Gesundheit im Sudan

Im Folgenden einige Informationen und Hinweise zur Lage bezüglich der Gesundheit und medizinischen Probleme im Sudan:

Impfungen

Im Südsudan sind zuletzt 40 Polio-Fälle aufgetreten. Impfungen gegen Polio sind somit dringend anzuraten. Zudem treten ebenfalls im Süden des Landes häufig Masern-Epidemien auf. Wer in den Sudan reisen will, sollte seinen Masern-Impfschutz überprüfen. Auch wer in der Kindheit nicht geimpft wurde, kann noch als Erwachsener eine Masern-Schluckimpfung erhalten.

Wer aus einem von Gelbfieber betroffenen Gebiet einreist, muss eine Gelbfieber-Impfung nachweisen können. Im Süden Sudans (unterhalb des 15. Breitengrades) gilt die Region als Gelbfiebergebiet, weshalb auch eine sonst eine Gelbfieberimfpung angezeigt ist.

Übliche Impfungen wie solche gegen Keuchhusten, Diphtherie und Tetanus sollten ohnehin durchgeführt worden sein. Wer längere Zeit im Sudan leben will, sollte eine Impfung gegen Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken in Betracht ziehen.

Malaria

Ebenfalls im Südsudan ist ein ganzjährig hohes Infektionsrisiko für Malaria vorhanden. Malariaprophylaxe, welche auf chemischem Wege möglich ist, wird dringend angeraten. Diese muss aber bereits vor der Abreise in Deutschland erfolgen. Da Malaria über nachtaktive Stechmücken übertragen wird, gelten folgende Empfehlungen: Tragen von heller Kleidung, die möglichst den gesamten Körper bedeckt, nachts die Verwendung von Moskitonetzen, tägliches Verwenden von Insektenschutzmitteln, insbesondere nachts und abends.

Durchfall

Wer sich an bestimmte Lebensmittelhygiene-Regeln hält, verringert das Risiko, an einer Durchfallerkrankung zu erkranken enorm. Dazu zählen der Verzicht auf Leitungswasser, stattdessen stets Wasser aus Flaschen verwenden (auch bei der Körperhygiene sowie beim Spülen von Geschirr9, Nahrungsmittel von Fliegen fernhalten, diese stets waschen und/oder kochen, und so oft es geht die Hände mit Seife waschen, insbesondere aber vor dem Essen.

Schlafkrankheit

Die Schlafkrankheit wird durch die Tsetse-Fliege übertragen, deren Stich äußerst schmerzhaft ist. Die Krankheit selbst kam bei schwerem Verlauf sehr kompliziert werden. So gelten die Verhaltensregeln für die Vermeidung einer Malaria-Infektion auch tagsüber, um nicht Opfer der sehr aggressiven Tsetse-Fliege zu werden.

Dengue-Fieber

Das Dengue-Fieber wird ebenfalls durch Mücken übertragen und ist zur Zeit nicht heilbar. Auch hier ist wirksamer Schutz – auch tagsüber – gegen Mücken und deren Angriffe äußerst wichtig.

Weitere Krankheiten

Weitere Krankheiten, die im Sudan auftreten und teils schlimme Folgen haben können, sind unter Anderen die Meningitis, Schistosomiasis und die Viszerale Leishmaninose.

Gifttiere

Wie in allen tropischen Ländern existieren auch im Sudan für den Menschen teilweise lebensgefährlich giftige Tiere wie Schlangen, Spinnen und Skorpione. Doch auch eher harmlos wirkende Tiere wie Tausendfüßler oder Raupen können giftig sein.

HIV/AIDS

Es gibt keine Region auf der Welt, die von dieser Krankheit nicht betroffen ist, wer also ungeschützten Sex ausübt, riskiert stets eine Infektion.

Die allgemeine Lage bezüglich der medizinischen Versorgung im Sudan ist in vieler Hinsicht nicht mit der europäischen zu vergleichen. Lange herrschte im Sudan Bürgerkrieg, der seine Spuren auch im medizinischen Bereich hinterlassen hat. War die Ausrüstung vorher schon oft unzureichend, so ist durch den Krieg vieles zerstört worden. Oft fehlen Ärzte, die französisch oder englisch sprechen. Zudem sollte eine eigene gut ausgerüstete Reiseapotheke mitgenommen werden.

Weitere Informationen auch beim Auswärtigen Amt!

Anmerkung: Für alle medizinischen Hinweise gilt, dass sie in keinem Fall eine ärztliche Beratung ersetzen. Wir übernehmen keine Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit der Angaben.