Vorbereitungen
Mittwoch, 18. Februar 2004
Seit letztem Samstag sind Ellen und Ralph, unsere Freunde aus Hannover, hier bei uns in Kapstadt zu Besuch und wir bereiten uns für unsere gemeinsame Tour nach Namibia vor. Das wird unser erster richtiger Urlaub – vom Urlaub in SA - sein, darauf freuen wir uns schon seit einem knappen Jahr, denn seit dieser Zeit wird am Namibia-Trip gearbeitet und gebastelt. Wir werden einen richtig großen Wagen mieten, so eine Art Geländewagen, aber keinen mit Allradantrieb (4x4). Ellen hat den Wagen über den ADAC in Deutschland geordert und heute am Abend werden wir ihn am Airport in Kapstadt in Empfang nehmen. Riesige Reservekanister stehen schon gefüllt in unserer Garage, ebenfalls literweise Wasser, Werkzeug, Sandschaufel, Axt und was man noch so alles braucht für das Überleben in der Wildnis und Einsamkeit.
Heute noch wird der Wagen beladen und morgen früh ist dann Aufbruch für 16 Tage geplant in Namibia, oder wie die Südafrikaner noch immer sagen, Südwest Afrika. Der Ausdruck Namibia wird hier kaum verwendet, also reisen wir ebenfalls nach Südwest. Wir sind total gespannt auf Namibia, jeder sagt hier, ein tolles Land, eine lekker Reise... Und es soll warm werden, in der Namib und Etoscha-Pfanne bis 50°C, und das im Schatten (wenn es denn mal Schatten irgendwo geben sollte...) Aber da müssen wir wohl durch, zum Glück hat unser Wagen eine Klimaanlage (hoffen wir doch)... UND: RAUCHEN TUE ICH IMMER NOCH NICHT, obwohl die 10 Tage locker vorbei sind... Ist natürlich gut, dass Ellen und Ralph ebenfalls schon vor gut einem Jahr das Rauchen aufgegeben haben, also werde ich kaum mit dem Raucherproblem konfrontiert. Trotzdem: 10 Schachteln Zigaretten und Feuerzeuge habe ich heimlich im Gepäck verstaut, für alle Fälle...
Spät nachmittags am 18. Februar holten wir unseren Wagen am Flughafen in Kapstadt ab, einen knatschroten Toyota Condor Geländewagen, gerade mal 14000 km gelaufen, alles wunderbar in Ordnung mit diesem Ding. Am Abend dann wurde alles beladen, Ralph murmelte immer irgendetwas von einer Tonne Gepäck, die wir hatten. Heftig war es schon, allein 48 Liter Wasser führten wir mit, dazu kamen noch zwei 20 Literkanister mit Reservesprit, allerlei Gerätschaften, die man eventuell gebrauchen könnte, diverse Koffer, Taschen, Kühltaschen und so weiter, ein riesiger Berg, aber dank Harry, dem Lademeister, alles kein Problem mit dem Verstauen, jedenfalls noch nicht am Anfang... Denn der Wagen hatte schon einen sehr großen Kofferraum.
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