Namibia - Reisen - Waterberg

Waterberg in Namibia

Eines der Wahrzeichen von Namibia ist der Waterberg, ein Berg mit einer weiten Gipfelebene und ausgeprägten Steilhängen. Er entstand vor ca. 200 Millionen Jahren aus einer Sandschicht. Nördlich von Windhuk erhebt er sich heute auf bis zu 400 Metern über das umgebende Flachland.

Die Gipfelebene des Waterbergs beherbergt seit 1972 auf ihren 40.500 ha einen Nationalpark. Auf geführten Wanderungen haben Besucher hier die Möglichkeit, seltene Tiere und Pflanzen in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten und erleben zu können. Elenantilopen, Breit- und Spitzmaulnashörner, afrikanische Büffel und zahlreiche weitere Antilopenarten kreuzen die Wege der Beobachter. Aber auch Giraffen, Leoparden und Geparden, Hyänen und Schakale, afrikanische Wildhunde und Kap-Aasgeier zeigen sich. Wer sich auch an kleinen Lebewesen erfreuen mag, wird von Dik-Diks, Buschbabies und Klippschliefern für sein Interesse belohnt.

Die Gipfelebene des Waterbergs ist eine der faszinierendsten und artenreichsten geologischen Landschaften. Sogar Dinosaurierspuren und versteinerte Dünen kann man hier entdecken. Natürlich kann es hier Besuchern nicht erlaubt werden, den Nationalpark eigenmächtig zu erkunden. Deshalb ist das Buchen einer Führung durch diesen „Garten Eden“ unumgänglich. Doch wer die Natur liebt und sie hautnah erleben möchte, findet hier alle seine Wünsche erfüllt.

Der friedliche Schutz bedrohter Tiere und Pflanzen hat den Waterberg nicht immer ausgezeichnet. Im Jahre 1904 mussten sich die Herero hier nach blutigen Kämpfen und Machtproben den deutschen Truppen endgültig geschlagen geben. Tausende besiegte und verjagte Herero fanden ihr endgültiges Schicksal in der östlichen Wüstensteppe, in deren Trockenheit und Hitze kein Mensch überleben kann. Umso erfreulicher ist es, dass deutsche Besucher hier heute ausschließlich mit Fotoapparaten bewaffnet anreisen und von den Einheimischen offen und herzlich willkommen geheißen werden.