Aschewolke vom Vulkanausbruch auf den Kapverden

Vom Ausbruch des Pico do Fogo auf der kapverdischen Insel Fogo am 23. November 2014 ist unter anderem der nationale Flughafen São Filipe auf der Insel betroffen. Die entstandene Aschewolke über der Insel machte den Flugverkehr aufgrund schlechter Sicht, vor allem aber wegen einer eventuellen Beeinträchtigung der Düsentriebwerke und weiterer Teile eines Flugzeugs durch die Aschepartikel unmöglich. Zur Sicherheit bleibt der Flughafen deshalb für die nächste Zeit geschlossen, nur mit der Fähre kann man Fogo derzeit verlassen oder erreichen.

Aschewolke über den Kapverden

Die Aschewolke über den Kapverden ist mittlerweile zu einem Problem für weitere Flughäfen der Inselgruppe im Atlantik geworden. Denn, wie häufig nach Vulkanausbrüchen, hat sich die Wolke vergrößert und ist einige Kilometer Richtung Norden weitergezogen. Davon betroffen sind die Flughäfen auf den Inseln São Nicolau und São Vicente. Ob diese oder andere Flughäfen auf den kapverdischen Inseln vorübergehend geschlossen werden, ist noch unklar.
Die weiteren Eruptionen des Pico do Fogo waren, wie von Experten vorhergesagt, heftiger als die ersten. Es ist mehr Lava ausgetreten und hat sich weit verbreitet, auch wurde deutlich mehr Asche und Rauch produziert, was zu weiteren Flugausfällen auf den Kapverden im nationalen Flugverkehr geführt hat. Der internationale Flugverkehr auf den Kapverden auf den Inseln Sal und Boa Vista ist aber nicht eingeschränkt. Ob sich daran etwas ändert, kann noch nicht gesagt werden. Auch über den Flughafen auf São Vicente führen normalerweise internationale Flüge, die aktuell aber auf die anderen internationalen Flughäfen umgeleitet werden. Flüge auf den anderen nationalen Flughäfen auf den Inseln Maio und Santiago können aktuell problemlos starten und landen.

 

Der Lavastrom hat die Häuser der zuerst evakuierten Bewohner Fogos zerstört. Mittlerweile tritt Lava aus zahlreichen Kratern aus, sodass der Strom weiterfließt, weitere Gebäude zerstört, darunter auch das erst kürzlich errichtete Besucherzentrum Fogos, und die ersten Städte erreicht. Die in diesen Gebieten lebenden Bewohner wurden zuvor evakuiert und befinden sich in Notunterkünften in sicherer Entfernung zum Vulkan. Die Stromversorgung der Insel wurde temporär unterbrochen, ist aber wieder stabil. Wenn Sie eine Reise auf die Kapverden bei uns gebucht haben, kontaktieren Sie unsere Experten bitte direkt unter 0221 29191783.
Zu den geschlossenen Flughäfen auf den Kapverden zählt derzeit also nach wie vor nur der Flughafen São Filipe auf Fogo. Der Betrieb der Flughäfen Preguiça auf São Nicolau und Cesária Évora auf São Vicente ist eingeschränkt, jedoch nicht eingestellt.

 

Wie sich die Aschewolke aus dem Pico do Fogo weiterhin auf den Flugverkehr der kapverdischen Inseln auswirkt, bleibt abzuwarten.