Madagaskar wird auch oft der sechste Kontinent genannt. Hier leben unheimlich viele endemische Tierarten, Tiere also, die nur hier vorkommen. Das ist der Fall, weil Madagaskar als Insel schon seit so langer Zeit vom Festland getrennt ist, dass sich hier ein bestimmter eigener Teil der Evolution ereignen konnte. Man denke an die poussierlichen Lemuren, die nur hier existieren, oder an viele Vogelarten, die man sonst nirgends auf der Welt findet.

Doch die Tierwelt – und noch dazu die ebenso einzigartige Pflanzenwelt – von Madagaskar ist nicht der einzige Anlass, sich für eine Reise nach Madagaskar zu entscheiden. Vielmehr bietet diese einzigartige Insel auch viele kulturelle Motive und Unterhaltungen, sowie eine Hauptstadt, die mehr als nur Bars, Restaurants und viel Verkehr zu bieten hat. Die Rede ist von Madagaskars Hauptstadt Antananarivo, der “Stadt der zwölf Hügel”.

Unbedingtes Muss bei einer Madagaskar-Reise: Stadtbesuch in Antananarivo

Dieser Beiname erklärt sich daraus, wie könnte es anders sein, dass die Stadt auf zwölf verschiedenen Hügeln errichtet wurde. Das ist beim Durchschreiten nicht immer so sichtbar oder jedem bewusst, beim Anflug auf den Flughafen von Antananarivo ist es allerdings nicht zu übersehen.

Zwei Millionen Menschen hier, zwei Millionen Madegassen, die den Aufschwung im Tourismus begrüßen, auch wenn sie nicht direkt daran teilhaben. Der vermehrte Wohlstand durch die Einnahmen des Tourismus kommt allen im Land zu gute.

Die Stadt erscheint wie ein Idyll, die Straßen und Gässchen ziehen sich entlang der Hügel und über sie hinweg. Ein toller Anblick schon beim Anflug auf Antananarivo. Wenn man dann in der Stadt angekommen ist, sollte man sich die Zeit nehmen, vielleicht auch einfach mal ziellos umherzufahren. Bunt ist Antananarivo, lebendig und jeder Stadtteil verfügt über seinen eigenen Reiz.

Antananarivo – einst auf einem Sumpf erbaut, aus dem zwölf Hügel herausragten

Spannenderweise wurde die Stadt wirklich einst so erbaut, wie der Beiname von der Stadt der zwölf Hügel besagt. Denn einst war hier, wo sich heute im Zentrum europäische Autos durch die Rush Hour quälen, nur Sumpf. Und einzig die benannten zwölf Hügel ragten aus diesem Sumpf heraus.

Erstaunlich, was der Mensch bewirkt, wenn er wirkt, auch und gerade auf einer Reise ins ferne Madagaskar zu bewundern. Antananarivo hat seinen besonderen Charme. Denn neben den europäischen und ostafrikanischen Einflüssen sind auch jene aus Asien im Stadtbild und der Kultur der Metropole nicht zu übersehen.

Einen “Schmelztiegel” nennt man das wohl, und hier gibt es tatsächlich äußerst wenig Rassismus oder diesbezüglich motivierte Konflikte. Die Gemüsehändler leben neben den Teppichknüpfern, der Tankwart neben dem Restaurantbesitzer, die alle gewohnt sind, mit verschiedenen Kulturen umzugehen.

“Stadt der Tausend” ist Reiseziel von Touristen und Künstlern

Unter den Sehenswürdigkeiten von Antananarivo sind einige der besten Reiseziele in ganz Madagaskar: der Königspalast “Rova”, der auf einem dieser Hügel über der Stadt schwebt und sie weithin prägt. Der bekannte Freitagsmarkt, Zoma, zieht nicht nur Einheimische an und die kulturelle Szene der Stadt ist recht rege. Vergessen darf man nicht, dass man nicht in eine Industrienation reist. Dementsprechend gibt es oft schlechte Straßen und Einiges ist improvisiert. Zusammen mit dem angenehmen Klima auf Madagaskar zieht das viele Künstler in die Stadt mit dem auffälligen Namen.

Welcher nichts Anderes bedeutet als die “Stadt der Tausend”, denn das mit den zwölf Hügeln ist schließlich nur der Beiname der Stadt. Jener Stadt, die als Teil einer Reise durch Ostafrika oder über Madagaskar eigentlich nicht fehlen darf.