Nationalparks und Schutzgebiete in Gambia

Gambia ist der kleinste Staat auf dem afrikanischen Festland, dennoch gibt es eine nicht geringe Anzahl an Nationalparks und Naturschutzgebieten innerhalb dieser kleinen Fläche des Landes. Und zwar besitzt Gambia drei echte Nationalparks, zwei Naturreservate, eben so viele Feuchtlandreservate und ein schlicht Reservat genanntes Gebiet an der Küste.

Kleines Land, große Auswahl

Der Niumi Nationalpark liegt ganz im Westen des Landes. Er selbst ist mit nur 5000 Hektar sehr klein, schließt aber an einen anderen Nationalpark im Süden an den Delta du Saloum Nationalpark an.

Der Kiang West Nationalpark besteht hingegen aus 50.000 Hektar und liegt zentral im Land. Er wurde 1987 unter Anderem mit deutscher Hilfe eingerichtet. Seine Fläche besteht größtenteils aus Galeriewäldern und Feuchtsavannen.

Der River Gambia Nationalpark soll hier nicht allzu viel Beschreibung wert sein, ist er doch leider für Publikum nicht zugänglich. Da hier allerdings Schimpansen wieder ausgewildert werden, unter professioneller Betreuung natürlich, gibt es keinen Zweifel daran, dass dies eine gute Maßnahme ist.

Das Vogelparadies im westafrikanischen Gambia

Das Tanji Bird Reserves, eines der Naturreservate, ist wie der Name schon erahnen lässt, mehrheitlich als Vogelschutzgebiet gedacht. Nur hier brüten die seltenen Raubseeschwalben, es existieren Mittelmeer-Mönchsrobben sowie Delfine und Schildkröten. Gleichzeitig umfasst das Gebiet die einzige Hochseeinsel des Staates Gambia, die Insel Bijo(die allerdings aus mehreren kleinen Inseln besteht).

Gambia - Reisen - Delfine

Das bekannteste Naturschutzgebiet ist allerdings das Abuko-Naturreservat: Es ist etwa 100 Hektar groß, und liegt fast direkt an der Atlantikküste. 1968 eingerichtet, ist es vom Area Kombo-St.Mary aus gut zu erreichen. Da in der Nähe auch der Banjul International Airport von Gambia liegt, ist es auch für Touristen ein Leichtes, dieses Naturschutzgebiet zu erreichen. Im Gegensatz zu vielen anderen National- und Naturparks in Afrika besuchen das Abuko-Naturreservat dementsprechend auch über 30.000 Touristen im Jahr und somit knapp jeder Dritte von allen nach Gambia einreisenden Menschen.

Weitere erwähnenswerte Schutzgebiete sind das Bao-Bolong-Wetland-Reserve, 1993 mit etwa 3.500 Hektar eröffnet, später auf 22.000 Hektar erweitert, sowie der Tanbi Wetland Complex mit 4.500 Hektar im Westen der Mündung des Flusses Gambia.

Touren durch das Tanji Bird Reserve gibt es zum Beispiel hier

Informationen über das Delta du Saloum hier.