10 Tage-Reisebericht einer Madagaskar Reise

Ich bin ein wahrer Globetrotter und seit den letzten Jahren hatte ich mir zum Ziel gesetzt, dass ich den afrikanischen Kontinent erkunden wollte. Mehrere Länder im Süden Afrikas hatte ich schon bereist, darunter Tansania, Uganda und Ruanda. Doch nun wollte ich weiter in den Südosten und dachte mir, dass Madagaskar ein guter Anfang wäre. Diese Insel im indischen Ozean, nicht weit von Mosambik entfernt, gehörte vor fast 150 Millionen Jahren auf der einen Seite noch zum Festland Afrikas.

Auf der anderen Seite war sie noch mit dem indischen Subkontinent verbunden, bevor sich dieser Teil vor knapp 90 Millionen Jahren auch ablöste und seit dem eine eigene Insel bildete. Schon diesen Umstand allein fand ich so faszinierend, dass mich meine Reise in diesem Jahr dorthin führen sollte. Von den vorangegangenen Urlaubstrips wusste ich schon worauf es ankam.

Eine gute Vorbereitung ist auf jeden Fall der erste Schritt in die richtige Richtung. Somit entschied ich mich auf die Suche nach geeigneten Madagaskar Reisen zu machen. Ich buchte 10 Tage und begann mein Abenteuer in der Hauptstadt von Mosambik.

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Ankunft in Mosambik

Erlebnisreise Madagaskar Tag 1:

Als ich auf dem Flughafen der Hauptstadt, in Antananario (liebevoll auch Tana genannt) ankam, wartete schon ein kleines Begrüßungskomitee auf mich. Es bestand aus meinem Reiseleiter und einem Fahrer, der mich ins Hauptstadtinnere in mein Hotel bringen sollte.

Die Begrüßung war sehr herzlich und genauso war ich es auch schon von meinen anderen Afrika-Reisen gewohnt.
Im Hotel angekommen, gab es eine kleine Unterweisung in Sachen Tourplan, wonach ich mich dann erst einmal vom langen Flug erholen konnte. Das Programm startete ja erst am nächsten Morgen.

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Perinet Naturreservat – Bekanntschaft mit dem Madagaskar-Weber

Erlebnisreise Madagaskar Tag 2:

Nach dem Frühstück und gut gestärkt, machten wir uns auf den Weg in das bekannte Naturreservat in Perinet. Das Regenwaldgebiet sieht fast unberührt aus, was natürlich für die dort lebenden Tiere eine geeignete Heimat ist. Der Madagaskar-Weber ist beispielsweise eine der wenigen Vögel, die nur auf dieser Insel zu finden ist. Sogar neue Arten der Unterkategorie des Kolibris wurden dort entdeckt – der Breitschnabelkolibri. Er ähnelt im wesentlichen seinen europäischen Artgenossen und doch hat er ganz eigene Merkmale.

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Die Schönheit der Natur

Erlebnisreise Madagaskar Tag 3:

Heute ist die zweite Wanderung durch das Naturreservat geplant. Allerdings wird es heute etwas abenteuerlicher, denn es geht zu den Reptilien. Verschiedene Schlangenarten, Geckos und Chamäleons sind keine Seltenheit und können uns überall begegnen. Genauso wie die Lemuren.

Diese lustigen Gesellen gelten als die Sänger der Primaten und das ist unverkennbar. Ihr Geschrei erinnert an Operettengesang in den höchsten Tönen. Hier lebt auch die größte Lemurenart – der Indri Indri.
Ich habe aber auch ganz zarte Pflanzen in ihrer schönsten Pracht bewundern können. Darunter eine der elegantesten Blumen. Gemeint sind die Orchideen, die überall am Wegrand stehen und eine schöner als die andere ist.

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Über das Hochlandgebiet zu den Obstplantagen und Vulkanseen

Erlebnisreise Madagaskar Tag 4:

Ich bekomme langsam den Eindruck, dass die Eleganz und Schönheit auf dieser Insel kein Ende nimmt und verfalle nur noch in großes Staunen. Nach dem heutigen Frühstück sehe ich mir Antsirabe an. Nachdem mein Fahrer mit mir das Hochlandgebiet absolviert hat, fahren wir an großen Reisfeldern vorbei, die terrassenähnlich angeordnet sind.

Danach folgen unzählige Obstplantagen und herrliche Vulkanseen. Außerdem sind allerorts Thermalquellen zu finden. Diese Aussichten sind sehr schön. Aber dann ging es zu den Schleifereien, die die Halbedelsteine in Funkelnde Schmuckstücke verwandeln. Wunderschön.

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Handarbeit aus Edelhölzern und Ranomafana Nationalpark

Erlebnisreise Madagaskar Tag 5:

Von den Halbedelsteinen zum Naturholz. Als wir die Fahrt über das Hochplateau gemeistert hatten und wieder an Reisfeldern vorbei waren, die in selber, Terrassenform angeordnet waren, stießen wir auf die Holzschnitzer in Ambrositra. Hier konnte ich Kunstwerke bewundern, die in Handarbeit aus Edelhölzern gefertigt wurden.

Fantastische Einlegearbeiten auf den verschiedensten Hölzern, ließen meine Begeisterung für diese Leute und ihre Fingerfertigkeiten wachsen. Es machte richtig Spaß, ihnen zuzusehen, wie ein neues, kunstvolles Objekt entstand.Der Nachmittag galt der Flora Madagaskars. Auf dem Weg zum Ranomafana Nationalpark, kamen wir an zahlreichen Pinien- und Eukalyptusbäumen vorbei, die erfrischenden Schatten spendeten.

