Mit einer Namibia Reise einen Lebenstraum erfüllen

Ich hatte schon etliche Sendungen gesehen, die im Fernsehen über Afrika, speziell über Namibia, Botswana und den einzelnen Naturreservaten gezeigt wurden. Noch heute kann ich mich an die Dokumentationen von Heinz Sielmann erinnern, der früher immer eindrucksvoll über die Menschen und Tiere berichtet hatte.

Damals schon hatte ich mir immer zum Ziel gesetzt, einmal im Leben eine Afrika Reise  zu unternehmen. Die ganzen Jahre konnte ich mein Vorhaben nicht in die Realität umsetzen, da einerseits immer das Geld fehlte, die Reise an sich zu teuer war oder die Kinder noch zu klein gewesen sind.

Nun aber musste ich mich um Dinge kümmern, über die im Fernsehen nicht berichtet wurde. Die Formalitäten, die für eine Einreise nach Afrika benötigt wurden, musste ich bei meinem hiesigen Bürgerbüro beantragen. Die Mitarbeiter konnten mir hier sehr gut weiterhelfen, wodurch ich zeitnah die nötigen Reisedokumente beisammen hatte.

Die Reisepässe von mir und meiner Frau waren somit aktuell und auch die Kinderreisepässe konnten ohne Bedenken bei Aufforderung vorgezeigt werden. Ich informierte mich bei meinem Hausarzt, welche Impfungen für die Einreise nach Afrika erforderlich seien, woraufhin er mit mir und meiner Familie einen Termin vereinbarte, damit die Prophylaxe frühzeitig vorgenommen werden konnte.

Berichtet wurde mir, dass ich mit Malaria in Kontakt kommen könnte, dort wo halt mit viel Feuchtigkeit zu rechnen sein müsste, ebenso mit Cholera. Vorab wurde mir die Information gegeben, besonders auf das Wasser zu achten, das als Trinkwasser dienen sollte, denn dort würden die größten Gefahren vermutet werden.

Nichtsdestotrotz ertrugen wir die gesamten Impfungen und nahmen jeden gut gemeinten Ratschlag dankbar zur Kenntnis. Blieb jetzt nur noch die Flugbuchung. Unser Ziel war es, eine  Selbstfahrerreise  durch Namibia zu bewegen und auf eigene Faust die Landschaft und die Menschen, sowie die Tiere kennen zu lernen. Unsere erste Namibia Reise stand also in den Startlöchern.

Selbstfahrerreise Namibia mit touring afrika

Die beste Entscheidung, die wir treffen konnten

Unser Flug sollte, laut Buchungsunterlagen, vom Frankfurter Flughafen starten. Zuerst haderten wir mit der Flugzeit, letztendlich sollte diese Entscheidung sich als die Beste entschieden haben. Das Gepäck hatten wir schon vorab abholen lassen, damit unser Shuttle uns zum nahe gelegenen Flughafen fahren konnte, von wo aus der Transferflug nach Frankfurt startete.

Unser Flug startete abends um 22:00 Uhr von Frankfurt aus, mit zwei Zwischenstopps Richtung Windhoek. Am Terminal angekommen, mussten wir nur noch darauf warten, bis unser Flug angezeigt wurde und konnten uns während der Wartezeit überlegen, wie wir unsere Kinder während des Fluges beschäftigen konnten.

Dadurch, dass unsere Kinder allerdings den ganzen Tag schon so aufgedreht waren, bauten sie in Frankfurt schon so langsam ab, wodurch wir die Hoffnung hatten, sie im Flugzeug schlafend zu sehen. Pünktlich hob unser Flieger der Qatar Airways ab und flog mit uns Richtung Doha (Katar), wo wir den ersten Stopp hatten.

Wir hätten zwar einen Direktflug buchen können, allerdings wollten wir die Reise von Anfang an genießen und nahmen somit die Zwischenstopps bewusst in Kauf. Um 5:00 Uhr morgens setzte das Flugzeug zur Landung in Doha an. In dem weiträumigen Flughafenrestaurant konnten wir die Wartezeit gut überbrücken, bis der Weiterflug Richtung Johannisburg weiter ging.

Nach ein paar Snacks und ein paar erfrischenden Getränken ging der Flug weiter und letztendlich erreichten wir unser Ziel abends um 21:30 Uhr in Windhoek am internationalen Flughafen Hosea Kutako. Da ich bei der Buchung des Fluges gleichzeitig eine Reservierung eines Fahrzeugs veranlasst hatte, konnten wir nach verlassen des Flughafen uns direkt zum Autoverleih im Flughafenbereich begeben, wo beim Thrifty Car Rental sofort unser Fahrzeug zur Verfügung stand. Nun konnte es endlich los gehen auf Namibia Safari.

Voll getankt, begaben wir uns zu unserer Unterkunft. Wir quartierten uns für eine Nacht im Heja Game Lodge östlich von Windhoek ein. Eingerahmt mit einem wundervollen Panorama umgaben uns die Auasberge, sowie die Erosberge Richtung Westen.

