Meine Reiseroute

Santiago – Fogo – Santiago – Sao Vicente – Santo Antao – Sao Vicente – Sal

Zusammenfassung meiner Reise

Die Wander- und Aktiv-Reise auf den kapverdischen Inseln war eine wunderschöne Reise in einem unvergesslichen Land mit traumhafter Landschaft und freundlichen und offenen Menschen. Nie fühlten wir uns ernsthaft in unserer Sicherheit bedroht und nie traten uns die einheimischen Menschen zu aufdringlich gegenüber. So wurde auch nie versucht, uns irgendwelche Souvenirs oder Ähnliches aufzuquatschen. Die Landschaft auf den kapverdischen Inseln ist sehr vielseitig und wirklich jedem zu empfehlen, der die Natur liebt und auch gerne auf gebirgigem Terrain wandern geht. Der Reisetermin Anfang Dezember war ideal, da dann dort kaum andere Touristen anwesend und die klimatischen Bedingungen ideal sind. Kurz nach der Regenzeit im August und September sind viele Landschaften leuchtend grün und noch nicht durch längere Trockenphasen ausgebrannt.

Meine Aktivreise kann beginnen

1. Tag: Flug

Von Frankfurt/Main flogen wir mit der TAP Airline über Lissabon Portugal nach Praia, der Hauptstadt der Kap Verden, auf der Insel Santiago. Der Flug war recht entspannt mit vierstündigem Aufenthalt auf dem Flughafen von Lissabon. Eigentlich hätten wir in dieser Zeit gut für einen Kaffee in die Innenstadt Lissabons fahren können – aber im Flughafen konnten wir auch so recht angenehm die Zeit verbringen. Weiter ging es dann also zur Stadt Praia auf der Insel Santiago. Insgesamt flogen wir ungefähr 7 Stunden reine Flugzeit.
Nach erfolgreichem Geldwechsel im Flughafen – die einheimische Währung Escudo darf man offiziell weder ein- noch ausführen – suchten wir uns ein Taxi und fuhren zu unserem Hotel “Praiamar”. Um 3 Uhr konnten wir uns dann endlich ins Bett begeben.

2. Tag: Wanderung Gom Gom im Nationalpark Serra Malagueta, Santiago

Nach einem leckeren Frühstück wurden wir um 8.30 Uhr von unserem Guide abgeholt. Von ihm erhielten wir unser heutiges Lunch-Paket – eine kapverdische Banane und zwei akzeptabel belegte Sandwichs. Dann begann eine etwa sechsstündige Tour durch die saftig grünen Berge Santiagos. Wir wurden weit nach oben auf ein Plateau gefahren und wanderten zu zweit mit unserem wirklich sehr freundlichen Guide die schön grünen und reich bewachsenen Hänge hinunter bis ins Tal. Mango-Bäume, Papaya-Bäume und zahlreiche andere Pflanzen säumten unseren Weg. Da es in den letzten Tagen und auch an unserem Wandertag häufig regnete, war der Wanderweg leider zum Teil eine Rutschpartie. Für uns aber kein Problem – mit guten Wanderschuhen und mit ein bisschen mehr Aufmerksamkeit klappt das auch bei solchem Wetter ganz gut.
Wir wanderten durch nette Dörfer, wo unser Guide uns bei einer Rast von frisches Zuckerrohr einheimischen Kindern organisierte. Schmeckte wirklich lecker und es war toll, eine authentische Begegnung mit einigen Einheimischen zu haben. Weiter ging es durch die schöne Landschaft ins Tal hinab. Ein Zwischenstopp mit einheimischem Grog (Zuckerrohr-Schnaps) durfte natürlich auch nicht fehlen – wobei das ehrlich gesagt der schlechteste Grog unserer Reise war.
Nach unserer Wanderung wurden wir wieder ins Hotel gebracht. Abends gingen wir um die Ecke vom Hotel in einem guten Restaurant essen.

3. Tag: Sao Filipe, Fogo

Gleich nach dem Frühstück ging es zum Flughafen und weiter auf die Insel Fogo. Wir wurden am Flughafen abgeholt und zu unserer Unterkunft „Belavista“ in der Innenstadt von Sao Filipe gebracht. Kurze Zeit später holte der Guide uns ab und wir erlebten eine etwa zweistündige Stadtführung mit interessanten und auch vielen persönlichen Informationen über die Vulkaninsel Fogo, die Stadt Sao Filipe und die Kap Verden insgesamt. Abends kehrten wir im Restaurant „Bebidas Bar“ in unmittelbarer Nähe zu unserer Unterkunft ein.

