Der zweitgrößte Nationalpark in Afrika und der größte Nationalpark in Sambia ist der Kafue-Nationalpark, benannt nach dem Fluss Kafue, der über fast 1000 Kilomter durch Sambia fließt und schließlich in den noch größeren und längeren Sambesi River mündet. Da er so viel Wasser mit sich führt und seine Route auch durch das Gebiet des Kafue-Nationalparks verläuft, ist er für die Artenvielfalt und Belebtheit dieser Region Gold wert. Wobei in diesem Fall das Gold aus Wasser besteht.

Bei seinem Verlauf durch den Kafue-Nationalpark bildet er auch oft, vor allem in der Trockenzeit, Sandbänke und kleine Inseln auf seiner eigentlichen Oberfläche. Zwei weitere Flüsse münden hier in den Kafue, so dass er noch an Größe wächst. Bei seinem weiteren Weg streift er die Busanga-Ebene, die als eines der besten Wildlife-Gebiete in ganz Afrika gilt.

Kafue River ist der größte nur in Sambia befindliche Fluss und Namensgeber

Hier leben Büffel, Zebras oder Antilopen in rauen Mengen, während das selbe Gebiet in der Regenzeit vom Fluss Lufupa überschwemmt ist. Ein Indiz dafür, dass ein Besuch des Kafue-Nationalparks in der Trockenzeit die deutlich bessere Empfehlung ist, wie dies aber generell für eine Reise nach Sambia gilt.

Eingerichtet wurde der Park im Jahr 1924 von den britischen Kolonialherren, wobei damals das Volk der Nkoya zwangsumgesiedelt wurde, um den neu entstandenen Nationalpark alleine nutzen zu können.

Der Großteil der Landschaft ist flach und eben, mit nur wenigen hügeligen Anteilen rund um Chonga und Ngoma. Die höchste Erhebung erreicht gerade einmal 120 Meter, so dass man im Kafue-Nationalpark tatsächlich die riesige Weite dieses zweitgrößten afrikanischen Nationalparks erleben kann. In Zukunft wird er aller Voraussicht nach Teil des 5-Nationen Nationalparks namens Kavango-Sambesi Transfortier Conversation Area werden. Dieses wird extra eingerichtet, um den riesigen Herden an Wildtieren noch problemloseren Lauf entlang ihrer klassischen Routen durchs südliche Afrika zu ermöglichen.

Safari im Kafue-Nationalpark: sehr typisch afrikanisch

Bei Safaris durch den Kafue-Nationalpark stößt man dann auch heute schon auf dieses reichhaltige Vorkommen an größeren Wildtieren. 55 verschiedene Tierarten hat man hier gezählt, vor allem jene, welche die Szenerie so typisch afrikanisch werden lassen: Zebras und Antilopen, Büffel und Nashörner, Elefanten und Hyänen.

Doch auch die Pflanzenwelt lebt hier vom Wasser des Kafue-Flusses und seinen Zuflüssen. Mopane beispielsweise existiert nur in einem bestimmten Gürtel entlang des südlichen Afrikas, der Kafue-Nationalpark zählt zum Verbreitungsgebiet. Überhaupt erreichen die Bäume hier bis zu 18 Metern an Höhe und prägen das Landschaftsbild entscheidend mit. Wie alles ein bisschen größer ist unter der Sonne Afrikas.

Gut erreichbar vor allem in der Trockenzeit

Gelegen ist er in den etwas seltsam geformten Landesgrenzen von Sambia relativ zentral im westlichen Teil. Üblicherweise fährt man über die Great Western Road zum Kafue Nationalpark. Andere Strecken sind nicht so gut ausgebaut und ermöglichen kaum die Zufahrt währen der Regenzeit, aber selbst dann ist die Great Western Road gut befahrbar.

Warum also für eine Afrika-Safari nicht den Kafue-Nationalpark auswählen, der sich anhand seiner Vielfalt und Größe sowie Zugänglichkeit empfiehlt. Und im zweitgrößten Nationalpark Afrikas war man damit dann ebenfalls schon einmal.