Geschafft vom langen Flug genossen wir das Ambiente des Hotels, das irgendwie den Anschein machte, als wäre in dem Hotel die Zeit stehen geblieben. Alles in dem Hotel sah aus, als wäre der Zahn der Zeit am Werk gewesen, die Freundlichkeit der Betreiber und der Service machten diesen Eindruck aber schnell wieder wett. Somit nutzten wir die Nacht, um für unser eigentliches Abenteuer am nächsten Tag wieder fit zu sein.

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Eine abenteuerliche Odyssee quer durch Namibia beginnt

Unser Tag begann mit unserer Planung. Kurze Absprache und los ging die Fahrt. Wir fuhren einfach Richtung Norden, durch Windhoek hindurch, vorbei an dem Vorort Hakahana Wanaheda. Ich hatte von diesem Vorort gehört und sah die Geschichten bestätigt.

Die von Blechhütten umsäumte Straße fuhr in gerader Linie hindurch und uns schauten die Bewohner hinterher. Ich wurde vor der Abfahrt schon gewarnt, wenn ich Windhoek verlassen würde, hätte ich mit staubigen Straßen zu rechnen und es wäre besser, wenn ich vorsichtig fahren würde.

Also fuhren wir im normalen Tempo nach Okahandja. Wir hatten von einem Thermalbad gehört, das gleichzeitig als Erholungsgebiet dienen sollte. Das Bad hieß Groß Barmen und war, wie mir erzählt wurde, ein Relikt aus der Zeit, als die Deutschen dort eine Mission betrieben hatten.

Wir hatten Glück, denn bis vor kurzem war Groß Barmen wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen gewesen. Schließlich entschlossen wir uns, den Waterberg Plateau National Park anzufahren. Über die B1 ging es zielstrebig nach Norden um im Anschluss der Beschilderung zu folgen.

Das Waterberg Plateau sollte auch unser erstes Etappenziel sein. Nach über 300 Kilometern Fahrt wollten wir endlich einmal wilde Tiere sehen. Nashörner und Streifengnus sollten uns dort erwarten, laut Reiseführer. Auch die Vegetation sollte für die Region einzigartig sein. Schnell fanden wir uns riesigen, wunderschönen Pflanzen gegenüber.

Feuerlilien, Korallenbäume und unzählige andere Pflanzenarten sahen wir dort. Wir ließen unser Fahrzeug stehen und nahmen an den Pirschfahrten teil, die uns den Tieren näher bringen sollten. Die Pirschfahrt begann Bernabé-de-la-Bat Camp und zeigte uns von sicherer Position die Umgebung rund um das Waterberg Plateau.

Im Bernabé-de-la-Bat Camp ließen wir uns auch für die Nacht nieder und genossen dort die Leckereien, die wir uns im Shop direkt im Camp kauften. Die Anlage war sehr nett gelegen und des Nachts konnten wir das spüren, was Afrika ausmacht: Die Geräusche, Tierstimmen und die Magie, die in der Luft lag.

Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Unser nächstes Etappenziel war Otjiwarongo und die dort betriebene Krokodilfarm. Mein Kinder waren ganz aufgeregt, weil sie sehen wollten, wie die Krokodile gefüttert wurden. Leider wurde aus dem nichts, weil es einfach zu heiß und die Krokodile mit aufgerissenem Maul umher lagen. Die Enttäuschung bei meinen Kindern war einigermaßen groß, was unseren Beschluss verstärkte, uns dort nicht lange aufzuhalten.

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Sightseeing im Etosha National Park

Ein besonderes Bedürfnis war für uns der Besuch des Etosha National Parks. Nach gut 210 Kilometern über die B1 und C38 hatten wir den Haupteingang im südlichen Bereich des Nationalparks, das Andersson Gate, erreicht. Hier sollten uns endlich die Tiere begegnen, die wir während der bisherigen Namibia Individualreise gesucht hatten.

Uns erwartete eine trockene Einöde, wie wir es bezeichneten, Steppenland, bei dem wir uns wunderten, dass hier überhaupt ein Lebewesen überleben kann. Im Restcamp Okaukuejo fanden wir Unterkunft und nahmen an der heißbegehrten Safari teil. Die Fahrt ging zu den einzelnen Wasserlöchern, bei denen eine größere Menge verschiedener Tiere zu erwarten waren.

Hier sahen wir endlich Löwen, Elefanten, Antilopen und viele andere Wildtiere. Die Begeisterung meiner Familie war während der Safari kaum zu übertreffen. Als Abschluss hielten wir uns im gut geführten Restcamp auf und genossen dort die Annehmlichkeiten der namibischen Gastfreundschaft.

Mit einem Schwimmpool, Supermarkt, einem Kiosk und sogar einem Restaurant konnten wir die restliche Zeit im Etosha National Park verbringen. Alles in allem war die Namibia Reise und Rundreise  eine gelungene Erfüllung meines Lebenstraumes.