Klar, jedermann denkt, der Kilimandscharo sei der höchste Berg in Afrika. Tatsächlich ist es der Kibo. Das Kilimandscharo-Massiv ist jenes, in dem der Kibo sich befindet. Er ist damit Teil des Kilimandscharo-Massivs, aber eben auch die höchste Erhebung von ganz Afrika.

Auf deutsch bedeutet “Kibo” gleichsam “der Helle”. Und mit 5.895 Metern ist er der höchste Berg Afrikas. Der Kilimandscharo bleibt zwar der höchste Berg Afrikas, aber nur wenn man ins Kalkül zieht, dass das gesamte Bergmassiv so heißt und nicht allein der Kibo, der der höchste Gipfel des Kontinents ist. All das erlebt man am besten selbst bei einer Besteigung des Kilimandscharo-Massivs.

Der Kibo ist eigentlich der Kilimandscharo

Der Kibo ist einer von drei in der Nähe runder Vulkane, und von diesen dreien der höchste. Seine Gipfel sind vergletschert, das heißt, er besitzt weit um seinen Gipfel herum eine Eiskappe, die aber aufgrund der Erderwärmung immer weiter schmilzt. Womöglich ist in wenigen Jahren schon kein Eis mehr auf dem Kibo mehr vorhanden, auch nicht auf dem gesamten Kilimandscharo, gleichwohl er immer wieder mit genau diesen Eisflächen an seiner Spitze dargestellt wird.

Interessant ist allerdings auch, auf den/dem Kibo bergsteigen zu gehen. Da er eine Form bietet, die es sehr einfach macht, ihn zu besteigen, gilt er als ein besonderer Ort für Einsteiger beim Bergsteigen in den größeren Höhen. Zwar muss man jeweils fünf Tage für den Auf- und für den Abstieg einrechnen. Diese Tage sind aber auch ohne größere Fitness zu überstehen, sollten andererseits aber natürlich auch nicht ohne fachgemäße Führung angestrebt werden. Sinnvoll ist es auch bei einer Besteigung des Kibo möglichst einen oder zwei Tage vorher anzureisen, um sich an die größeren Höhen bereits ein stückweit gewöhnt zu haben.

Besteigung des Kibo in etwa fünf Tagen möglich

Eine Verbindung zur deutschsprachigen Welt besitzt der Kibo übrigens auch. Zur Kolonialzeit, als die Region von Deutschen beherrscht war, hieß sein Gipfel “Kaiser-Wilhelm-Gipfel” und war zu jener Zeit der höchste Gipfel des gesamten Deutschen Reiches. Das ist allerdings eher für historisch interessierte Menschen von Belang.

Für alle anderen zählt das einprägsame Erlebnis, den Kibo mit eigenen Augen zu sehen, zu erleben und ihn womöglich auch zu besteigen.

Charakteristische Optik dieses Reiseziels in Tansania

Äußerst charakteristisch für die Spitze des Kilimandscharo-Massivs ist ja seine schneebedeckte Spitze, die zu Teilen sogar vergletschert ist. Genau dort befindet sich der Kibo, so dass also quasi jeder, der die Bilder vom Kilimandscharo in Tansania kennt, auch weiß, wer was und wo der Kibo ist. Das könnte sich allerdings in den nächsten Jahrzehnten durch den Klimawandel ändern. Wer den Kibo noch mit Gletscherspitze selbst erleben möchte, sollte möglichst schnell eine Reise nach Tansania planen.

Seit 1987 zählt dieses überaus lohnenswerte Reiseziel in Tansania übrigens auch zum Weltkulturerbe der UNESCO, womit sein Wert als höchster Gipfel Afrikas auch über die Grenzen des Kontinents Afrika hinaus gewürdigt wird.