Guinea - Reisen - Schutzgebiete

Nationalparks und Schutzgebiete in Guinea

Guinea, einer der vielen eher kleineren Staaten in Westafrika, mit 10 Millionen Einwohnern, verfügt nicht über so viele Nationalparks wie Ghana, die Elfenbeinküste oder Nigeria.

Kleines Land mit sehenswerten Nationalparks

Dennoch bietet auch Guinea etwas für Freunde der Tier- und Pflanzenwelt in Afrika. So ist der Nationalpark um den Mount Nimba herum bereits seit 1981 Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Der Berg selbst ist beinahe 1.800 Meter hoch, grenzt im Süden an die Elfenbeinküste und das gesamte Areal ist von ausgesprochenem landschaftlichen Reiz. Allerdings sollten Touristen gewarnt sein: nicht überall ist das Betreten des Schutzgebietes erlaubt, sondern vielmehr sogar bei teils hohen Strafen verboten. Es gilt also, sich gut zu informieren, bevor man in diese Region aufbricht.

Der „National Park of Upper Niger„, also der Nationalpark des oberen Niger ist nicht, wie der Name vielleicht irreleitend vermuten lässt, in Niger gelegen, sondern in Guinea. Er umfasst etwa 6.000 Quadratkilometer. In ihm liegt z. B. der Mafou-Wald, das letzte verbliebene Stück Trockenwald in Guinea. Der Park besteht aus einer Kernzone von etwa 600 Quadratkilometern, der Rest der Fläche stellt eine so genannte Pufferzone dar. Hier leben viele Schimpansen, Löwen, und unzählige weitere Tierarten. Elefanten gibt es hier jedoch wie an vielen anderen Orten in Afrika seit geraumer Zeit nicht mehr.

Trockenwald mit Schimpansen und Löwen

Weiterhin sind Wilderer ein großes Problem für den Tierbestand des Nationalpark des oberen Niger in Guinea. Obwohl die verantwortlichen Behörden intensiv dagegen ankämpfen, konnte dieses Verbrechen noch nicht völlig ausgerottet werden.

Vor allem im Hochland von Guinea gibt es noch tropische Regenwälder, in denen natürlich auch eine dementsprechende Zahl an unterschiedlichen Pflanzen und Tieren lebt.

Im Gegensatz zu den meisten afrikanischen Ländern mangelt es in Guinea nicht an Wasservorkommen, so dass das Land insgesamt als äußerst grün zu bezeichnen ist. Hier münden viele Flüsse ins Meer oder ineinander und ermöglichen so eine besonders üppige Vegetation. So bietet Guinea ein Paradies für Foto-Interessierte, aber auch für jene, welche einfach die herrliche Atmosphäre und die beeindruckenden Bilder genießen wollen.