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Swakopmund und Walvis Bay und zurück, 1. Mai

 

Auch in Namibia ist der 1. Mai ein Feiertag, aber die Geschäfte sind dennoch geöffnet.
Nach dem wieder reichhaltigen Frühstück wird eingekauft. Bei Pick & Pay wird Proviant für die am nächsten Tag anstehende lange Tour nach Palmwag besorgt.
Dann treffen wir uns mit Edith und Paul zum heutigen Ausflugsprogramm.
 
Blick vom Turm des Woermann Hauses auf Swakopmund und den Atlantik1884 wird Südwestafrika deutsches Schutzgebiet.
In Swakopmund gingen die ersten 40 deutschen Siedler 1893 unter dem Schutz von 120 Soldaten an Land. Der Hafen von Swakopmund war der Alternativhafen zu Walvis Bay, damals noch in britischem Besitz. Innerhalb von kurzer Zeit entwickelte sich Swakopmund zu einem Handelszentrum. ‚
Bereits 1894 nahm die Hamburger Reederei Woermann einen regelmäßigen Frachtverkehr auf. Es wurde so gut wie alles was die Kolonie benötigte über Woermann abgewickelt. Innerhalb kurzer Zeit gehörten die Woermanns zu einer der reichsten Hamburger Familien.
In der Folgezeit entwickelte sich Swakopmund zur einem Städtchen im Stil der Kaiserzeit. Es wurde u.a. das alte Amtsgericht, der Bahnhof und das Woermann Haus errichtet. Swakopmund wurde zum wichtigen Handelszentrum der Kolonie „Deutsch-Südwest“.

Blick auf die Namib WüsteViele von den damals errichteten Gebäuden stehen heute noch, so u.a. der Bahnhof, in dem sich jetzt ein nobles Hotel eingerichtet hat, das alte Amtsgericht und das Woermann Haus, dessen Turm wir besteigen. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt, den Atlantik und die Wüste.
Dann werden noch einige Einkäufe getätigt, einen Sonnenhut für mich, als Ersatz für den vom Dach gerutschten, ein Perlhuhnbecher und für Jutta zwei safarietaugliche Hosen, von denen sie während des ganzen Urlaubs nicht lassen kann.
Nachdem diese Gelüste befriedigt sind, schlendern wir noch ein wenig durch den Ort und starten dann Richtung Walvis Bay zum Flamencos- und Pelikanegucken (für Nichteingeweihte: Flamingos anschauen). Wir finden sie nicht. Also machen wir kehrt und erobern stattdessen eine der großen Dünen vor Swakopmund (Jutta verfolgt unseren mühsamen Aufstieg vom Auto aus, das ja schließlich bewacht werden muß). Der Wind ist heftig, was den Aufstieg verschärft und es ist kühler geworden, so wie man das von Swakopmund kennt.
Nach diesem sportlichen Intermezzo fahren wir nach Swakopmund zurück und nehmen im Café Anton (auch eine Auf der Düne in der NamibRemineszenz aus der deutschen Vergangenheit) Kaffee und Kuchen zu uns. Dann wird schon mal getankt, denn wir müssen uns morgen zeitig auf die Söckchen machen.
Edith und Paul verlassen uns (vorher hat Günther es noch geschafft von Pauls Kamera sämtliche Bilder zu löschen, was in Paul absolut keinen Wutanfall ausgelöst hat, im Gegenteil, er hat Günther noch beruhigt, was für ein Gentleman!, schön war’s mit ihnen, sie erwarten heute noch andere Freunde, und wir begeben uns zurück ins Hotel, wo wir noch einige dry white wine zu uns nehmen. Dann werden die Koffer gepackt. Zum Abendessen gehen wir wieder in unser Lokal vom ersten Tag (Kelder), wohl wissend, dass wir dort bestens verköstigt werden. So ist es auch dieses Mal wieder.
Was fehlt für diesen Tag noch? Genau, der Absacker. Wir nehmen ihn im Hotel, andere Barbesucher kritisch kommentierend. Ach, macht das Spaß!
Nachtruhe oder auch nicht, um 22.30 Uhr.  

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