Erst seit den 1960ern gehört Sansibar mit dem Festland zusammen zum so neu entstandenen Staat “Tansania”. Die Geschichte der Insel ist aber wesentlich länger nachzuverfolgen und das ist ein lohnenswertes Unterfangen. Das lässt sich bei einer Reise nach Tansania mit dem Endziel Sansibar unschwer herausfinden. Im Folgenden ein kleiner Überblick, welche Facetten dieser Insel im Indischen Ozean auch einen längeren Aufenthalt lohnenswert machen.

Knapp 700 Kilometer südlich des Äquators gelegen profitiert Sansibar seit Entstehung davon, über ein ganzjährig angenehmes Klima zu verfügen. Nelken, Muskatnuss und Zimt werden hier deshalb schon seit Jahrhunderten angebaut und verschafften der Insel ihren bekannten Beinamen von der “Gewürzinsel“. Natürlich ging dementsprechend reichhaltiger Anbau von begehrten Produkten auch mit einer gewissen wirtschaftlichen Kraft einher, was sich auch in der Architektur der Insel niederschlug, wie gleich noch zu sehen ist.

Stone Town als spannendes Reiseziel in Ostafrika

Architektur in Stone Town, Sansibar

Entsprechend der ganzjährigen Temperaturen im höheren 20-er Bereich hat auch das Wasser des Indischen Ozeans meist eine Temperatur von über 20°C und lädt damit zu ausgiebigem Baden ein. Das ist natürlich eine der schönsten Möglichkeiten, seine Zeit hier in Ostafrika zu verbringen. Wer darin Erfahrung hat, kann auch tauchen oder schnorcheln, die Unterwasserwelt des Indischen Ozeans bietet da Einiges. Doch zugegebenermaßen kann man Strandurlaub und Badeurlaub auch in anderen Regionen Afrikas und der Welt erleben.

Einzigartig sind hingegen andere Aspekte bei einer Reise nach Sansibar, vor allem Stone Town sticht dabei hervor. Hier gibt es viele historische Gebäude zu besichtigen, die Stadt hat architektonisch zudem einen ganz besonderen Mix vorzuweisen. Namentlich sind das Livingstone House, die Guilani-Brücke oder das alte Fort von Sansibar zu nennen. Nebenan befindet sich sogar ein altes Amphitheater — sehenswert und eines der besterhaltenen Amphitheater in ganz Afrika.

Weitere Aktivitäten bei einer Reise nach Sansibar

Was die Natur auf Sansibar angeht, ist ein Aufenthalt quasi in jedem Teil der Insel lohnenswert. Überall trifft man auf exotische Tiere wie den Sansibar-Stummelaffen, der allerdings in seiner Art bedroht ist.

Alle Tiere leben in den dichten Wäldern der Insel, die nicht immer zugänglich sind. Dafür existiert ein Nationalpark auf Sansibar. Der Jozani Chwaka Bay Nationalpark mit etwa 50 Quadratkilometern Größe, in denen sehr viele dieser Affen leben. Ebenso viele weitere exotische Tiere, einige davon endemisch in ihrer Art auf Sansibar. Erwähnenswert ist dabei wie so häufig in Afrika nicht zuletzt die artenreiche Vogelwelt auf Sansibar. Extrem buntes Gefieder und sehenswerte Launen der Evolution bewegen sich hier durch die Lüfte. 117 verschiedene Arten zählten die Ornithologen bislang.

Zudem sind im Umfeld von Sansibar neben Delphinen sogar auch Wale zu sehen. Es ist keine Seltenheit, dass einem eine solche Begegnung vergönnt ist, wenn man auf Sansibar Urlaub macht.

Auf Sansibar auf den Spuren von “Queen”, der Band

Eher für Freunde des bewegten Bilds und der Medien ist das Zanzibar International Film Festival zu nennen, welches jedes Jahr im Juli stattfindet. Sollte man seine Tansania-Reise für diesen Zeitraum gebucht haben, wird das Reiseziel noch einmal durch einen Besuch dieses Festivals aufgewertet.

Wie man sieht, ist ein Aufenthalt auf der “Gewürzinsel” vielseitig und abwechslungsreich. Hier kann man sowohl Kultur und Klima genießen als auch verschiedene weitere Szenerien auf der Insel, inklusive der schönen Strände des Indischen Ozeans.

Noch ein kleiner Hinweis am Rande: Freddie Mercury, der verstorbene Sänger von Queen, wurde auf Sansibar geboren, und zwar tatsächlich in Stone Town, ehe er mit seinen Eltern nach Großbritannien zog.

Unser Reisetipp: Individuelle Tansania Reisen oder Tansania Safaris mit optionalem Badeurlaub auf Sansibar!