Von dieser Verlockung sollte man bei einem Aufenthalt in Afrika lieber Abstand nehmen: Speiseeis

Von dieser Verlockung sollte man bei einem Aufenthalt in Afrika lieber Abstand nehmen: Speiseeis

Wer nach Afrika reist, der ist damit ein Fernreisender, für den bei seinen Streifzügen durch den Schwarzen Kontinent besondere Verhaltenshinweise gelten, um Erkrankungen zu vermeiden. Und obwohl diese Verhaltenshinweise auf Touring-Afrika.de jeweils auch bei den Unterseiten zu den einzelnen Reisezielen zu finden sind, möchten wir die Gelegenheit des Feiertags in manchen Ländern der Bundesrepublik nutzen, um noch einmal die wichtigsten Hinweise kompakt darzustellen.

Da wären zunächst die in unseren Breiten unbekannten bzw. ausgestorbenen Krankheitserreger, mit denen man im Zusammenhang mit einer Reise in Kontakt kommen kann. Cholera und Typhus sind in manchen Teilen Afrikas durchaus noch ein Problem, ebenso Hepatitis-A. Um deren Eindringen über Lebensmittel zu verhindern, lautet eine sehr knappe Devise, die man allen Touristen mit auf den Weg gibt: “Koch es, schäl es, oder vergiß es” — was lustig klingt, aber ernst gemeint ist.

Ebenso lapidar wirkt der Hinweis, sich bei allen Gelegenheiten umsichtig die Hände zu waschen. Dabei ist dies der einfachste Weg, viele Infektionen zu vermeiden. Genauso ist es eine leicht zu befolgende, aber ebenso leicht zu vergessende Regel, dass man Obst und Gemüse immer selbst schälen sollte und nicht bereits Geschältes kaufen. Die Speisen könnten beim Waschen durch Wasser mit schlechter Qualität noch in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

Nicht nur in den heißen Regionen Afrikas gilt, dass Speisen generell nicht ungekühlt aufbewahrt werden sollten. Eine verlockende Zutat zu vielen Getränken birgt ebenso Risiken: Eiswürfel machen zwar einen legereren Eindruck, können aber ebenfalls Krankheitserreger in sich tragen. Das gilt genauso für Speiseeis und bereit geöffnete Getränke. Auch zum Zähneputzen sollte lediglich Wasser aus zuvor verschlossenen Behältnissen verwendet werden.

Wichtige Tipps im Umgang mit Speisen auf Reisen

Natürlich gehört auch die entsprechende, im Reiseziel in Afrika geforderte Impfung zu einer adäquaten Reisevorbereitung, in eigentlich allen Fällen sind auch nicht erforderliche, aber mögliche Impfungen zu empfehlen. Eine Impfung gegen Hepatitis A, im Volksmund auch als Gelbsucht bekannt, sollte dabei unbedingt auf dem Programm stehen.

Da sie durch verdorbene oder anderweitig verunreinigte Speisen übertragen wird, sollten zusätzlich zur Impfung alle oben genannten Ratschläge im Umgang mit Speisen befolgt werden. Insbesondere Muscheln gelten als häufiger Überträger von Hepatitis A wie auch viele weitere Meeresfrüchte, von ihrem Konsum ist für die Dauer eines kürzeren Aufenthaltes in Afrika aus Sicherheitsgründen am besten völlig abzusehen.

Sich frühzeitig um die eigenen Impfungen kümmern

Doch auch die in Europa üblichen Impfungen sollten aktualisiert werden, sofern das nach einer Überprüfung notwendig geworden sein sollte. Dazu zählen alle 10 Jahre Diphtherie und Tetanus, zudem sollte man gegen Keuchhusten geimpft sein. Auch den Schutz gegen Kinderlähmung kann man auffrischen sowie, auch wenn dies nur für jene Reiseziele angezeigt ist, in denen die Kinderlähmung aka Polio noch existiert.

Nicht wenige reisen heutzutage auch mit ihren Kindern nach Afrika. Auch und insbesondere für die Kinder besteht natürlich der Bedarf an umfassendem Impfschutz, klassischerweise gegen Röteln, Mumps und Masern, aber auch die Reiseimpfungen der Erwachsenen sind größtenteils bei Kindern möglich.

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