Noch steht Malawi im Schatten seiner Nachbarn, wenn es darum geht, die Frage nach dem richtigen Reiseziel für eine Safari in Afrika zu beantworten. Doch dies ist gerade im Begriff sich zumindest in Ansätzen zu ändern. Denn lange Zeit stand es schlecht um den Wildtierbestand in Malawi, Schuld waren nicht allein die Wilderer.

Jetzt sind neue Wiederansiedlungsprogramme umgesetzt, die erste Früchte tragen. Immer mehr Exemplare jener Tiere, die zu den “Big Five” einer Safari in Afrika zählen, werden in Malawi gesichtet. Zusammen mit weiteren Investitionen in die Infrastruktur will Malawi den Abstand zu seinen Nachbarn bei der Attraktivität als Reiseziel in Afrika schließen.

Die Big Five jagen und grasen wieder in Malawi

Ein Ort für die Umsetzung dieser Pläne ist das Majete—Schutzgebiet in Malawi. Bislang erst wenig bekannt, wird es möglicherweise bald zu den Top-Reisezielen nicht nur in Malawi, sondern im gesamten südlichen Afrika zählen. Löwen, Elefanten, Büffel, Nashörner und Leoparden — eben jene Elemente der “Big Five” werden hier wieder angesiedelt und das mit großem Erfolg.

Hier in dier sehenswerten Savanne des südlichen Afrikas waren viele größere Wildtiere fast ausgerottet. Wilderer hatten ihr fürchterliches Treiben nahezu ungestört ausüben können und auf dem Schwarzmarkt eine erkleckliche Summe für ihre Beutetiere erlösen können.

Darunter litt neben dem touristischen Interesse an Malawi auch das Ökosystem in der Region. Die “Big Five” und alle großen Tiere sind für ein funktionierendes Gesamtsystem unabdingbar. Dabei war das Schutzgebiet schon 1955 ins Leben gerufen worden. In Ermangelung an Geldern war Malawi aber nicht in der Lage, die Wildtiere ausreichend zu schützen.

Neu auf der Landkarte der Top-Reisetipps: ein Urlaub in Malawi

Heute ist es allerdings wieder zu hören, hier im Majete-Schutzgebiet, das so lange vermisste Brüllen der Löwen und Trompeten der Elefanten. Die Büffel sind wieder in deutlich größeren Herden unterwegs. Das liegt vor allem daran, dass dem Treiben der Wilderer Einhalt geboten werden konnte.

Heute ziehen die Big Five wieder die Touristen ins Land. Malawi hofft, diesen Trend ausweiten zu können. Mit der weiteren Unterstützung des Schutzgebietes und der Wiederansiedlung bzw. Ausbreitung der Big Five und ähnlicher Wildtiere.

Schon jetzt lohnt sich eine Individualreise nach Malawi mit Safari in diesem Schutzgebiet wieder. Zudem birgt diese Safari den Vorteil, dass man hier nicht auf den ausgetretenen Pfaden des Tourismus in Afrika unterwegs ist. Die großen Nationalparks in Südafrika kennt ja mittlerweile fast jeder Afrika-Reisende. Da ist das Majete-Schutzgebiet eine willkommene Abwechslung. Zudem lernt man mit Malawi ein neues, weiteres Land kennen.

Schutzprogramm in Malawi wird ausgeweitet, Zahl der Reisen steigt

Ein wenig erstaunlich mag vielleicht sein, dass in diesem Schutzgebiet und den dort angebotenen Safaris nämlich auch viele Einheimische anzutreffen sind. Sie wollen ihr eigenes Land kennenlernen, die Schätze der Tierwelt, die ihnen selbst so lange verborgen gewesen sind.

Verständlich, denn diese Safaris in Malawi sind erst seit Kurzem wieder so reizvoll, dass sie in großer Zahl gebucht werden. Hinzu kommt, dass Malawi sich selbst auf diesem Wege auch neue Arbeitsplätze schafft. Nicht nur in der direkten Verwaltung und Betreuung des Schutzprogramms und des Schutzgebietes. Durch die steigenden Zahlen im Tourismus entstehen auch immer mehr Jobs im Tourismusbereich. Die Zahl der Unterkünfte in Malawi wächst schließlich beständig, weil immer mehr Menschen auf der Welt eine Malawi-Reise für eine gute Idee halten. Und die “Big Five” wären ihnen dankbar, wenn sie wüssten, wie ihnen warum geschieht.