1. Die Menschen

Nicht immer ist der Hauptgrund für eine Reise, ob nach Afrika oder andere Teile der Welt, die dort lebenden Menschen. Im Falle von Afrika ist aber gerade die sehr eigenständige Kultur dieser Menschen ein Thema bei jeder Reise. Natürlich sind Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im Alltag nicht immer perfekt. Wer die Menschen vor Ort aber authentisch kennenlernen will, der sieht über derlei Anderes hinweg.

Und erlebt stattdessen, wie es ist, wenn man in einem Dorf als einziger Weißer mal in genau umgekehrter Rolle zu den sonstigen eigenen Erfahrungen ist. Genauso trifft man in den Metropolen auf viele Kulturschaffende Afrikas. Ob Musiker, Schriftsteller oder Straßenkünstler: das Leben pulsiert angesichts Afrikas Größe hier noch viel mehr als im ohnehin schon dicht besiedelten deutschsprachigen Raum. Die wenigsten kehren von einer Rundreise durch Afrika heim und sagen sich: “Nie wieder!”. Vielmehr werden viele angefixt und bleiben Freunde afrikanischer Kultur für den Rest ihres Lebens, nehmen einen Teil dieser Einstellungen und Werte vielleicht auch mit nach Hause in ihre Leben.

2. Die Natur: Tiere und Pflanzen

Von den “Big Five” auf typischer Afrika-Safari, den fünf großen Wildtieren bis runter zu den kleinen Käfern oder rauf in den Himmel, wo eine atemberaubende Vogelwelt den Besucher Afrikas überrascht und erfreut: die Tier- ist wie die Pflanzenwelt in Afrika deutlich abwechslungsreicher als die Vegetation und Tierwelt in Mitteleuropa. Auf Südafrika-Reise erlebt man gar eine eigene Vegetationszone mit vielen endemischen Pflanzen, die nur dort vorkommen.

Selbiges gilt zum Beispiel für Madagaskar, man denke an die Lemuren oder Chamäleone. Faszinierend auch jene Pflanzen, die in erdrückender Hitze der trockenen Wüste jahrelang überleben. Riesige Baobab-Bäume mit Spannweiten der Äste bis zu 70 Metern (!), jahrhundertalte Bäume – diese exotische Welt ist schier unfassbar, wenn man sie nicht mit eigenen Augen auf Afrika-Reise gesehen hat.

3. Die Vielfalt

Afrika ist sowohl das moderne Leben in Marokkos beliebtesten Reisezielen, nur ein paar Kilometer von Europa entfernt. Es ist der Regenwald im Westen und zentralen Afrika, wo auf kleinstem Raum unfassbar viele verschiedene Tierarten und Pflanzenarten zu finden sind. Und es ist die Weite, die in den vielen Nationalparks dieses großen Kontinents spürbar wird. Nicht zu vergessen auch die neuartigen Möglichkeiten für Aktivitäten wie Sanddünen-Surfen, mit Walen tauchen oder einfach ein paar Künstlern in Kapstadt bei ihrer Arbeit zu zusehen.

4. Der Horizont (der eigene, persönliche)

Eine Reise nach Afrika erweitert den Horizont gleich in mehrfacher Hinsicht. Wie vielfältig und unterschiedlich die Natur vom schneebedeckten Kilimandscharo bis zur Hitze in der ältesten Wüste der Welt, bei einer Namibia-Reise in die Namib, ist. Wie vielfältig auch die von außen oft so ähnlich wirkenden Ethnien und ihre Kultur in Afrika sind. Und nicht zuletzt auch, welch Glück man besitzt, in einer in allen Bereichen funktionierenden Gesellschaft einer Industrienation zu leben.

Das wiederum macht schnell klar, wie überhaupt nicht selbstverständlich viele Errungenschaften sind. Man lernt sie vielleicht wieder zu würdigen, wenn man auf Afrika-Reise durch Dörfer ohne Strom und ohne fließendes Wasser fährt, wenn man gleichzeitig aber auch erlebt, wie offen und ohne Vorbehalte die Menschen dort meist auf einen zugehen. Neue Einsichten und Horizonte in vielen Bereichen also bei dieser Afrika-Reise.

5. Die Einsamkeit

Ja, Afrika ist ein stark an Menschen wachsender Kontinent, hat lange die Grenze der Milliarde Menschen überschritten und wächst weiter ständig. Doch all diese vielen Menschen sind außerhalb der Metropolen immer noch nichts gegen die schier endlose Weite der Steppe, der Wüste und der Ebenen Afrikas. Kaum irgendwo kann man so gut Maßstäbe richtig rücke, im eigenen Leben. In Bezug auf die eigene Bedeutung und die Kleinheit der Existenz, wie auch der meisten Probleme und Sorgen, die man sich so im Alltag macht. Hier reist man, wenn man will, tagelang, ohne mehr als ein paar Hände voll Menschen zu treffen.

Stattdessen viel Einsamkeit, die hier nicht negativ gemeint ist. Man schaltet ab, und ganz andere Gedanken als jene sonst üblichen wandern durchs Bewusstsein. Das schafft kein Urlaubsort in Industrienationen, denn diese Abgeschiedenheit erlebt man so nur in Afrika – und das selbst dann, wenn man auf Gruppenreise durch Afrika unterwegs zu neuen Erkennntnissen sein sollte.