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Hobatere, 7. Mai

 

Um 05.45 Uhr ist für uns die Nacht vorbei, der morgentliche Ausflug steht an.
Nach dem Morgenkaffee marschieren wir und das schweizer Ehepaar mit unserem Guide Martin in den neuen Tag hinein. Wir sind gespannt, was uns zu so früher Stunde alles begegnet. Viel ist das nicht, keine Elefanten, auch die Löwen, die nachts auf der Jagd waren, zeigen sich nicht, vielleicht sind sie einfach vom jagen so erschöpft, dass sie irgendwo, für uns nicht sichtbar, rumliegen und sich ausruhen. Wir sind aber auch mit weniger spektakulärem Wild zufrieden, wie Klippspringer, Klippschliefer, Giraffen und Agamen. Wir marschieren über Mopane bedeckte Hügel und machen Bekanntschaft mit dem Wunderbaum und dem Rotbusch. 

Hier ein spärlicher Ausflug in die Botanik, dank Wikipedia

Wunderbaum (Nachtschattengewächs):
aus den Samen wird das Rizinusöl gewonnen, das nicht nur von der Medizin als Abführmittel eingesetzt wird, es dient auch der Kunststofferzeugung, der Energiegewinnung und wird von der Kosmetik Industrie u.a. bei der Herstellung von Lippenstiften, Schampoos und anderen Kosmetika verwendet. Die Samenhülsen sind hochgiftig.
Rotbusch (Hülsenfrucht)
africaans Rooibos, rooi: rot, bos: Busch
aus den Hülsen wird der Rooibos Tee hergestellt. Den Namen erhielt er wegen der roten Farbe des Aufgusses. Er findet auch Verwendung in der Kosmetikindustrie, z. B. als Haarfärbemittel
Mopane (Hülsenrucht):
Verbreitung nur im südlichen Afrika. Blätter dienen Elefanten, Giraffen und Nashörnern als nahrhaftes Futter. Das Holz des Mopanebaums wird für Eisenbahnschwellen verwendet und dient Eingeborenen als Bauholz für ihre Kraals.
Da es eines der härtesten Hölzer ist, kommt es auch für Bodenbeläge und Zäune zum Einsatz. Es ist schwer zu bearbeiten und wird daher es auch von Termiten gemieden.
 
So, zurück nun zur Gegenwart.
Nach 2 Stunden kehren wir zurück zur Lodge, ohne spektakuläre Erlebnisse, aber zufrieden und frühstückshungrig.
Nach einem ausgiebigen Frühstück wird gefaulenzt. Ein Kurzausflug zum Hochsitz außerhalb des Camps wird uns untersagt, da es in der Gegend viele nicht gerade Schmuse-Katzen gibt, die uns vielleicht nichts Gutes wollen. So begnügen wir uns mit der Aussichtsplattform am Schwimmbad. Zu sehen gibt’s aber nichts, außer viel Afrika Landschaft. Noch bei unserem letzten Besuch war das Camp ungeschützt. Elefanten hielten das Schwimmbad für ein Wasserloch und nahmen einen Drink. Das ist nun vorbei. Auch der aggressive Haus-Oryx mußte sich ein anderes Betätigungsfeld suchen.
Da wir nichts Aufregendes erspähen, gehen wir baden; mal wieder nur H.-J. und ich. Die Sonne brennt.
Die Siesta wird durch einen kleinen vegetarischen Imbiss unterbrochen und Wein, versteht sich.
Die Zeit bis zur Nachmittagsausfahrt vertreiben wir uns mit dem Kauf von T-Shirts und Ansichtskarten. Juttas Entscheidungsfreudigkeit ist nicht sehr groß (zum Leidwesen von H.-J.), soll doch auch unbedingt was für Kinder und Enkel erstanden werden. Was es wird, weiß ich nicht mehr.
Vor der Nachmittagsausfahrt wird noch Kaffee getrunken und Mitfahrende kritisch beäugt. Es sind dieselben, die wir schon gestern als stoffelig und wenig kommunikativ eingestuft haben. An unserer Einschätzung hat sich nichts geändert. Unser schweizer Ehepaar ist leider schon abgereist.
Martin ist wieder unser Guide. Diesmal werden wir in einem offenen Landrover chauffiert. Die Tierwelt ist erwacht: Herden von Bergzebren, Oryxen und Springböcken beleben die herrliche Landschaft; ein majestätischer Kudu, ein Ohrengeier und 2 Giraffen am Horizont. Das sind die tierischen Erlebnisse des Ausflugs. Schön war’s mal wieder, obwohl wir zusätzlich gegen ein bis zwei Elefanten nichts gehabt hätten.
Zurück zum Camp testen wir ausnahmsweise mal die Bar. Sorry, der Spier Wein ist uns ausgegangen. So was hatten wir doch schon mal gehört, jedoch nicht mit Spier. Man hat ja direkt den Eindruck, als ob wir alle Camps leertrinken.
Zum Abendessen gibt es Grillbüffet.
An der Bar noch ein Absacker, dann geht’s zurück in die Hütten. Keine Moskitos in Sicht.
Nachts brüllen wieder die Löwen.


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