Allein auf dem nicht zuletzt wegen seiner vielen endemischen Arten genannten “Sechsten Kontinent”, auf Madagaskar also, kommen die Lemure in Natura vor. Diese besondere Art der Primaten vereint die Intelligenz der Primaten in sich mit einer besonderen Poussierlichkeit und Umtriebigkeit. Ein Highlight jeder Madagaskar-Reise, die Lemuren an den diversen Plätzen der Insel beobachten zu können.

Wer nach Madagaskar aufbricht, hat immer auch die Begegnung mit den – oftmals, gilt nicht für alle Arten – so zutraulichen Lemuren im Kopf. Zurecht, denn solche Begegnungen hinterlassen immer einen bleibenden Eindruck. Ob auch auf Seiten der Lemuren, ist zwar schlecht herauszufinden, in jedem Fall aber bei den menschlichen Besuchern der afrikanischen Insel Madagaskar, die da weit von der Küste Afrikas Festlands im Indischen Ozean liegt.

Über 100 verschiedene Lemuren-Arten leben auf Madagaskar

Mehr als 100 verschiedene Arten hat die Evolution hier zutage gebracht, die sich teils deutlich in Größe, äußerem Erscheinungsbild und Fähigkeiten unterscheidet. Die meisten der Lemuren-Arten leben auf Bäumen und berühren nur selten den Boden. Außerdem leben sie stets in Gruppen zusammen. Einzeln kommen sie nicht vor, was natürlich auch ein Glück für den Besucher ist: Wenn er bei einer Beobachtung der Lemuren auf ein Exemplar von ihnen trifft, sind die anderen stets nicht weit und das sehenswerte Gewusel beginnt.

Doch wo beobachte man die bzw. begegnet man den Lemuren im Zuge eines Urlaubs auf Madagaskar am besten? Dazu im Folgenden eine Auswahl jener Nationalparks, bei denen eine solche Begegnung sicher ist, während die Lemuren in der freien Wildbahn in unbewaldetem Gebiet überhaupt nicht mehr vorkommen.

Drei von vielen Nationalparks auf Madagaskar, um Lemuren zu beobachten

Da wäre zum ersten der größte Nationalpark von Madagaskar zu nennen. Der Nationalpark Masoala befindet sich auf der gleichnamigen Halbinsel im Nordosten. Seit 2007 ist er Teil des Weltnaturerbes, seit 1997 existiert er auf über 2.400 Quadratkilometern. Innerhalb dieses Raumes leben mitten im Regenwald zehn verschiedene Arten von Lemuren, mit so klangvollen Namen wie Aye-Aye, Masoala-Gabelstreifenmaki oder Roter Vari.

Sie alle kann man zu Gesicht bekommen, dabei in kleinen Hotels in der Umgebung des Nationalparks Masoala übernachten und sogar noch etwas Gutes tun: Die Hälfte des Eintritts geht an die Förderung lokaler Projekte. Neben den Lemuren erlebt man hier natürlich noch zig andere exotische Tierarten: Chamäleons, weiter Reptilien, Schmetterlinge und eine bunte Vogelwelt.

Ein zweiter Vorschlag, um die Lemuren auf Madagaskar ganz sicher zu Gesicht zu bekommen, wäre der Nationalpark Midongy du Sud. Hier lebt unter anderem der selten Halsbandmaki, dazu viele weitere endemische Arten. Der Nationalpark Midongy du Sud ist hauptsächlich mit Palisander- und Ebenhölzern bewachsen, und liegt auf Höhen bis zu 1.700 Metern.

Anreise nach Madagaskar per Flug oder Fähre

Dritter und letzter Vorschlag für einen Nationalpark auf Madagaskar, um Lemuren aus nächster Nähe erleben zu können, ist der Nationalpark Kirindy-Mitea, der an der Westküste Madagaskars liegt. Von den hier vorkommenden elf Säugetierarten sind zehn endemisch. Darunter befindet sich auch der Berthe-Mausmaki, eine besonders kleine Lemuren-Art.

Diese Vorschläge helfen weiter im Zuge einer Madagaskar-Gruppenreise oder Individual-Reise, die richtige Wahl zu treffen, sich die Begegnung mit Lemuren nicht entgehen zu lassen. Was man auf keinen Fall zulassen sollte, wenn man schon den weiten Flug nach Madagaskar bewältigt hat – sofern man nicht per Fähre nach Madagaskar angereist ist. Lemuren sind ein Stück Weltgeschichte.