstadt thronen gleich mehrere Hügel und Berge, die einen Besuch wert sind, weil von ihnen aus die Aussicht so hervorragend ist. Nicht allein der so prägende Tafelberg, nein, da gibt es noch Weiteres zu sehen. Beispielsweise den Signal Hill oder den Lion’s Head. Eine gute Idee ist es, einen Besuch beider im Rahmen einer Tour zu verknüpfen, denn sie liegen nicht weit voneinander entfernt.

Doch zunächst der Blick auf die Eigenschaften dieser beiden weiteren Sehenswürdigkeiten von Kapstadt, diesem an Attraktionen nicht gerade armen Reiseziel an der Küste Südafrikas. Der Signal Hill und der Lion’s Head sind schließlich die neben dem Tafelberg markantesten Punkte der so symbolträchtigen Stadt am Meer.

Kein Tourguide, keine Buchung nötig für diese Sehenswürdigkeit in Kapstadt

Der Signal Hill hat seinen Namen tatsächlich daher, dass er dazu genutzt wurde, Signale an die ankommenden Schiffe zu senden sowie die eigenen Bewohner Kapstadts über die Ankunft neuer Schiffe zu informieren.

Für die Kommunikation mit Schiffen wurden schon ab dem 17. Jahrhundert weithin sichtbare Fahnen geschwenkt oder gehisst, so dass den Schiffen die nötigen Informationen an die Hand gegeben werden konnten. Dazu gehörten Anweisungen, wo die Schiffe ankern sollten sowie auch wichtige Hinweise zum aktuellen Wetter.

Spannend ist auch die Geschichte der “Noon Gun”, die wohl gleich mehrere Funktionen erfüllte. Zum einen wurde und wird sie stets um 12h mittags abgefeuert, so dass die Schiffe ihre Uhren nach diesem Kanonenschuss neu justieren konnten. Zum Anderen informierte die Noon Gun über die Ankunft neuer Schiffe.

Eine Dreier-Kombination an Bergen zusammen mit dem Tafelberg

350 Meter hoch ist der Signal Hill und bietet einen wunderbaren Ausblick über das Stadtviertel Waterfront und die dazugehörige Tafelbucht, so dass ich der Besuch auch zu anderen Zeiten als um 12 Uhr mittags lohnt. Übrigens ist der Signal Hill auch ein typischer Ort für Erinnerungsfotos, was viele auf einer Reise durch Südafrika auch nutzen.

Der ebenfalls daneben liegende Lion’s Head ist mit 669 Metern fast genau doppelt so hoch und wird oft im Anschluss an den Signal Hill besucht. Der Aufstieg zu Fuß ist dennoch für die meisten Besucher leicht zu bewältigen.

Sein früherer, niederländischer Name war Leeuwen Kop, was nichts Anderes als Lion’s Head bedeutet. Allerdings hieß der Signal Hill damals Leeuwen Staart, also Löwenschwanz, was die optische Verknüpfung der beiden Gipfel stärker betonte als die neuere Bezeichnung Signal Hill.

Kapstadt: Signal Hill (links) und Lion's Head (rechts)

Tolle Aussicht über ganz Kapstadt bei dieser Aktivität

Das Gute im Zuge einer solchen Tour auf den Lion’s Head und zum Signal Hill ist, dass man eine solche nicht erst irgendwo buchen muss. Vielmehr kann man diese einfach selbst beginnen und beenden, wie man lustig ist, schließlich gibt es bei einer solchen Tour nichts besonderes zu berücksichtigen.

Somit wäre ein weiteres Highlight für einen Aufenthalt in Kapstadt, bei einer Südafrika-Reise gefunden. Dieser Trip mag nicht allzu spektakulär sein, gleichwohl sind Aussicht und auch historische Bedeutung nicht zu unterschätzen. Insofern ist der Signal Hill kein absolutes Muss in Kapstadt, aber eine gute Alternative, wenn man etwas mehr Zeit zur Verfügung hat.