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Sesfontein - Opuwo - Hobatere, 6. Mai

 

Opuwo hat Benzin !!!??? Jutta ist wieder vollständig genesen.

Eingangstor zur Hobatere LodgeWir entscheiden uns, über Opuwo nach Hobatere zu fahren.
Bis Opuwo müßten wir eigentlich mit unserem Restbenzin kommen.
Nach einem eher spartanischen Frühstück beschicken wir unser Fahrzeug.
Sesfontein und Frau Wirtin ade, wir werden euch nicht unbedingt weiterempfehlen, war aber trotzdem eine weitere Erfahrung wert.
Fahrer des Tages: Günther.
Die Staatsstraße C43 ist alles andere als „smooth“. Es geht auf Holperstrecken bergauf und bergab und durch schier unüberwindliche tiefe Flußbette. An einem Steilstück kommt unser Fahrzeug zum Erliegen. Es herrscht eine angespannte Stimmung. Nach eingeschaltetem Kriechgang können wir die Fahrt fortsetzen. Am Ende des Steilstücks sitzen einige schwarze Straßenarbeiter und grinsen uns hämisch an. Wir sind wohl nicht die Ersten, die dort hängen bleiben. Nun entspannt, winken wir Ihnen zu.
Wir haben uns schon gewundert, als wir von weitem ein Stück asphaltierte Straße gesehen haben. Jetzt wissen wir warum. 
Die Strecke nach Opuwo zieht sich, die Tankreserve wird schon seit geraumer Zeit angezeigt. Natürlich schaffen wir es!!!
Die Landschaft ist reizvoll, große Rinderherden bezeugen die Viehzucht der Himbas und Hereros im Norden des Landes. Ganz unterschiedlich sind sie gezeichnet, und sie sehen so richtig proper aus. So ein saftiges Steak wär‘ jetzt nicht schlecht.
Echte SteinböckeEndlich ist Opuwo in Sicht. Die Tankstelle downtown finden wir auf Anhieb. Sie ist belagert von benzinhungrigen Fahrzeugen. Endlich sind wir dran, der Benzinhahn läuft und wir atmen erleichtert auf. Ein weiteres Benzinabenteuer Namibia ist zu Ende.
Um den Bereich der Tankstelle geht es munter zu. Aus dem nahegelegenen Einkaufszentrum strömen die Vertreter unterschiedlicher Stämme, kein Weißer ist dabei.
In strahlenden Farben gekleidete Hereros und spärlich gekleidete Himbas. Einige Himbamädchen betteln uns an. Sie scheinen sich von der Himbatradition gelöst zu haben und wollen nun in der Stadt ihr Glück suchen. Nach ein paar Einkäufen verlassen wir Opuwo wieder. Diesen Namen werden wir uns für immer merken.
Auf der geteertenC41 fahren wir nach Osten bis wir auf die C35 stoßen. Dann geht’s nach Süden Richtung Kamanjab auf einer gut zu befahrenen gravel road. Die Landschaft ist eine Wohltat für’s Auge, viel Grün und jede Menge Rinder die nur zögerlich die Straße freigeben.
 
Straßenarbeiten verzögern die zügige Fahrt gen Hobatere. Endlich, ca. 20 km vor Kamanjab kommt der Abzweig nach Hobatere. Es sind 16 km bis zur Lodge. Diese Strecke haben wir noch vom letzten Mal als fahrerisch herausfordernd gut in Erinnerung.
Gleich zu Beginn begrüßen uns zwei auf einem Felsen stehende Steinböckchen. Wie zwei vom Tourismusverband positionierte Plastiken stehen sie da. Ein Augenzwinkern verrät uns, die sind echt.!
Der Abschnitt bis Hobatere ist gut zu befahren, man hat wohl einige Teilstücke entschärft. Nach unerwartet kurzer Zeit, haben wir unser geliebtes Hobatere erreicht. Es wird uns doch nicht enttäuschen! Unser DuMont Führer spricht in sehr mäßigen Tönen von Hobatere.
Wir werden mit Kaffee begrüßt, den wir auf der Terrasse einnehmen. Ein schweizer Ehepaar gesellt sich zu uns (wie beim letzten Mal). Es werden Erfahrungen ausgetauscht; auch sie hatten Tankprobleme. Als „echten“ Einstand gönnen wir uns eine Flasche Spierwein.

Tankstelle in OpuwoDann wird das Auto ausgeräumt und wir beziehen unsere Hütten, 1. und 2, wie gehabt.

Die Hütten sind unverändert. In diesem Fall leider, denn Raum und Bad und Toilette sind nur durch eine texanische Bar-Schwingtür getrennt, was eine gewisse Wahrung der Intimsphäre vermissen läßt. Das ist aber das einzige was zu bemängeln ist.

Nach dem Einräumen schließt sich eine weitere white wine Runde an. Weitere Gäste treffen ein, die wir jedoch als recht stoffelig einstufen, kein guten Tag, hello oder sonst was.

Das Abendessen in Form eines Buffets wird auf der Terrasse eingenommen. Die schlechte Kritik unseres Reiseführers können wir nicht verstehen. Wir ziehen uns früh in unsere Hütten zurück; der Strom wird um 22.00 Uhr abgeschaltet.

Günther verkriecht sich unter sein Moskitonetz, ich ziehe den netzfreien Schlaf vor.
Für morgen früh ist eine Fußwanderung geplant. Die Nachtruhe wird von Löwengebrüll unterbrochen.

Weiter zum nächsten Teil des Reiseberichts!
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