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Ranomafana Nationalpark

Erlebnisreise Madagaskar Tag 6:

Die heutige Expedition führt mich in und durch den Nationalpark. In der französischen Kolonialzeit war dieses Schutzgebiet überwiegend wegen seiner Thermalquellen bekannt. Der Bambuslemur, welcher lange Zeit als ausgestorben galt, wurde hier in diesem Park von Naturforschern wieder entdeckt. Außerdem leben hier viele verschiedene Arten von Säugetieren, Vögeln und Reptilien, die sich diesen Lebensraum teilen. Auch im Ranomafana NP finde ich die wunderschöne Orchidee wieder.

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Tour zur Papierfabrik der Antaimoro

Erlebnisreise Madagaskar Tag 7:

Nach dem Frühstück nehme ich die Weiterreise nach Ranomafana auf. Der Jeep wartet schon und der Fahrer verstaut mein Gepäck. Es kann also direkt los gehen. Ungefähr in der Mitte der Tour machen wir Halt, dass ich mir die Kunst der Zafimaniry ansehen kann. Und, wieder werde ich vom Staunen übermannt, denn diese speziellen Holzskulpturen und -miniaturen, bedürfen ein hohes Maß an Kunstverständnis und Fertigkeit. Unglaublich mit welch filigranen Verzierungen diese Statuen ausgestattet werden.

Anschließend fahren wir weiter, vorbei Weinbergen und den mir schon bekannten Reisfeldern, bis hin nach Ambalavao. Eine weitere Besichtigung steht an und zwar die, der Papierfabrik der Antaimoro. Das dort hergestellte Papier ist sehr fein und wird, als besondere Note, mit frischen, eingelegten Blüten fabriziert.
Nun machen wir uns auf, zur letzten Etappe an diesem Tag. Es nach Ranohira, durch das Plateau Horombe, bis wir die Ranch erreichen, die mein heutiges Quartier sein wird.

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Wanderung – Flache Täler und Enge Schluchten

Erlebnisreise Madagaskar Tag 8:

Heute ist das Wetter herrlich sonnig und für die Morgenstunde auch schon recht warm. Umso mehr freue ich mich, dass wir heute zu einem Pool mit Süßwasser wandern werden. Zuvor führt uns der erfahrene Guide aber durch das Gebirge, durch enge Schluchten und flache Täler.

Bis wir den Pool endlich erreichen, wird das kühle Wasser nicht nur mir eine willkommene Abkühlung sein. Nach einer kurzen Mittagspause im Freien, spazieren wir noch ein wenig weiter, um das Gebiet um das Gebirge noch etwas näher zu erkunden.

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Tulear – Baobab-Bäume, Dornenwälder und die Mahafaly Gräber

Erlebnisreise Madagaskar Tag 9:

Ich bin am vorletzten Tag meiner Urlaubsreise angekommen und immer noch ist es spannend. Meine Fahrt geht heute weiter und zwar in Richtung Tulear. Auf dem Weg dorthin, wird einige Male Rast gemacht, um ein paar Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Zum einen sind es die Affenbrotbäume, die in einer wunderschönen Landschaft eingebunden sind.

Danach sehe ich zum ersten Mal, wie merkwürdig ein Dornenwald aussehen kann. Unter den Touristen wird er als eine botanische Rarität beschrieben und das ist er auch, auf jeden Fall. Aber am beeindruckendsten für mich, waren die Mahafaly Gräber. Anders als bei uns, sind sie mit bunten Malereien verziert und vermitteln wenig von Trauer.

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Entspannung am Strand und Stadtbummel durch Ifaty

Erlebnisreise Madagaskar Tag 10:

Für heute, den Tag der Abreise, ist nur Entspannung und warten angesagt. Mein Flug geht erst am Abend, also nutze ich die Zeit, die mir noch bleibt, um mich an den Strand von Ifaty zu begeben. Nach den ganzen Tagen, die mit Abenteuern nur so gespickt waren, wollte ich das Wasser noch etwas genießen und einen Stadtbummel machen. Ich hätte auch Gelegenheit gehabt, mir die farbenreiche Unterwasserwelt anzusehen, denn es werden in Ifaty Tauchgänge angeboten, die mit professionellen Tauchern begleitet werden.

Leider fehlte mir dafür aber die Zeit. Schade eigentlich, denn dieses Erlebnis hätte ich gerne noch mitgenommen. Dafür sah ich, wie sich Händler am Straßenrand tummelten und ihre Ware feil boten und das bunte Stadtgeschehen. Auch das war interessant für mich. Dabei habe ich gar nicht mehr auf die Uhr gesehen und musste mich nun sputen, dass ich meinen Abflug nicht verpasse.

Ich musste noch meine Sachen packen und hatte eine längere Strecke zu fahren, bis ich am Flughafen von „Tana“ war. Also fuhr ich schnell zurück in mein Hotel. Die Zeit wurde schon recht knapp und der Fahrer, der mich zum Flieger bringen sollte, wartete schon ganz ungeduldig auf mich. Schnell sprang ich in mein Zimmer und verschaffte mir einen Überblick, damit ich auch nichts vergessen hatte.

Ich glaube, dass ich noch nie in meinem Leben so flink war, wie gerade jetzt. Alles ging gut, ich lag noch in der Zeit und konnte mich auch von meinen neuen Bekanntschaften verabschieden. Diese Reise war wieder ein Erlebnis der Extraklasse und ich überlegte schon im Flugzeug, in welche Region Afrikas mich mein nächster Urlaub führen wird.  Vielleicht ja sogar auch noch mal in einer andere Region Madagaskars – bei meiner Recherche war ich auf eine Vielzahl von Madagaskar Individualreisen gestoßen.