Ghana - Reisen - Sklavenfort

Sicherheit in Ghana

Die Sicherheitslage in Ghana ist als durchaus zufriedenstellend zu bezeichnen, insbesondere im innerafrikanischen Vergleich. Allerdings leidet die Hauptstadt Accra zunehmend unter Kriminalität. Dies wirkt sich vor allem an neuralgischen Punkten wie dem Flughafen, dem bekannten Geschäftsviertel Osu sowie jenen Stadtteilen aus, die mehrheitlich oder zu großen Teilen von Ausländern bewohnt werden. Die Zahl der Diebstahl- und Gewaltvergehen geht dabei in enorme Höhen.

Eine Region in Ghana macht allerdings durch mehr als nur Kleinkriminalität auf sich aufmerksam, und das ist die Region Upper East. Hier kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Gruppierungen, bei denen auch Waffengewalt eine Rolle spielt. Aufgrunddessen haben viele Menschen diese Region verlassen, was dazu führt, dass die Versorgungslage in manchen Bereichen deutlich schlechter geworden ist. Bevor Reisen in die Upper East Region geplant bzw. angetreten werden, sollte man sich über den aktuellen Stand bezüglich der Lage dort informieren.

In Bawku besteht eine Ausgangssperre von 23h bis 6h, in Gushiegu dauert diese von 0h bis 4h am Morgen.

Im übrigen Rest des Landes ist allerdings von einer niedrigen Kriminalitätsrate auszugehen. Allerdings wird auch vor kleineren Hotels in Accra gewarnt, welche nicht immer sicher sind.

Für den normalen Touristen kaum von Relevanz, dennoch bemerkenswerter, so spielt Ghana beim Internetbetrug eine weltweit nicht unbedeutende Rolle. Der Betrug geschieht in Form von Hoax-Mails, die mit falschen Versprechungen Geld von wohlhabenden Bürgern aus der ganzen Welt zusammentragen, für das natürlich keine Gegenleistung erfolgt. Ein anderer Weg ist, in Emails eine Notlage vorzutäuschen und um Spenden bzw. Unterstützung zu bitten.

Die Verkehrslage in Ghana ist ebenfalls vergleichsweise gut, dazu gehören im Grunde auch die Überlandstraßen. Dennoch ist hier immer wieder mit Schlaglöchern zu rechnen. Nicht nur deshalb, sondern auch wegen der Fahrweise der Einheimischen ist die Unfallgefahr sehr hoch. Da Beleuchtung an den Straßen fast im ganzen Lande fehlt, sollte auf Fahrten in der Nacht verzichtet werden.

Eine besondere Warnung geht vom Auswärtigen Amt in Bezug auf das Verhalten von Taxifahrern in Ghana aus. Zum einen gibt es starke Tendenzen, insbesondere Touristen aus Industrienationen beim Fahrpreis zu betrügen. Zum anderen kommt hinzu, dass es in Ghana zwar offiziell Straßennamen gibt, diese in Ermangelung von Schildern aber in der Bevölkerung kaum bekannt sind. Der normale Fahrpreis liegt deutlich unter vergleichbaren Taxi-Kosten in Deutschland, weshalb man hier aufmerksam sein sollte. Eine gute Empfehlung ist es auch, viel Wechselgeld in Scheinen parat zu haben, um nicht auf vermeintliches Fehlen von Wechselgeld beim Taxifahrer hereinfallen zu müssen.

Wer mit öffentlichem Verkehr reisen will, muss sich allerdings auf afrikanische Verhältnisse einstellen: Die Busse und Bahnen sind vorhanden, doch existieren keine festen Abfahrtszeiten.
Eine Warnung ergeht auch bezüglich der Nutzung von zwar sehr erschwinglichen, aber oft unsicheren Kleinbussen (den so genannten Tro-Tros), die als sehr unfallträchtig gelten.

Informationen vom Auswärtigen Amt zur Sicherheit in Ghana

Anmerkung: Natürlich sind diese Angaben ohne Gewähr. Es gilt immer, sich selbst beim Auswärtigen Amt über den aktuellen Stand der Sicherheitslage zu  informieren.