um Palmwag, 3. Mai
Für den Vormittag entscheiden wir uns für eine „self-guided tour“, was uns immer noch 190 N$ für das permit kostet, wofür weiß ich nicht so recht, sicherlich nicht um dafür Fahrwege zu reparieren, denn davon kann weiß Gott keine Rede sein, was wir später dann erleben werden.
Wir werden namentlich erfaßt, für den Fall, dass wir verlustig gehen. Dann geht’s aber los. Fahrer des Ausflugs ist Günther.
Unser 4-Rad getriebenes Fahrzeug ächzt über Stock und Stein und neigt sich verdächtig nach allen Seiten, man könnte seekrank werden, wird aber nicht. Günther meistert die fahrerische Herausforderung. Wir sind so auf die Fahrstrecke konzentriert, dass wir erst später, als der Weg etwas kommoder wird, ein Auge auf die Umgebung werfen können. Neben viel, viel afrikanischer Landschaft sind auch Tiere dabei, majestätische Kudus, grazile Springböcke, jede Menge Oryxe (das Wappentier von Namibia) und Bergzebren. Eine Riesenechse wird von uns als Varan erkannt. Eine Trinkpause wird eingelegt und natürlich fotografiert, „Ach ist das schön“.
Den Weg zurück zur Lodge treffen wir auf Anhieb, obgleich wir nicht so recht wissen warum, sind wir doch laut unserer Deutung der Karte wo ganz anders. Egal- wir sind auf der PAD D3706, die uns zurück in die Lodge führt.
Dort wird erst mal gepicknickt mit Wein, Brot, Käse und Teewurst (die, die wir gestern nicht gegessen haben, und die in Hessen auch Mettwurst genannt wird). Danach ruht man. Ich gehe baden, im eigentlichen Sinne natürlich nur und nehme Kontakt zu Mitgästen auf, die, die wir am Vorabend mißtrauisch am Nachbartisch beäugt und charakterisiert haben.
Eine abenteuerliche Fahrt, von unseren Guides glänzend bewerkstelligt. Die Wüstenelefanten, die geortet wurden, haben sich verdrückt, aber eine Giraffenherde, deren Hälse sich gen Himmel recken, beäugen uns neugiering. Unsere Guides unternehmen so ziemlich alles, um das Ziel des Ausflugs zu erreichen (sie werden dafür mit einem fürstlichen Trinkgeld belohnt), aber die Elefanten haben sich wohl hinter einem Busch versteckt. Wir erarbeiten Gelände, die ich nicht zu Fuß gehen würde, mir wird Angst und Bange. Ich bin erleichtert, dass sie irgendwann aufgeben, denn die Geländefahrt war aufregend genug. Zur Entspannung wird uns ein Sundowner vor malerischer Kulisse kredenzt. Wir haben zwar keine Wüstenelefanten gesichtet, aber wir haben überlebt.
Zurück in der Lodge bereiten wir uns das Abendessen vor was wieder sehr gut ist. Mit einigen Flaschen Wein beenden wir den aufregenden Tag.
Weiter zum nächsten Teil des Reiseberichts!
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