Namibi im Westen des südlichen Afrika ist ein Vorzeigeland des ganzen Schwarzen Kontinents. An Stabilität, politisch als auch wirtschaftlich, an Meinungs- und Pressefreiheit und an vielen weiteren Faktoren wird Namibia von keinem Land Afrikas übertroffen, bei der Pressefreiheit rangiert es sogar weltweit stets in den Top 20.

Von den Verhältnissen vor Ort aus gesehen, gibt es also keinen Grund, sich bei einer Reise ins südliche Afrika nicht für Namibia zu entscheiden, anders als bei so manchem Nachbarland. Dann bliebe nur die Frage, wohin die Reise in Namibia denn gehen soll, wenn man nicht ohnehin eine Rundreise durch Namibia plant, die einem das ganze Land präsentieren soll.

Ein denkbares Reiseziel in Namibia sind die Sanddünen am Rande der Skelettküste, die hier einmal näher vorgestellt werden sollen.

Neues Schutzgebiet Dorob-Nationalpark in Namibia

Im neu eingerichteten Dorob-Nationalpark, der seit 2010 als solcher besteht, findet die ohnehin ansonsten komplett von Nationalparks geschützte nördliche Küste von Namibia ihr letztes Verbindungsstück an Schutzgebieten. Jetzt sind über 1.500 Kilometer Küste Namibias geschützt.

Warum man das aber auch für diesen Teil der Küste entschieden hat, wird bei einem Besuch der Region nicht sofort klar. Hier sind schließlich keine riesigen Tierherden oder üppiger Bewuchs zu finden. Die Region ist dennoch sehens- und einen Besuch wert.

Von der Küste ist es nicht weit zu mächtigen Sanddünen, die auf Fotos fast immer rot schimmern, in Wahrheit ihre Farbe je nach Tageszeit aber enorm ändern.

Bizarre bis anmutige Landschaftsformen auf Namibia-Reise

Hunderte Meter türmen sie sich teilweise auf, haben interessante Rillen und Formen aufzuweisen, die sich wiederum ständig ändern. Davor steht ein einzelnes Bäumlein oder plattes Land, doch die gesamten Dünenform breiten sich wie ein einziger warmer Pudding von der Küste aus landeinwärts aus. Schon rasch ist die Luft nicht mehr vom Salz des Meeres getränkt, sondern von der hier üblichen Trockenheit.

Durchaus eher ein Trip für Abenteurer und Wagemutige, welche man dennoch eher nicht ohne gute Anleitung in Angriff nehmen sollte. Hier ist es gut möglich, sich zu verirren und schnell seine Wasserreserven aufzubrauchen.

Das Abenteuerliche aber macht einen Trip zu diesen Sanddünen so exklusiv: Hier trifft man normalerweise keine Menschenseele außer den Reisebegleitern.

Tour mit dem Geländewagen durch Namibias Sanddünen

Abgesehen von den wenigen tierischen Bewohnern der Region natürlich. Kleine Reptilien, schöne Antilopen oder Springböcke kreuzen den Weg durch das Sandmeer und verziehen sich meist schnell wieder bei Ankunft der Menschen.

Ein Trip zu den Sanddünen an Namibias Küste ist eben keine klassische Safari in Namibia mit vielen Tieren, sondern eine Reise in die schräge Schönheit der Natur dieses Planeten. Wer hier einen Sonnenaufgang erlebt, wer nicht zuletzt die sternenklaren Nächte mitgemacht hat, der wird ganz sicher ein wenig demütig angesichts der Kleinheit seiner Existenz.

Nicht zuletzt für alle, die fernab der klassischen Pfade Afrika erfahren möchten, bieten sich die Sanddünen als Reiseziel in Namibia an. Ist man ausreichen vorbereitet, gut informiert und vor allem ein wenig belastbar, steht einer ausgiebigen Tour mit dem Geländewagen nichts im Wege. Zurückkehren wird man nicht als anderer Mensch, aber einer, mit erweitertem Horizont — auch wenn dieser auf der Tour zu großen Teilen aus Sand besteht.