4. Tag: Pico Pequenho, Fogo

Nach einem diesmal nur mittelmäßigen Frühstück wurden wir von am Morgen von unserem Transfer abgeholt. Uns begrüßte ein freundlicher Fahrer und wir fuhren mit einem weiteren netten Mitreisenden in die Cha das Caldeiras – am Fuße des Vulkankegels Pico de Fogo.
Wunderschöne Aussichten auf die grüne Landschaft standen im Kontrast zu der Mondlandschaft rund um den Pico de Fogo. Schwarze, graue und braune erstarrte Lavaströme wirkten wie aus einer anderen Welt. Faszinierend! Kurz nachdem wir in die Mondlandschaft hineingefahren waren, wurden wir abgesetzt und unser Guide für unsere Vulkantouren erwartete uns bereits. Jetzt begann eine etwa drei- bis vierstündige Wanderung hinauf auf den Pico Pequenho – der letzten Ausbruchsstelle des Vulkans auf der Insel Fogo.
Die Wanderung war faszinierend und bot uns tolle Ausblicke auf die Mondlandschaft sowie die umliegenden Wände des gigantischen Kraters, in dem wir uns befanden. Am Pico Pequenho erwartete uns ein recht kleiner Krater, der von verschiedenfarbigen Steinen übersät war. Gelbe (Schwefel), rote (Eisenoxid) und schwarze Steine boten ein sehr eigenartiges, bemerkenswertes Bild.
Nach einer kurzen Rast ging unsere Wanderung weiter, bis wir in unserem Dorf ankamen, wo wir für diesen Tag in einer privaten Unterkunft nächtigten. Schlicht – nachts ohne elektrischen Strom und nur mit kaltem Wasser – aber sauber und herzlich wurden wir dort untergebracht.
Abends saßen wir mit zahlreichen anderen Touristen des Dorfs in der Dorfkneipe zusammen: Ein sehr kleiner Supermarkt mit kleinem Nebenraum, in welchem die Dorfband, welche sogar bereits internationale Auftritte hatte – ein Privatkonzert lieferte. Wirklich tolle Musik mit starkem lokalem Hauswein – ein toller Abend!

5. Tag: Pico de Fogo

Früh morgens trafen wir mit zwei Mitreisenden unseren Guide, der unsere Wanderung auf den Vulkan führte. Dem Sonnenaufgang entgegen wanderten wir den beinahe unendlich steilen Berg hinauf. Über 1000 Höhenmeter erwarteten uns auf unserem fünfstündigen Aufstieg. Traumhafte Ausblicke entlohnten uns für den anstrengenden Aufstieg entlang des schmalen Pfades, der sich auf den Berg hinauf schlängelte. Ohne Guide mit geschultem Blick wären wir vemutlich hoffnungslos verloren gewesen – so war es zwar anstrengend, aber ein gut möglicher Aufstieg.
Als wir endlich auf dem Gipfel ankamen, hatten wir einen traumhaften Ausblick über die gesamte Landschaft, auf andere Inseln und in den Krater hinein, aus dem Schwefel herausquoll und unsere Nasen mit einem ziemlich unangenehmen Geruch füllte.
Nach kurzer Rast ging es noch die letzten Meter hinauf, bis wir wirklich ganz auf dem höchsten Punkt der Inseln angelangt waren. Dieser Pfad ist nur etwas für ganz Mutige – man musste sich sehr gut an den Drahtseilen festhalten, um hinaufzugelangen, während das Gelände auf der rechten Seite mehrere Meter steil nach unten abfiel. Aber wer den Mut aufweist, gelangt so nach einigen Metern auf den höchsten Punkt der Kap Verden und kann die Aussicht genießen.
Bergab gelangten wir spannenderweise, indem wir auf kleinem Vulkangestein-Geröll den Berg herunterschlitterten. Das machte wirklich enormen Spaß! Sand-Boarding wäre da sicherlich auch möglich gewesen. Gegen 13 Uhr waren wir wieder in unserem Ausgangsdorf – kurze Zeit später holte uns unser Transfer ab und brachte uns an den Flughafen, wo es mit einem Zwischenstopp weiter auf die Insel Sao Vicente ging. Dort bezogen wir in Mindelo unser Zimmer im Hotel Porto Grande.

6. Tag: Mindelo

Morgens holte uns unser Guide für eine umfangreiche und wirklich sehr intensive Stadt-Tour ab. Wir sahen viel, trafen zahlreiche Einheimische und werden diese Erinnerungen so schnell nicht wieder vergessen. Die Stadt-Tour auch durch die Problem-Viertel von Mindelo mit Gesprächen mit zahlreichen Einheimischen war ein sehr eindrückliches Erlebnis.

Den Abend ließen wir am Hafen von Mindelos mit einem leckeren Cocktail und einem anschließenden Bier in einem Restaurant ausklingen.

