Bunt und elegant, aber mit Bedeutung

Bunt und elegant, aber mit Bedeutung

Afrikanische Haarmode ist ein zeitlos spannendes Thema. Die Traditionen und Riten der Kopfschmuckgestaltung sind ein so weites Feld, das viele Afrika-Interessierte vollkommen nachvollziehbarer Weise verzaubert. Auch hierzulande gewinnen derlei Traditionen an Beliebtheit und der eine oder andere Afroshop findet auch westliche Kundinnen bei der Gestaltung der Haarpracht auf afrikanische Weise.

Nicht nur deshalb präsentieren wir heute ein Mal ein kleines Special mit besonderen Fotos, welche uns Mario Gerth dankenswerterweise zur Verfügung stellt — ein Fotograf der Extraklasse, der auf seiner Webseite sehenswerte Galerien aus vielen Lebensbereichen Afrikas veröffentlicht.

“Söhne des Windes” lautet der Übertitel dieser diversen Projekte. Für eines von ihnen ist Mario Gerth in den Süden Angolas gereist, in den Südwesten genauer. Dort traf er auf viele Menschen des heute noch sehr traditionell lebenden Volkes der Mumuilas. Die Mumuilas gehören zur größeren ethnischen Gruppe der Nyaneka-Humbe.

Weiter unten finden sich insgesamt drei faszinierende Bilder der Haarpracht afrikanischer Frauen der Mumuilas. Und was auf den unbedarften Betrachter wie extrem aufwändig gestalteter Haarschmuck aussieht, ist tatsächlich aufwändig, aber kein reiner Schmuck.

Vielmehr gibt die Art des Schmucks Auskunft über den Familienstand ihrer Trägerin. Ob eine Frau verheiratet, verwitwet oder ledig ist, lässt sich also ohne große Worte an der bestimmten Art ihrer Frisur (und deren Erweiterungen) ablesen. Selbst ob eine Frau schwanger ist, kann man an ihrer Frisur erkennen. Dies gilt ebenso für den Umstand, wenn eine junge Frau bereits ihre Periode hat und damit im heiratsfähigen Alter ist.

Weit sichtbarer Familienstand einer Frau

Eine aufwändige Art, derlei Informationen zu transportieren, aber eben auch eine sehr kunstvolle. Und nicht zuletzt eine recht einzigartige.

Die Materialien für diese unterschiedlichsten Haartrachten werden übrigens aus der direkten Umgebung zusammengesammelt. Was auf mitteleuropäische Augen wie mal eben zusammengekauftes Plastik wirken könnte, ist in Wahrheit komplett selbst produziert. Was die Vielfalt und auch reine physische Größe des Schmucks umso beeindruckender wirken lässt.

Nun aber drei der schönsten Exemplare, welche Mario Gerth auf seinen Afrika Reisen fotografiert und Touring-Afrika.de zur Verfügung gestellt hat.

(Zum Thema “Haare und Afrika” ist übrigens auch dieser unser Beitrag sehr lesenswert, wenn er auch eine gänzlich andere Facette des Themas “afrikanische Haare” beleuchtet.)

Wie man im Volk der Mumuilas auch heute noch sein Leben bestreitet, davon vermittelt dieses kurze Video einen guten Eindruck. Und es wird deutlich, wie aufwändig es für die Menschen dort sein muss, jeder einzelnen der Frauen derartige Frisuren angedeihen zu lassen.

Geschossen und zur Verfügung gestellt hat diese eindrucksvollen Bilder afrikanischer Haarkultur wie erwähnt Fotograf Mario Gerth, welcher bei seiner Arbeit in der ganzen Welt herumkommt, aber einen deutlichen Schwerpunkt auf Afrika legt, wie das Portfolio auf seiner Webseite zeigt.

Profi Mario Gerth mit Fokus Afrika

Herzlichen Dank an Mario Gerth, der gerade schon wieder in Indien unterwegs ist, um Neues, Aufregendes und Exotisches vor seine Kamera zu bekommen. Und sicher bald auch wieder in den entlegensten Winkeln Afrikas zu finden sein wird. Denn derartig umfangreiche Portraits der Mumuilas findet man sonst kaum auf der Welt.

Nicht zuletzt deshalb ist seine Webseite eine echte Empfehlung wert, zeigt sie doch noch viele weitere ungewöhnliche Impressionen aus Afrika, vor allem jene von den dort lebenden Menschen: www.Mario-Gerth.de.