Kampfadler auf einem Baum

Kampfadler auf einem Baum

Die pulsierende, aufregende Stadt Johannesburg in der Provinz Gauteng bietet den Touristen vieles an Sehenswürdigkeiten. Einst eine Goldgräberstadt, ist Jo‘burg, wie die Stadt auch genannt wird, heute eine moderne Großstadt mit dem Sitz vieler Unternehmen. Zahlreiche Museen laden den wissenshungrigen Touristen ein, um vor Ort sich in die Zeiten versetzen zu lassen, welches das Thema des Museums ist.

So ein themenorientiertes Museum ist das Adler Museum of the History of Medicine im Stadtteil Hillbrow, gegründet 1962. Es befindet sich in einem Haus, das von Sir Herbert Baker entworfen wurde. Das Haus gilt als Nationaldenkmal und befindet sich auf dem Gelände des SA Institute for Medical Research auf der York Road 7. Das Museum gehört zu der University of Witwatersrand. Es ist montags bis freitags von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Telefonisch kann man das Museum unter 011/717 20 81 erreichen, denn Führungen finden nur nach telefonischer Vereinbarung statt. Die E-Mail an den Kurator lautet: adler.museum@wits.ac.za.

Dieses Museum zeigt einen umfassenden Überblick über die südafrikanische Medizin. Der Besucher kann die eindrucksvolle Kollektion traditioneller Naturheilmittel in Augenschein nehmen, die die afrikanische Bevölkerung zur Abwendung von Krankheiten nahm. Auch befinden sich historische Gerätschaften aus der westlichen Schulmedizin vor Ort.

Abgesehen davon können Studenten und Forscher ihr Wissen in der hervorragend ausgestatteten Bibliothek finden. Das Museum enthält weiterhin Sammlungen aus der Zahnmedizin der vergangenen Jahrhunderte. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung eines Operationssaales und einer Zahnarztpraxis sowie einer Apotheke aus dem 20. Jahrhundert. Auch gibt es Rekonstruktionen von früheren elektro-medizinischen Geräten.

Eine Vitrine mit ständig sich änderten Themen wird von Spendengeldern finanziert. Im Foyer des Museums ist eine Darstellung einer „künstlichen Lunge“ ausgestellt. Da die Arbeiter in den Minen grundsätzlich über Lungenprobleme aufgrund des Staubes klagten, war dieses Gerät sicherlich ein Segen für die Patienten.

Quellenhinweise: Die Fotos werden mit freundlicher Genehmigung von www.suedafrika-fotos.de verwendet!