Eigentlich gibt es nicht so viele Gründe, bei einer Südafrika-Reise in die Region Limpopo zu reisen. Hier ist Südafrika noch urwüchsig und wenig erschlossen und die Sehenswürdigkeiten sind abgesehen von der natürlich immer spannenden Landschaft und Tierwelt rar. Doch ein landesweites Highlight des Lands am Kap lohnt den recht aufwändigen Weg: der größte Affenbrotbaum nicht nur Südafrika, sondern der ganzen Welt befindet sich in Limpopo.

Limpopo liegt im Nordosten von Südafrika und hier schreibt man Tourismus tatsächlich noch klein. Hier liegen nicht die klassischen Gebiete für eine Südafrika-Safari, hier verirren sich eher selten die Gäste aus dem Ausland hin. Dabei ist der simpel “Big Tree” genannte Baum jede Reise wert.

“Big Tree” ist 25 Meter hoch und 48 Meter breit

Allein die Fakten klingen umwerfend. Der Affenbrotbaum mit dem schlichten Namen soll 3.500 Jahre alt sein. Die Ägypter, Jesus und das Mittelalter hat er also in der Hitze Südafrikas stehen miterlebt, wenn auch aus der Ferne. Da Affenbrotbaume keine Jahresringe bilden, ist sein Alter zwar nur geschätzt, aber in dieser Größenordnung dürfte es sich tatsächlich bewegen.

Das Alter stellt ja ohnehin nicht seinen Rekordwert dar, sondern seine Größe. Einen größeren als den “Big Tree” hat man noch nirgends auf der Welt entdeckt, was ihn zu einer Sehenswürdigkeit in Südafrika und zu einer der wenigen Attraktionen in Limpopo macht.

Ausflugsziel im Norden von Südafrika, mit Zugang zur Kultur

Je älter ein solcher Affenbrotbaum wird, desto mehr verzweigen sich seine Äste. So erreicht der Big Tree bei “nur” 25 Metern Höhe eine Spannweite seiner Äste von 48 (!) Metern. In seinem Inneren, das teilweise hohl ist, finden bis zu 20 Menschen Platz, was früher zu Apartheid-Zeiten gerne als Versteck genutzt wurde. All diese Informationen erfährt man auf einer Führung rund um den Baum, die Einheimische hier anbieten.

Diese dauert nicht allzu lange, ist aber hochinformativ und auch einfach entspannter als Führungen an anderen, überlaufenen Touristenorten der Welt oder auch Südafrikas. Nebenan warten Lodges für Reisende auf ihre nächsten Gäste. Hier muss man sich keine Sorgen machen, keine Unterkunft zu finden.

Von diesen Lodges aus kann man die Kultur der Umgebung erkunden. Künstler und andere Kreative lassen sich in der Region Limpopo gerne über die Schulter schauen: Töpferwerkstätten und Skulpturenmacher, Holzwerkstätten und Schnitzer sind keineswegs erbost, wenn man sich für ihre Arbeit und erst Recht ihre Werke interessiert.

Unterkünfte in Südafrikas Norden ausreichend vorhanden

Besonders empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang das Projekt “African Ivory Route/Safari and Cultural Camps”. Hier findet man auch einfachere Unterkünfte, mit direktem Zugang zur Kultur der Völker vor Ort.

So bietet der alte “Big Tree”, dieser riesige Affenbrotbaum, oft nur den Aufhänger, eine weniger bekannte Region Südafrikas zu erforschen, gleichwohl man auch hier nicht auf die Exotik der Landschaft und der Tierwelt verzichten muss. Ein wirklich guter Tipp für alle auf Südafrika-Reise, besonders für jene auf Individualreise durch Südafrika, welche die typischen Touristenziele in diesem sehenswerten Land bereits kennen. Wer sich nach ein bisschen mehr Land und Leuten sehnt, der wird in Limpopo glücklich. Und trifft einen Baum, der größer ist als alle anderen seiner Art.