Nigeria - Reisen - medizinische Versorgung

Gesundheit in Nigeria

Wichtige Informationen zur Gesundheitssituationen, zu Gefahren für die eigene Gesundheit, Tipps dazu, wie man das Risiko einer Erkrankung bei einem Aufenthalt in Nigeria minimieren kann und einige allgemein Aussagen zur medizinischen Situation in Nigeria:

Impfungen

Wer nach Nigeria einreisen möchte, muss den Nachweis einer Gelbfieber-Impfung führen. Nigeria ist Gelbfieber-Infektionsgebiet, weshalb eine solche Impfung ohnehin angezeigt ist.

Wer über den Landweg nach Nigeria einreist, muss damit rechnen, dass auch ein Nachweis einer Impfung gegen Cholera und Meningokokken gefordert wird.

Grundsätzlich sind die üblichen Impfungen natürlich Pflicht, nicht im juristischen Sinne, aber im Sinne dessen, dass man sich bestmöglich schützen will. Dazu gehören Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio sowie Mumps, Masern, Röteln und Keuchhusten. Wichtig ist hier insbesondere die Impfung gegen Polio, da in Nigeria immer wieder Fälle dieser Krankheit auftreten.

Wer sich länger in Nigeria aufhalten wird, sollte sich auch noch gegen Hepatitis A und B sowie gegen Tollwut und Typhus impfen lassen.

Malaria

Malaria ist über das ganze Jahr hinweg ein großes Problem in Nigeria, die Infektionsrate ist vergleichsweise hoch. Übertragen wird der Malaria-Erreger durch eine nachtaktive Mücke, deren Stich es zu vermeiden gilt. Für Europäer ist Malaria unbehandelt fast immer tödlich. Mit Behandlung allerdings ist diese Krankheit in den Griff zu kriegen. Zudem gibt es chemische Prophylaxe, die man am besten vor Reiseantritt in Deutschland noch in Anspruch nimmt. Verhaltensregeln, die die Gefahr einer Infektion mit Malaria verringern, beinhalten das Tragen von heller, den gesamten Körper bedeckender Kleidung sowie die Nutzung von Insektenschutzmitteln insbesondere am Abend und in der Nacht. Außerdem sollten alle Schlafplätze, an denen man nächtigt, mit Moskitonetzen gesichert sein.

Durchfall und Cholera

Wer sich darum kümmert, die basalen Regeln des Umgangs mit Trinkwasser und Lebensmitteln einzuhalten, reduziert sein eigenes Risiko, an diesen Krankheiten zu erkranken, auf ein sehr kleines Risiko. Dazu gehört, kein Leitungswasser zu nutzen, sondern Wasser nur aus Flaschen zu trinken bzw. zu verwenden. Dies gilt auch für die Zahnpflege sowie das Geschirrspülen. Vor dem Essen müssen unbedingt die Hände mit Seife gewaschen werden, ebenso gilt dies für die Zeit nach einem Toilettengang. Wo es möglich ist, sollten Einmalhandtücher verwendet werden. Speisen unbedingt von dem Kontakt mit Fliegen fernhalten, ansonsten Speisen immer waschen, schälen oder kochen. Falls kein Flaschenwasser vorhanden ist, das Wasser immer abkochen.

Dengue-Fieber

Gegen das gefährliche Dengue-Fieber existiert zur Zeit kein Heilmittel. Übertragen wird es ähnlich wie Malaria durch Mücken, allerdings durch tagaktive Mücken. Nur selten führt das Dengue-Fieber zum Tod, dennoch kann die Krankheit sehr problematisch verlaufen. Schutz ist insofern möglich, als dass man sich gegen Mückenstiche schützt, wie unter dem Punkt Malaria beschrieben.

Lassa-Fieber

2009 überlebt ein englischer Tourist die Infektion mit dem Lassa-Fieber nicht. Den Tod erlitt er allerdings erst, als er nach England zurückgekehrt war. Bereits 2008 gab es sporadische Erkrankungen am Lassa-Fieber. Todesfälle wurden aus folgenden Regionen gemeldet: Plateau, Ogun, Lagos, Taraba, Anambra, Borno, Nasarava und Edo. Überträger dieser Krankheit ist die Ratte. Besondere Vorsicht ist also vor allem bei Reisen ins Landesinnere angezeigt, wo die hygienischen Verhältnisse oft nicht die besten sind.

HIV/AIDS

Es gibt keine Region auf der Welt, die von dieser Krankheit nicht betroffen ist, wer also ungeschützten Sex ausübt, riskiert stets eine Infektion. Im gesamten Land gilt HIV als großes Problem.

Die allgemeine medizinische Lage in Nigeria ist problematisch. Der Vergleich mit europäischen Standards verbietet sich von selbst. Apparate und Technik fehlen, oft lässt die Hygiene zu wünschen übrig. Obwohl englisch eine der Hauptsprachen in Nigeria ist, fehlen oft englischsprachige Ärzte.

Anmerkung: Für alle medizinischen Hinweise gilt, dass sie in keinem Fall eine ärztliche Beratung ersetzen. Wir übernehmen keine Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit der Angaben.