Malaba auf Bioko

Malaba auf Bioko

Die wunderschöne Insel Bioko liegt im Golf von Guinea und somit vor der Westküste Afrikas. Politisch gehört sie zu Äquatorialguinea, hier leben etwa 125.000 Menschen und ihr Hauptort, wie man das bei einer Insel nennt, ist Malabo im Nordosten der Insel. Zur Küste von Kamerun ist es näher als zum Festland von Äquatorialguinea, nur 40 Kilometer wären es bis Kamerun, doch natürlich ist die Verbindung zum eigenen Land gefestigter und auch verkehrstechnisch besser bedient. Interessanterweise kann man über diese 40 Kilometer hinweg allerdings (bei guter Sicht) den Kamerunberg sehen, der allerdings mit knapp 4.000 Metern Höhe auch der höchste Berg Westafrikas ist.

Doch soll es in diesem Beitrag ja nicht um das die Insel umgebende Gebiet gehen, sondern um die Insel selbst, welche touristisch immer attraktiver wird, auch, weil hier noch nicht Heerscharen an Reisenden aus Europa und Nordamerika einfallen. 1472 wurde sie von einem Portugiesen entdeckt, deshalb auch lange Zeit der Name Fernando Póo, denn so hieß der Entdecker. Erst 1973 wurde sie umbenannt, zunächst trug sie den Namen eines Diktators in Äquatorialguinea, seit 1979 heißt sie nun Bioko.

Hier wird intensiv Wirtschaft getrieben, indem man Kaffee, Zucker, Bananen und Kakao anbaut, zwei Vulkangebirge teilen die Insel geographisch in zwei unterschiedliche Hälften, welche so auch in den Grenzen der Provinzen erkennbar werden. Bis zum Anstieg des Meeresspiegels vor etwa 10.000 Jahren gab es eine Landbrücke von Bioko zum afrikanischen Festland, diese ist nun aber unter Wasser und macht Bioko zu einer lupenreinen Insel.

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