Screenshot Tour d'Afrique

Screenshot Tour d'Afrique

Hatten wir in diesem Beitrag zur “Tour du Faso” noch behauptet, diese Tour sei das einzige relevante Radrennen in Afrika, müssen wir diese Aussage nun ein wenig einschränken: Es ist das einzige Profi-Radrennen von Belang, in dem es wirklich um den sportlichen Aspekt geht.

Dennoch existieren viele weitere Fahrrad-Wettbewerbe in Afrika, bei denen allerdings oft weniger bekannte Amateur-Sportler in die Pedale treten. Von diesen wiederum ist die Tour d’Afrique die bekannteste und vielleicht auch die härteste (irgendwas noch Härteres findet man ja immer …).

Sie führt von Kairo nach Kapstadt und ihr Gewinner oder ihre Gewinnerin haben am Ende der fast vier Monate dauernden Tour etwa 12.000 Kilometer in den Knochen, vor allem aber in den Muskeln. Zum Vergleich: beim eigentlich als härtestes (Profi-)Radrennen der Welt geltenden Rennen in Frankreich, der Tour de France, legen die Fahrer “nur” etwa 3.500 Kilometer zurück. Eine dreifache Tour de France also bewältigen die Teilnehmer, die wirklich so waghalsig sind, diese Riesenstrecke auf ihrem eigenen Rad zurückzulegen.

Eines der härtesten Radrennen der Welt

Dabei passieren sie auf ihrem Weg von Kairo in Ägypten zum Zielort Kapstadt in Südafrika folgende Etappenziele: Khartoum, Addis Abbeba, Nairobi, Mbeya, Lilongwe, die Victoria-Fälle und Windhoek. Es gibt eine nach Geschlechtern getrennte Wertung, und 2010 gewann zum ersten Mal eine deutsche Frau dieses überaus harte Radrennen: Gisela Gartmair. Bei diesem insgesamt 120 Tage dauernden Rennen gibt es nur etwa 20 Ruhetage. Wohl kaum ausreichend, um den geschundenen Gesäßen und Oberschenkeln der Fahrer ausreichend Erholung zu gewähren. Umso größer ist unser Respekt für eine derartige sportliche, aber auch menschliche Leistung, ein solches Rennen zu absolvieren.

Weitere Infos auf der Webseite der Tour d’Afrique.