Sicherheit in Mosambik

Die instabile politische Lage, klimatische Eigenarten, steigende Kriminalität und Infektionskrankheiten stellen für Reisende in Mosambik die wesentlichen Gefahrenquellen dar. Mit etwas Umsicht und unter Berücksichtigung der folgenden Hinweise kann das Problem jedoch kontrolliert und die Reise in Mosambik richtig genossen werden.

Bevölkerungsunruhen

In Mosambiks Hauptstadt Maputo und ihrer Umgebung ist aufgrund von Missstimmungen in der Bevölkerung jederzeit mit spontanen Ausschreitungen, teilweise auch gewalttätiger Natur, zu rechnen. Dadurch werden zum einen Verkehrswege unmittelbar unpassierbar, zum anderen ist für Touristen, die sich plötzlich in einem Tumult wieder finden, Gefahr für Leib und Leben gegeben. Darum sind beim dortigen Aufenthalt äußerste Wachsamkeit und Vorsicht dringend geboten. Wer bemerkt, dass Einheimische auf einmal zu Gruppen zusammenkommen, sollte sich schleunigst von der aufkommenden Gefährdung entfernen. Grundsätzlich wird vom Aufenthalt in Städten abgeraten.

Regenzeit in Mosambik

Wenn in Mosambik die Regenzeit herrscht, werden die meisten Straßen, auch die großen (z.B. der Beira-Korridor), unpassierbar. Durch das Hochwasser kann es sogar erforderlich werden, dass die Wohngebiete der Einheimischen vorübergehend evakuiert werden müssen. Wenn dies der Fall ist, ist die Infrastruktur stark behindert und es besteht Seuchengefahr. Außerdem ist in dieser Jahreszeit ständig mit der Bildung von verheerenden Tropenzyklonen zu rechnen. So wurde z.B. Anfang März 2008 das beliebte Touristenziel „Ilha de Moçambique“ weitgehend zerstört. Aus all diesen Gründen ist die Regenzeit ein denkbar ungünstiger Termin für einen Aufenthalt in Mosambik.

Kriminalität

Überlandfahrten nach Sonnenuntergang bergen zwei Gefahren. Zum einen sind gewalttätige räuberische Übergriffe sehr wahrscheinlich, zum anderen besteht auf einigen Strecken ein Restrisiko, auf eine Mine zu treffen. In Mosambik existieren noch zahlreiche Minenfelder, von denen einige auch unmarkiert sind. Daher sind Überlandfahrten nach Möglichkeit grundsätzlich zu vermeiden.

Mosambiks Städte sind leider zum bevorzugten Aufenthaltsort gewaltbereiter Krimineller geworden, die bewaffnet und rücksichtslos zur Straftat schreiten. Die örtliche Polizei steht diesen Entwicklungen hilflos und handlungsunfähig gegenüber. Bevorzugte Opfer der Überfälle, Angriffe und Einbrüche sind Ausländer. Aus diesem Grund kann Reisenden nur dringend davon abgeraten werden, sich in städtischen Bereichen ohne wirksamen Schutz aufzuhalten.

Infektionskrankheiten

Das Auswärtige Amt rät zu einem aktiven Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung, Hepatitis A und B, Tollwut und Typhus.

Die Malaria, das Dengue- und das Chikungunya-Fieber sind in Mosambiks Küstenregion weit verbreitet. Während mit einer rechtzeitigen Malaria-Prophylaxe dieser Krankheit wirksam vorgebeugt werden kann, hilft gegen die durch Mückenstiche übertragenen beiden Fieberarten nur ein lückenloser Mückenschutz. Geeignete Körper bedeckende Kleidung, flächendeckender Anti-Mücken-Mittel für alle freiliegenden Hautpartien und ein Moskitonetz über der Schlafstatt sind sinnvolle Vorsorgemaßnahmen.

Das Baden in Süßwassergewässern führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Bilharziose und ist daher grundsätzlich zu vermeiden.

Wer ungeschützte sexuelle Kontakte mit Einheimischen hat, kann sich mit großer Wahrscheinlichkeit mit dem HIV-Virus infizieren. ( Wie in jedem anderen Land auch!)
Die medizinische Versorgung in Mosambik muss nach europäischen Maßstäben als erschütternd schlecht bezeichnet werden. Ohne eine umfassende und dort gültige Krankenversicherung und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sollte kein Europäer nach Mosambik reisen. Das Mitführen einer bedarfsgerecht und mit Voraussicht zusammengestellten Reiseapotheke ist dringend anzuraten.

 

Weitere Sicherheitstipps

Weitere Sicherheitstipps finden Sie unter der Website des Auswärtigen Amts!