Gesundheit in Libyen

Im Folgenden einige Hinweise und Ratschläge zur gesundheitlichen und medizinischen Situation bzw. Sicherheit in Libyen:

Impfungen

Eine Impfung gegen Gelbfieber ist nur dann nötig, wenn der Einreisende aus einem von Gelbfieber betroffenen Gebiet aus einreist. Übliche Standardimpfungen sollten allerdings trotzdem durchgeführt werden, bevor man seine Reise beginnt. Dazu zählen Impfungen gegen Polio, Hepatitis A, Masern, Mumps, Röteln. Wer länger als vier Wochen in Libyen bleiben will oder wird, sollte sich zusätzlich gegen Typhus, Tollwut und Hepatitis B impfen lassen.

HIV/AIDS

Es gibt keine Region auf der Welt, die von dieser Krankheit nicht betroffen ist, wer also ungeschützten Sex ausübt, riskiert stets eine Infektion. Für Libyen liegen allerdings keine genauen Zahlen vor. Die Infektionsrate ist deutlich niedriger als in Zentral-, West- und Südafrika, dennoch kann ein Risiko bei Kontakten, die zu einer Übertragung führen können, natürlich nicht ausgeschlossen werden.

Durchfallerkrankungen

Wie für fast alle afrikanischen Länder gilt auch für Libyen, dass man bezüglich Trinkwasser und Lebensmitteln bestimmte Vorsichtsregeln walten lassen sollte. Das bedeutet u. A., kein Leitungswasser zu konsumieren, sondern Flaschenwasser zu verwenden. Im günstigsten Fall auch für das Geschirrspülen sowie die Körperpflege. Bei Lebensmitteln ist darauf zu achten, dass diese geschält bzw. gekocht werden müssen. Die Hände sollten vor dem Essen immer mit Seife gewaschen werden, wie man ohnehin so häufig wie möglich Seife oder ein Desinfektionsmittel nutzen sollte. Auszuschließen sind Durchfallerkrankungen auf diese Weise nicht, das Risiko einer Erkrankung wird allerdings deutlich gesenkt.

Malaria

Im nördlichen Teil Libyens treten keine Fälle von Malaria auf, selten kommt es im Süden des Landes, an den Oasen, zu Malaria-Erkrankungen. Die Krankheit wird durch Mückenstiche von mehrheitlich nachtaktiven Mücken übertragen. Allerdings gibt es andere Krankheiten als Malaria, welche in Libyen auftreten. Dazu zählen zum Beispiel Leishmaniose und Phlebotomus.

Gifttiere

Wie in vielen afrikanischen Ländern existieren auch in Libyen giftige Schlangen, Spinnen und Skorpione. Auch andere, in Mitteleuropa harmlose Tiere können eine Gefahr für die Gesundheit darstellen, so z. B. Tausendfüßler oder Raupen.

Die allgemein medizinische Versorgung in Libyen ist nicht mit Europa zu vergleichen, wie so häufig ist sie in der Hauptstadt des Landes noch akzeptabel, in anderen Regionen aber oft unzureichend. Es fehlt an Technik, Apparaten und oft auch an den eigentlich erforderlichen hygienischen Standards.

Anmerkung: Für alle medizinischen Hinweise gilt, dass sie in keinem Fall eine ärztliche Beratung ersetzen. Wir übernehmen keine Gewähr für Richtigkeit oder Vollständigkeit der Angaben.