Eine der vielen Möglichkeiten, den weiten Kontinent Afrika zu erleben, zu erfahren, wäre eine Reise entlang der afrikanischen Ostküste. Eine solche Tour ist auch als komplette Reise durch Afrika zu buchen. Insofern keine Rundreise an der Ostküste von Afrika, als sie von Nord nach Süd oder umgekehrt führt.

Viele, die eine solche Reise planen, beginnen im Süden von Mosambik, oder auch sogar in Südafrika. Die gesamte Tour geht also entlang des Indischen Ozeans, und natürlich gibt es auch die Möglichkeit, einen Abstecher ins jeweilige Landesinnere zu machen, um dort einen Nationalpark zu besuchen und eine Safari zu erleben.

Doch im Mittelpunkt steht bei einer derartigen Reise die Küste. Und da sind die Highlights viele an der Zahl. Ein kurzer Blick über ausgewählte Top-Ziele bei dieser Tour verdeutlicht dies.

Mosambiks tolle Strände am Indischen Ozean

Beginnt man im Süden von Mosambik, hat man zunächst die Möglichkeit, einen der zahlreichen tollen Strände von Mosambik aufzusuchen. Hier wird man auch noch auf viele Touristen treffen. Aus aller Welt natürlich, aber vornehmlich aus Südafrika. Denn auch für Südafrikaner ist der Süden von Mosambik ein attraktives Reiseziel für den eigenen Strandurlaub. Nicht zuletzt kommen viele Menschen in diese Region Afrikas, um ausgiebig im Indischen Ozean zu tauchen.

Weiter könnte es nach Beira gehen, der zweitgrößten Stadt in Mosambik, ebenfalls an der Küste gelegen. Die Kathedrale der Stadt lockt ebenso viele Touristen an wie der Macuti Beach. Viele Restaurants und Bars laden für den Abend ein.

Weiter nördlich von Beira kann man dem Gorongosa-Nationalpark einen Besuch abstatten und vielleicht hier schon eine erste Safari wagen. Der nach einem Bergmassiv benannte Nationalpark ist geprägt von Waldsavannen und Akazien- sowie Baobab-Bäume. Außerdem trifft man hier auf Elefanten, Zebras, Gnus, Büffel oder sogar Löwen. Einen Ausreißer von der Küste auf jeden Fall wert.

Nationalpark im Norden von Mosambik

Oder man bleibt der Küste treu und reist weiter zum Nationalreservat Marromeu, das klein, aber fein ist und direkt am Ozean beginnt. Weiter geht es entlang der Küste mit dem Blick auf den Mosambik-Kanal, der zwischen Mosambik und Madagaskar liegt. Die meisten Strecken hier sind nicht asphaltiert, so dass man entsprechend ausgerüstet und vorbereitet sein sollte.

Vorbei an den Orten Nacala und Pemba trifft man auf den nächsten Nationalpark von Mosambik. Kurz vor der Grenze zu Tansania liegt der Quirimbas-Nationalpark in der Provinz Cabo Delgado. Dieser besteht auch aus vorgelagerten Inseln im Meer, elf an der Zahl, doch auch ein Stück Festland ist Teil dieses Nationalparks. In ihm leben sogar zig Tausende Mosambikaner, die man bei einem Besuch sicher treffen würde.

Wer gut vorbereitet ist, für den ist die folgende Einreise nach Tansania auch kein Problem. Hinter der Stadt Mtwara geht es weiter nach Norden, hier nutzt man vielleicht besser die gut ausgebaute B2, die etwas von der Küste wegführt, aber schnelleres Reisen ermöglicht. Wenn dann auf diesem Weg Dar-Es-Salam etwas schneller erreicht wurde, nicht ohne links und rechts der Straßen das Leben in Tansania zu erkunden, kann man sich ins kulturelle Leben dieser Hafenstadt begeben.

Oder man macht einen Kurztrip zum vorgelagerten Sansibar mit seiner Stone Town und weiteren Sehenswürdigkeiten. Eigentlich ein Muss, wenn man in dieser Region ist und noch nie auf Sansibar war.

Sansibar als Zwischenstopp mit viel Kultur

Von dort aus weiter entlang an der Küste Tansanias, wo immer wieder schöne Strände die Küste säumen, wenn auch hier nicht allzu viel touristische Infrastruktur vorhanden ist. An der Stadt Tanga vorbei — oder vielleicht auch hier ein Aufenthalt in Bars und Lokalitäten der Stadt — wartet schon die Grenze zu Kenia auf dieser Ostafrika-Reise.

Auf der A14 geht es über die Grenze, wo der Moloch Mombasa bald erreicht wird. Hier muss man nicht unbedingt das urtümliche Afrika erwarten, das bei einer Ostafrika-Reise normalerweise lockt. Wer mag, kann Mombasa mitnehmen, die meisten reisen aber direkt weiter. Danach erreicht man nämlich den Arabuko Sokoke Nationalpark. Hier finden sich zahllose endemische Tierarten, wie der Goldene Rüsselhund oder der Sansibar-Ducker, Vogelarten, zu deren Schutz der Park extra angelegt wurde. Außerdem hat der Park sich einen Namen wegen seiner Amphibiendiversität gemacht.

Kenias Küste mit gleich zwei Nationalparks im Angebot

Die im Vergleich zu Tansania und vor allem Mosambik kürzere Küste Kenias erlebt ihr Ende im Boni Nationalreservat an der Genze zu Somalia, wo eine Individual-Reise durch Kenia in jedem Fall enden sollte oder zumindest eine andere Richtung einschlagen sollte. Vielleicht ins Landesinnere, wo zahlreiche Nationalparks Kenias zu einer Kenia-Safari einladen.

Im Boni Nationalreservat finden Elefanten, Giraffen, Büffel, Antilopen und Gazellen Schutz. 1976 eingerichtet, umfasst das Boni Nationalreservat 1.100 Quadratkilometer und bildet mit seinen umfangreichen Möglichkeiten der Erkundung den krönenden Abschluss einer Reise entlang der Ostküste von Afrika. Wobei nichts dagegen spricht, eine solche Tour in entgegengesetzter Richtung zu unternehmen und dann vielleicht in Südafrika die Reise enden zu lassen.