Nationalparks und Schutzgebiete in Marokko

Marokko, ein landschaftlich abwechslungsreicher Staat im Nordwesten von Afrika, bietet eine Vielzahl an Nationalparks an. Die wichtigsten werden wir hier kurz vorstellen, für alle ist dies leider nicht möglich.

So viele Nationalparks wie sonst kaum in Afrika

Der Al-Hoceima-Nationalpark liegt in der Nähe der Stadt Al-Hoceima und besitzt eine Fläche von etwa 470 Quadratkilometern. Er liegt im Osten des Landes, allerdings direkt an der Küste.

Der Ifrane-Nationalpark liegt im Moyen-Atlas und erstreckt sich über ca. 500 Quadratkilometer. Neben Zedernpflanzen sollen hier vor allem Makakken geschützt werden, der Berberaffe ist in seiner Existenz bedroht, lebt hier aber unter guten Voraussetzungen.

Der Souss-Massa-Nationalpark verfügt über 35.000 Hektar Fläche, liegt an der südlichen Küste von Marokko und wurde erst 1991 gegründet. Vor allem Ibisse leben hier, die in diesem Schutzgebiet in Ruhe leben und brüten können. Hier lieben fast 95% der Weltbevölkerung der Ibisse. An den Küstensteppen finden diese ausreichend Nahrung. Viele weitere Tiere leben im Souss-Massa-Nationalpark. Um die Ibisse weiter zu schützen, wurden sogar extra Pläne für einen großen Hotelkomplex in diesem Bereich aufgegeben.

Der Tazekka-Nationalpark wurde 1950 gegründet, ursprünglich sollten damit die dort reichhaltig vorhandenen Zedern geschützt werden. Das damals nur knapp 6 Quadratkilometer umfassende Gebiet wurde 1989 auf 120 Quadratkilometer ausgeweitet. Seitdem ist es von großer ökologischer Wichtigkeit, vor allem der Schutz seiner Eichenbäume. Das Gelände liegt am mittleren Atlas, in der Nähe der Stadt Taza.

Toubkal-Nationalpark ist der älteste in Marokko

Das Angebot an Nationalparks in Marokko ist allerdings so umfassend und überwältigend, dass uns bei den vielen weiteren Nationalparks nur bleibt, sie hier lose aufzuzählen, als da wären: der Ayachi Nationalpark, der Bou Arfa Nationalpark, der Dakhla Nationalpark, der Nationalpark im Golf von Khnifiss, der Nationalpark der Insel Essaouira, der Merdja Zerka Nationalpark, der Talassemtane Nationalpark und zu guter Letzt der Tazerkourt Nationalpark. All jene haben ihre Reize und Vorzüge und sind sicher einen Besuch wert, sie alle einzeln vorzustellen, würde hier jedoch den Rahmen sprengen.

Die Nationalparks Marokkos umfassen auch historische StättenDazu kommt im gesamten Land Marokko eine vielfältige Vogelpracht, ebenso wie es überall außerhalb der Städte Hyänen anzutreffen gibt.

Der älteste Nationalpark in Marokko ist der Toubkal-Nationalpark, der um den Berg Toubkal herum gestaltet wurde. Dieser Berg ist mit 4.200 Metern Höhe der höchste Berg in ganz Nordafrika. Früher lebten hier auch noch Berber-Leoparden, diese wurden allerdings schon seit langer Zeit nicht mehr gesichtet.

Wer nicht nur Berge oder Tiere faszinierend findet, sondern auch einem Trip durch die Wüste etwas abgewinnen kann, der ist ebenfalls in Marokko an der richtigen Stelle. Der D’Iriqui-Nationalpark liegt bereits in der Sahara, er offeriert die typische Wüsten-Vegetation dieser Breitengrade. Da mit der kargen Ernährungsmöglichkeit nur wenige Tiere hier überleben können, findet man hauptsächlich Gazellen und Antilopen, die hier leben.

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