Pulitzer-Preis 1953 und Literaturnobelpreis 1954 – damit ist seine Bedeutung für die Weltliteratur schon ausreichend beschrieben. Und auch wenn Ernest Hemingways größtes Werk, “Der alte Mann und das Meer” in Amerika spielt, so hat er auch einige Novellen geschrieben, die Afrika als Schauplatz haben. Die Safari in Afrika war nicht zuletzt eine der Aktivitäten, der Hemingway besonders gerne nachging.

Jene faszinierenden Gegenden, durch die er größtenteils in Ostafrika reiste und wo er später auch den Rest seines Lebens verbrachte, stehen natürlich auch heute allen interessierten Touristen offen und so ist es ein Leichtes, im Wortsinne auf Hemingways Spuren zu wandeln. Ab 1954 wählte Hemingway Uganda dauerhaft zu seinem Aufenthaltsort. Sicher eine Mischung aus beiden Faktoren: dass er nirgendwo sonst mehr heimisch wurde – und dass Uganda so sehr seinen Wünsche der Gestaltung eines Lebens in der Wildnis, Abgeschiedenheit aber auch Schönheit der Umgebung entsprach.

Liebhaber der ostafrikanischen Landschaften und der Safaris in Uganda

Als früherer Kriegsreporter und sogar aktiver Teilnehmer, wenn auch nur für wenige Monate, des Ersten Weltkriegs, hatte er schließlich das Grauen und Leid der Welt, insbesondere der Kriege aus nächster Nähe miterlebt. Allzu verständlich, dass es ihn in späteren Jahren an Orte zog, an denen er zwar Zeit seines Lebens innerlich auch nicht wirklich ankam, aber eine angenehmere Umgebung hatte.

Umso bemerkenswerter, dass er dort dann gleich zwei Flugzeugabstürze erlben musste, aber überlebte, als er durch Uganda rundreiste.

Früher wurde auf Uganda-Safari gejagt, heute wird auf Uganda-Safari geknipst

Dass seine Jagdszenen auf den Safaris aus heutiger Sicht reichlich brutal wirken, ist dem Unterschied zwischen damaligen und heutigem Zeitgeist geschuldet. Gleichzeitig hat er auch heute trotz seiner teils drastischen Formulierungen seiner Erfahrungen auf Safari in Uganda nichts an Weltruhm eingebüßt.

“Die grünen Hügel Afrikas” kann man jedenfalls als klassisches Safari-Buch bezeichnen. Mit Jagdszenen und zwar einigen. Genau solche Safaris in Uganda, mit Ausnahme der Jagdzenen kann man aber auch heute noch erleben, bei einer Reise nach Uganda. Dabei auf Hyänen treffen, auf Rhinozerosse, auf Büffel, geradeso wie Hemingway und geradeso wie Hemingway dies auch schießen. Mit dem wichtigen Unterschied, dass dies heute per Kamera und Fotoapparat geschieht, anders als noch zu Hemingways Zeiten. Die Faszination einer solchen Safari in Uganda muss darunter aber nicht leiden – ganz im Gegenteil, geht alles friedlich über die Bühne und der Reiz Ugandas als Reiseziel entfaltet sich ohne diesen martialischen Aspekt viel besser.

Autor von Weltruhm, auch heute noch verehrt, erlebte einige seiner prägnantesten Geschichten in Ostafrika

Einen Ausschnitt aus dem Werk “Die grünen Hügel Afrikas” kann man übrigens bei ZEIT online genießen, dort steht er kostenlos bereit. Hemingways karger, beinahe minimalistischer Stil ist heute noch einzigartig, gilt dennoch als klassisch, wozu nicht zuletzt seine Erfahrungen während seiner Safaris in Afrika geführt haben mögen.

Wer sich selbst auf Hemingways Spuren macht, kommt an einer Afrika-Reise nicht vorbei, gleichwohl man auch den umgekehrten Weg nehmen kann: Afrika besuchen und dabei ein Stück von Ernest Hemingways Geschichte nacherleben. Beides ist gleichermaßen lohnenswert, schließlich sind Safari und Landschaft selbst in jener Region Afrikas ein kleines Juwel in der Reise-Historie eines jeden Reisenden.