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Mafikeng – Gabarone – Francistown - Bulawayo

Während des Tages wurden schon unsere Pässe eingesammelt, um dann gegen Mitternacht beim Grenzübertritt nach Botswana abgestempelt zu werden.

Die Nacht verlief sehr ruhig, oftmals stoppte unser Zug, um Gegenverkehr passieren zu lassen. Frühstücksbuffet war angesetzt zwischen 7 und 10 Uhr, eine gute Zeit. Auch diesmal wieder total lecker, so richtig zum Verwöhnt werden.

Nun ging die Reise durch Botswana, eine herrliche Strecke. Bushveld mit vielen Tieren darin, soweit das Auge reicht, aber ständig, genau wie in Südafrika, ca. 20 Meter neben den Gleisen ein Wildschutzzaun, der nur an den Bahnhöfen oder Ortschaften unterbrochen wurde. Ganz, ganz selten dann mal eine Ortschaft oder auch nur eine Farm, teilweise 80 bis 100 km nur Wildnis am Stück. Da merkt man erst mal, was Einsamkeit bedeutet. Aber genau darin liegt auch der Reiz dieser Landschaft…

Mittags wieder das gleiche Spiel, wie am Vortag schon beschrieben. Nachmittags wurde ein Zwangshalt mitten in der Wildnis eingelegt, weil irgendetwas mit unserem Wagen nicht stimmte und unsere mitfahrenden Zugtechniker mit Pressluft dort irgendetwas entlüfteten oder reparierten.

Nach einer kurzen weiteren Fahrt erreichten wir am späten Nachmittag Plumtree, den Grenzort von Botswana nach Zimbabwe. Hier nun wurden wir erstmals so richtig mit der Armut dieser Bevölkerung konfrontiert. Auf gleicher Höhe mit uns stand ein Reisezug aus Zimbabwe, der ebenfalls an der Grenze abgefertigt wurde. Als wir das Fenster öffneten, sahen wir nur ausgestreckte bittende Hände nach irgendetwas Essbarem. Das war schon ziemlich frustrierend, wir im unermesslichen Reichtum, die anderen überhaupt nichts zu beißen… Aber was sollen wir machen? Wir können doch alUnser Bettlein keine ganze Nation füttern! Am Abend beim Dinner dann eine erneute Überraschung:

Die Zugchefin betrat mit einem Tusch unseren Speisewagen, eine Torte in den Händen mit Wunderkerzen geschmückt. Und hinterdrein ganz viele Stuarts und weiteres Servicepersonal, ebenfalls mit Wunderkerzen bewaffnet. Fast genau so wie auf dem Traumschiff beim Captainsdinner…

Nur diesmal galt diese Aktion meiner lieben Karin. Die Torte wurde auf ihren Platz gestellt und die versammelte Mannschaft sang „Happy Birthday to you“. Da war meine Karin natürlich erneut geplättet, diese Überraschung war gelungen.

Nun mal nachgefragt, wieso das alles? Klar doch, die Frau Liebenberg von Rovos-Rail aus Kapstadt hat mal ein kleines Fax geschickt!

Jetzt wussten wir auch sofort, warum wir so eine tolle Suite bekommen haben! Vielen Dank, Frau Liebenberg, schon einmal vorweg! Unser Bett war erneut richtig toll gebaut für die Nacht, das zeige ich nochmals mit diesem Foto. Mit Schampus und Rosenblütenblättern geschmückt…

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