Südafrika - Reisen - Büffel

Madikwe Game Reserve

Dieses Wildreservat liegt im Norden Südafrikas, unmittelbar an der Grenze zu Botsuana, in der North-West Province. Ausläufer der Kalahari Wüste, Flusslandschaft und Savanne sind die hauptsächlichen Vegetationsformen. Das Madikwe Game Reserve liegt etwas abseits der sonstigen Touristenattraktionen in Südafrika. Das liegt darin begründet, dass man Anfang der 1980-er Jahre beschlossen hatte, hier ein großflächiges Schutzgebiet für vom Aussterben bedrohte Tierarten zu schaffen. Und eine solche Zielstellung lässt keinen Massentourismus zu. Die Durchführung dauerte acht Jahre. Das Gelände musste renaturiert werden, hauptsächlich betraf das die Neuanpflanzung der für die Savanne und die Feuchtgebiete typischen Pflanzen- und Baumarten. Das Naturschutzgebiet wurde umzäunt und dann ging es daran, über 10.000 Tiere, darunter auch Elefanten, anzusiedeln. Aus den umliegenden Regionen und den vielen anderen Reservaten wurden die Tiere in ihre neue Heimat gebracht. Verständlich, dass diese Aktionen unter der fachkundigen Leitung fähiger Wissenschaftlern, Großwildexperten und Öko-Aktivisten standen. Heute kann man sagen, dass die ‚Operation Phönix‘, wie die Umsiedlungsaktion benannt wurde, ein voller Erfolg ist. Mit knapp 800 Quadratkilometern zählt das Madikwe Game Reserve zu einem der größten von Südafrika.
Viele Wissenschaftler arbeiten bis heute für diese Erfolgsstory und gemeinsam mit der Parkverwaltung, den privaten Unterkunft-Betreibern und der umliegenden einheimischen Bevölkerung wird das gemeinsame Ziel verfolgt, das Refugium für eine gesunde Tier- und Pflanzenwelt weiterhin zu erhalten und stetig zu verbessern. Gerade dieses Miteinander aller Beteiligten, was die Beteiligung an den Einnahmen einschließt, führte zu diesem großen Erfolg und heute bereits ist das Madikwe Game Reserve ein echter Geheimtipp. Verglichen mit dem Kruger-Nationalpark hält er allemal stand. Und vielen ist es ein großes Bedürfnis, Südafrikas berauschende Natur und seine wilden Tiere abseits der großen Touristenströme zu beobachten. Neben den bereits genannten Elefanten können hier Büffel, Nashörner, Löwen, Leoparden, Geparden, Hyänen und viele andere Säugetiere beobachtet werden. Besonders erfreut sind alle Verantwortlichen, dass die Population verschiedener Wildhundarten sich erfolgreich entwickelt, unter anderem trifft man auf Kojoten und Schakale. Fast 400 Vogelarten sind ebenfalls Ausdruck einer intakten Naturlandschaft und an vielen Punkten im Park können die unterschiedlichen buntgefiederten bis skurrilen Spezies entdeckt werden.

Unterkünfte

Das Wildreservat wurde bewusst in einer etwas abseits gelegenen Region angesiedelt, was die Übernachtung auf dem Areal unumgänglich macht. Von Gauteng aus ist der Park mit dem Auto in etwa vier Stunden erreichbar Ab Gaborone, das zwar in Botsuana liegt, dennoch die nächstgelegene große Stadt ist, führen auch Buslinien hierher. Exklusiv anreisen kann man ab Johannesburg mit einem regulären Linienflug.

Auf den fast 800 Quadratkilometern stehen an die 30 unterschiedliche Campingplätze oder Buschcamps zur Auswahl. Vorherige Informationen sind empfehlenswert, damit man in der gewünschten Komfortklasse noch freie Plätze erhält. So ist Jaci‘s Lodges recht luxuriös in Service, Ambiente und dem Angebot der geführten Safari Touren. Einfach rustikal geht es im Mosethla Bush Camp zu.