7. Tag: Auf nach Sano Antao

Morgens gelangten wir mit dem Taxi zum Hafen, wo bereits die Fähre nach Santo Antao angelegt hatte. Nach einer knappen Stunde Fahrtzeit kamen wir auf der Insel Santo Antao an.
Abgeholt wurden wir unter einem Gewusel von 100 Taxifahrern von unserem netten und unaufdringlichen Guide. Wir fuhren zwei Stunden quer über die Insel und hielten an den wichtigsten Aussichtspunkten an, um Fotos zu machen. Wunderschöne, saftig grüne und vielseitige Landschaften erwarteten uns auf dem Wanderparadies von Kap Verde. Dichte Nadelwälder in den Gebirgskämmen im Kontrast zu trockenen Gegenden direkt an der Küste – traumhaft!
Nach einiger Zeit wurden wir in einem entlegenen Fischerdorf abgesetzt, um ohne Guide unsere fünfstündige Wanderung bis in den Ort Ponta do Sol zu beginnen. Attraktive Aussichten in tropisch grünen Buchten, aber auch trockene Dünenlandschaften erwarteten uns auf unserer 17 km langen Wanderung. Wunderschön, wenn wir uns nicht etwas in der Zeit vertan hätten. Die ersten Stunden chillten wir zu viel und machten zu viele Fotostops. So waren wir in den letzten zwei Stunden ziemlich in Eile, um noch rechtzeitig vor dem Sonnenuntergang unsere Unterkunft Por de Sol Arte zu erreichen. Ein Feierabendbier bei einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnte uns für die recht harte Wanderung.

8. Tag. Paul Tal

Gleich nach dem Frühstück suchten wir uns eins der öffentlichen Sammeltaxis (Aluguer genannt) und ließen uns ins Paul-Tal zu unserer Unterkunft Aldeia Manga bringen. Eine recht chaotische Fahrt mit ständig wechselnden einheimischen Mitreisenden erwartete uns – aber es lief alles glatt und wir erreichten unser Ziel.
Unsere heutige Unterkunft war die Eco-Lodge “Aldeia Manga” – eine in das Naturparadies gebaute kleine Anlage für maximal zehn Gäste. Inmitten von Bananen-Plantagen und Zuckerrohr-Feldern standen einige kleine Bungalows in hervorragender Lage. Leider gab es kein warmes Wasser in den Bungalows – aber wer etwas Abenteuer sucht, findet in dieser Unterkunft das Paradies. Ein kleiner Badeteich mit Liegestühlen sorgte für Erfrischung.
Gleich nach der Ankunft machten wir uns auf den Weg, die Gegend zu erkunden und wanderten durch die Dörfer und Felder der nahen Umgebung. Eine traumhafte Landschaft! Absolut einzigartig!
Abends gab es leckeres Essen am wirklich sehr privat gehaltenen Buffet. Den Abend verbrachten wir mit einem netten Pärchen und einigen einheimischen Schnäpsen …

9. Tag: Auf nach Sal

Sehr früh morgens fuhren wir mit dem am Abend zuvor von der Rezeptionistin bestellten Sammeltaxi zur Fähre, die uns zurück nach Mindelo bringen sollte. Etwas beunruhigt waren wir, da das Taxi zu spät kam und wir kaum glaubten (trotz 2 h Zeitpuffer) noch rechtzeitig die Fähre zu erreichen. Gottseidank reichte es dann aber doch noch.
Zurück in Mindelo fuhren wir gleich mit dem Taxi zum Flughafen, um nach Sal zu fliegen, wo wir unseren letzten Tag verbrachten.
Nach einem pünktlichen Flug kamen wir auf Sal an und fuhren via Taxi zu unserem Hotel. Abends gingen wir im indischen Restaurant essen.

10. Tag: Erholung am Strand

Heute verbrachten wir den ganzen Tag am wunderschönen Strand auf Sal. Wirklich traumhaft.
Auffällig waren hier allerdings die Menschen, welche deutlich aufdringlicher waren als sonst während unserer Reise. Ständig versuchte uns jemand, nutzloses Zeug zu verkaufen … Das war aber das einzige Ärgernis im Kontakt mit den Menschen auf den Inseln während der gesamten Reise – und das kann man dann doch gut verschmerzen.

Rückflug:

Abends ging es zurück zum Flughafen und es folgte unser Flug zurück nach Frankfurt. Eine traumhafte Reise, die wir nie vergessen werden, war leider an ihrem Ende angelangt.

Vielen Dank für die gute Beratung und die wunderschöne Reise und die tolle Beratung von Touring-Afrika.

Maria G.