Gesundheit in Kenia

Aids

In Kenia sind etwa 8 Prozent der Bevölkerung mit HIV infiziert. Der Gebrauch von Kondomen und sterilen Spritzen, die zur Reiseapotheke gehören sollten, ist der beste Schutz. Auch bei Bluttransfusion besteht ein Risiko.

Malaria

Jedes Jahr gibt es ca. 120.000 Fälle von Malaria in Kenia. In 85 Prozent handelt es sich um die gefährliche Malaria tropica. In Nairobi und ab einer Höhe von etwa 2500 Metern ist das Risiko relativ gering. Im Regenwald und an der Küste ist das Risiko ganzjährig sehr hoch. Je nach Reiseprofil ist eine Malariaprophylaxe vonnöten. Dies sollte mit einem Tropenmediziner abgeklärt werden.
Grundsätzlich sollte man in Malariagebieten immer lange Kleidung tragen, Insektenschutzmittel verwenden und nachts unter einem Moskitonetz schlafen.

Dengue-Fieber

Entlang der Küste ist eine Ansteckung mit Dengue möglich. Diese Krankheit wird von Mücken übertragen. Es gelten dieselben Regeln wie beim Mückenschutz gegen Malaria. Einen Impfstoff gibt es nicht.

Andere Krankheiten

Durchfallerkrankungen wie Cholera können durch eine gute Hygiene vermieden werden. Lebensmittel und Wasser sollten nur aus sicheren Quellen bezogen werden, bzw. vor dem Verzehr desinfiziert oder gekocht werden.
Bei Höhen ab 2500 Metern kann es zur Höhenkrankheit kommen. Der beste Schutz ist eine langsame Akklimatisierung. Insbesondere vor einer Besteigung des Mount Kenia sollten Touristen sich bei ihrem Arzt genau informieren, ob sie für eine solche Unternehmung geeignet sind.
Zur Vermeidung von Bilharziose sollte in Süßwasserseen nicht gebadet werden.

Impfungen

Eine Gelbfieberimpfung wird dringend empfohlen und ist bei einer Einreise über ein Gelbfiebergebiet sogar Pflicht. Zudem sind Impfungen gegen Polio, Diphterie, Tetanus und Hepatitis A wichtig. Bei längeren Reisen sollte auch gegen die Meningokokken-Krankheit, Typhus, Tollwut und Hepatitis B geimpft werden.

Gesundheitsversorgung

Die medizinische Versorgung in Kenia unterscheidet sich innerhalb des Landes deutlich. In Nairobi gibt es sehr gute Ärzte und Krankenhäuser. Einfache Operationen können auch in Kenia vorgenommen werden. Für einen komplexen Eingriff ist allerdings ein Transport nach Südafrika oder Europa zu empfehlen. In Nairobi sind alle gängigen Medikamente erhältlich, so dass die Reiseapotheke nicht unbedingt besonders umfangreich sein muss.

Neben der Auslandskrankenversicherung sollte auch der Rücktransport im Notfall versichert werden. Vor Ort kann auch eine Luftrettungsversicherung innerhalb des Landes bei AMREF abgeschlossen werden.

Wichtig: Diese Ratschläge wurden mit Hilfe guter Recherche und eigener Erfahrung verfasst. Trotzdem sind Fehler nicht auszuschließen! Für diese Ratschläge und Informationen übernimmt die Redaktion von Touring-Afrika.de daher keine Haftung. Es besteht keine Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit der obigen Informationen.