Viele Organisationen brauchen Unterstützung für ihren wichtigen Kampf

Viele Organisationen brauchen Unterstützung für ihren wichtigen Kampf

Ein trauriges Thema, aber leider auch ein sehr großes Thema, wenn man sich mit dem Kontinent Afrika befasst: HIV Schrägstrich AIDS. Nirgendwo auf der Welt sind die Infektionsraten in der Bevölkerung so hoch wie in Afrika, wo diese in manchen Regionen bis zu einem Wert von 30% reicht. Am allerschlimmsten betroffen sind dabei Botsuana, Simbabwe und Lesotho im Süden von Afrika, die diesen Höchstwert erreichen. Der Gesamtdurchschnitt liegt für den Süden Afrikas mit etwa 5% dabei deutlich über den Werten für Nordafrika, wo “nur” 0,3 Prozent der Bevölkerung infiziert sind.

Anders als in Europa und Nordamerika wird HIV in Afrika aber mehrheitlich auf dem Wege des heterosexuellen Verkehrs übertragen, weshalb eben auch die gesamte Bevölkerung von dieser Epidemie betroffen ist. Als Herkunft des HI-Virus gilt ein Affenstamm in Kamerun.

Dass die Zahlen in Europa und Nordafrika vergleichbar niedrig sind, wird dem Einfluss Europas auf Nordafrika zugeschrieben, zudem fungiert die Sahara hier sowohl als ökologische als auch als ökonomische, sehr starre Grenze zwischen den Regionen.

Ursächlich für das hohe Ausmaß der Epidemie im südlichen Afrika sind aber andere Faktoren:

So ist die Prävention in Afrika erst sehr spät auf ihren nötigen Weg gekommen. Oft durchkreuzen althergebrachte Konventionen oder Denkweisen eine mögliche Prävention. Die Krankheit wird tabuisiert, die Betroffenen werden ausgegrenzt. Zudem ist Polygamie in weiten Teilen verbreitet, Witwen von Verstorbenen heiraten erneut innerhalb ihrer eigenen Familie und verbreiten das Virus so weiter. Dazu kommt eine hohe Quote an Prositution in vielen Teilen Afrikas, häufig aber auch Vergewaltigungen und andere Formen sexueller Gewalt gegenüber Frauen.

Die Zeiten ändern sich, die Gelder schrumpfen trotzdem

Doch Besserung ist in Sicht, auch wenn es weiterhin eine nicht geringe Zahl an so genannten AIDS-Leugnern auch in verantwortlichen Positionen in Afrika gibt. Eine der wichtigsten betroffenen Nationen, Südafrika, hatte lange Zeit selbst in Thabo Mbeki einen Präsidenten, der zu den AIDS-Leugnern zu zählen war. Mittlerweile hat ein Umdenken in wichtigen Teilen des Landes stattgefunden und die Präventionsmaßnahmen scheinen zumindest eine Verschlimmerung der Quoten zu verhindern. Die in vielen Teilen Europas und Nordamerikas angewandte Antiretrovirale Therapie wird auch in Südafrika immer mehr akzeptiert. Finanzierbar ist sie jedoch für kaum jemanden im südlichen Afrika, einer Region der Welt, in der die meisten Bürger nicht einmal das Geld für Kondome aufbringen können.

Lesotho als Brennpunkt der HIV-Infiziertenzahlen

Um weiter daran zu arbeiten, die Situationen nicht schlimmer werden zu lassen, arbeiten neben der Welt-Organisation UNAIDS viele weitere Organisationen im Kampf gegen AIDS. Eine von ihnen ist die Organisation The Global Fund, die allerdings Einbußen bei den Spenden durch die Regierungen westlicher Länder fürchtet, und deshalb in einer großen Aktion (“Socialmedia”) auf sich bzw. auf ihre Arbeit und die drohenden Probleme aufmerksam machen möchte. Deshalb haben sie Blogger von zwei der bekanntesten deutschen Blogs auf ihre Kosten nach Lesotho, siehe oben ein Zentrum der HIV-Infektionen, eingeladen. Da wollen wir nicht nachstehen und unseren sehr kleinen Beitrag dazu leisten, dass diese Aktion bekannt wird und der für das Afrika südlich der Sahara so wichtige Kampf gegen HIV und AIDS fortgesetzt werden kann.

Viele Bilder zu dieser Aktion, noch mehr Zahlen, ausführliche Berichte gibt es bei Netzpolitik.

Creative Commons License photo credit: Axel Bührmann