In Südafrka ist nicht, wie man vermuten könnte, Fußball die Sportart Nr. 1. Doch jener in der Überschrift erwähnte Basketball ist es auch nicht. An der Spitze des Interesses steht ganz klar Rugby, in dem auch schon – wie im Fußball 2010 — eine WM in Südafrika ausgetragen wurde. Genau diese Zustände will die amerikanische NBA langfristig angreifen.

Sie plant für den August 2015 ein sogenanntes “Exhibition Game” einiger ihrer Spieler im Land am Kap, auf deutsch würde man wohl einfach Freundschaftsspiel dazu sagen. Gleichwohl es eben doch mehr als das ist, es hat “Ausstellungscharakter”, weil die NBA ihre Spieler der südafrikanischen Öffentlichkeit zeigen möchte. Natürlich nicht ohne Hintergedanken. Expansion ist das Stichwort.

Die Stars der NBA spielen in Johannesburg

Wobei bei dieser Südafrika-Reise der NBA eine Expansion des Interesses der Menschen in Südafrika gemeint ist, keineswegs eine Expansion der NBA selbst in das so beliebte Reiseziel in Afrika.

Welche Spieler genau teilnehmen werden, wurde noch nicht verlautbart, sehr wohl aber der Umstand, dass die Entscheidung für Südafrika im kommenden Jahr gefallen sei.

Südafrika steht dabei aber eher stellvertretend für den gesamten Kontinent Afrika, in dessen einzelnen Länder das Interesse am Basketball sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Nigeris stellte zum Beispiel bislang die meisten eigenen Spieler in der weltberühmten NBA. Aus vielen anderen afrikanischen Staaten hat es trotz guter körperlicher Voraussetzungen oft noch niemand geschafft.

Südafrika hier als Stellvertreter für ganz Afrika

Austragungsort dieses “Exhibition Games” gegen eine Auswahl Südafrikas wird Johannesburg sein, wo die Aufmerksamkeit sicher mit am größten sein wird.

Die NBA selbst und auch Beobachter bezeichnen diesen Schritt als “bahnbrechend”. Nicht allein für die NBA, sondern auch für den Kontinent Afrika. Bislang kamen nur wenige Länder in den Genuss des Besuchs der Hünen aus den USA. Mit dem geplanten Besuch wird auch der Wert Südafrikas als Reiseziel wieder einmal aufgewertet.

Wer in jener Zeit gerade in Südafrika, genauer in Johannesburg weilt, kann ein zusätzliches persönliches Highlight seiner eigenen Südafrika-Reise einbauen. Johannesburg wird zudem stolz auf diesen Umstand sein und ihn entsprechend bewerben.

Interessant bei einer Reise nach Johannsburg: nun auch NBA-Stars sehen können

So kommt also ein weiteres Highlight der Geschichte Johannesburgs hinzu, das auch ohne dieses besondere sportliche Event eine Attraktion darstellt.

Nicht zuletzt weil bemerkenswerte viele amerikanischen Spieler der NBA ihre Wurzeln in Afrika haben, wird diese Partie eine besondere sein, gleich welchen Ausgang sie nimmt. Gewissermaßen kommt der Sport back to the roots. Wenn auch aus ganz monetären Zwecken und natürlich viel umjubelt, aber als Millionäre aus dem reichen Amerika in ein Land kommend, das immer noch im Aufbruch begriffen ist.

Momente wie diese, und sei es im Sport, tragen aber dazu bei, sich immer mehr in der gesamten Welt angenommen zu fühlen. Für die Stadt Johannesburg selbst gilt dieser Umstand ohnehin schon länger und nicht erst seit der Fußball-WM. Nun also auch Basketball aus den USA. Wer’s mag: Im August 2015 wird es soweit sein, ein neues Highlight im Sport in Johannesburg.