Ihr Horn trötet als Kuduzela.

Ihr Horn trötet als Kuduzela.

Die Vuvuzela hat schon für mächtig Aufruhr gesorgt, sowohl akustisch als auch international: Die brasilianische Mannschaft beschwerte sich beim Confed-Cup darüber, dass man auf dem Platz sein eigenes Wort nicht mehr verstehe. Xabi Alonso vom spanischen Team forderte ein Verbot der Vuvuzelas. Südafrika und seine Bewohner witterten Kulturimperialismus und lehnten ein Verbot aufs Entschiedenste ab. In Europa, zumindest in Deutschland, war der Tenor eindeutig: So macht das Fußballschauen keinen Spaß. Man glaubt die ganze Zeit, ein Schwarm Hornissen sei hinter einem her oder aber der Ton des Fernsehers sei kaputt.

Nach dem Schreckensgerät Vuvuzela kommt jetzt die nächste Generation: die Kuduzela. Kudu ist ein Ausdruck für eine Großantilope. Und während die Vuvuzela einfach eine lange Tröte ist, wie man sie auch in Europa kennen könnte, stellt die Kuduzela mit ihrer gewundenen Form das Horn eben jener Antilope dar. “Der echte Sound der Savanne” sei das, beschreibt der Hersteller den Klang der Kuduzela, die man früher wohl blies, um Versammlungen oder Schlachten einzuberufen. Denkt man an die martialische Sprache, die oft in Verbindung mit Fußball verwendet wird (und hier besonders an die britische Yellow Press), so passt dieses Bild ja. Man bläst die Kuduzela, und los geht die Schlacht auf dem Rasen.

Anders als die Vuvuzela klingt die Kuduzela auch nicht nach Hornissen, sondern nach Elefanten. Ob man bei ca. 40.000 trötenden Elefanten allerdings sein Wort auf dem Platz besser versteht, bleibt abzuwarten. Und ob das ganze nicht ein im Sande (der Savanne) verlaufender Marketing-Gag ist, ebenfalls.

Lust auf eine Vuvuzela bekommen?

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