Kapstadt - Robben Island, 21. Mai
Nach dem Frühstück lasen wir uns vom Shuttlebus wieder zum Clocktower transportieren. Heute wollen wir eine Schifferlfahrt zur Robben Island wagen.
Oh Wunder, die Sonne scheint, da sieht doch alles viel freundlicher aus.
Um 10.00 Uhr legt die Fähre zur 11 km entfernten Robben Island ab. Für den Ausflug nimmt man uns 150 Rand pro Person ab. Die Fahrt dauert etwa 35 Minuten. Der Himmel ist blau und das Meer ist ruhig, so können wir die kurze Fahrt genießen ohne uns um Regenschutz zu bemühen.
Auf der Insel angekommen, werden wir und alle anderen Mitreisenden in Busse verfrachtet und über die Insel gefahren. Unser Guide erzählt uns eine Menge über die Geschichte der Insel, auf der ursprünglich Leprakranke isoliert wurden und über das berühmte Gefängnis, das wohl als bekanntesten Insassen Nelson Mandela „beherbergt“ hat und das für 27 Jahre bis zu seiner Entlassung 1991. Ein ehemaliger Gefangener (er hat eine Menge zu erzählen) zeigt uns dann den Gefangnisbereich, den Exerzierplatz, den Steinbruch und andere „Un“anehmlichkeiten der Anlage.
Ganz so grausam fand ich das Leben dort für die Gefangenen nicht, es gibt ganz andere Beispiele. Die Gefangenen bekamen regelmäßig zu essen (je höher die Prominenz des Gefangenen war, um üppiger war die Kost) und sie wurden ärztlich versorgt. Aber das Gefängnis wurde wohl aus Propagandagründen zu Pretorias „Horrorkerker“ erklärt. Eins ist klar; es ist ausbruchssicher, alle Ausbruchsversuche scheiterten mehr oder weniger. Kein Kontakt zur Außenwelt für die Gefangenen wird uns erklärt, wie nur konnte Mandela seinen politischen Einfluß pflegen?
Für uns ein interessanter Ausflug, den wir um 13.30 Uhr mit der Ankunft zurück in Kapstadt an der Waterfront beenden.
Die Sonne scheint immer noch, nur ein kleines Wölkchen klammert sich an den Tafelberg. In einem Lokal am Wasser (mit Seal Depot) machen wir eine Pause bei Fish and Chips (Jutta nimmt einen Hamburger). Wir sitzen am Wasser und genießen die wärmende Sonne, Negerkinder tanzen für ein geringes Handgeld.
Ein kleiner Rundgang durch die Victoria Wharf, wo Jutta noch eine Kleidchen für Hanna (Rüdiger ist ja nun versorgt, jetzt weiß ich’s wieder, Rüdiger ist der Nachbar) und Günther ein T-Shirt für Franz erstehen. Dann treten wir den nun schon vertrauten Heimweg zum Hotel an.
Die Waterfront ist belebt, Musik und Darbietungen an allen Plätzen.
Im Hotel angekommen, nehmen wir 1 bis 2 Gläser Wein an der Bar und beschließen damit den Nachmittag.
Um 19.30 Uhr Abendessen in der Bar mit typisch afrikanischen Gerichten, Hamburger und Steaksemmel.
Was dann noch folgt ist klar.
Weiter zum nächsten Teil des Reiseberichts!
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