Namibia - Reisen - Versteinerter Wald

Versteinerter Wald

Mit dem „Versteinerten Wald“ bietet Namibia seinen Besuchern ein ganz besonderes Ausflugsziel an, welches des Naturschutzes mehr als würdig ist.

Rund 30 km westlich der Stadt Khorixas können etwa 60 fossile Baumstämme bestaunt werden, die dort in einem Areal von ca. 300 mal 800 Metern verstreut liegen. Diese pflanzlichen Fossilien sind bis zu 30 Meter lang und haben dabei einen Umfang von bis zu sechs Metern. Berücksichtigt man die Schrumpfung, die die Bäume beim Prozess des Versteinerns erfahren haben, so darf davon ausgegangen werden, dass die Bäume zu Lebzeiten noch wesentlich imposanter in den Himmel ragten. Was sich dem Betrachter heute darbietet, hat ein für Menschen unvorstellbares Alter zwischen 240 und 300 Millionen Jahren.

Die Stämme sind, von den zerstörerischen Folgen mechanischer Beanspruchungen über die Jahre einmal abgesehen, in einem so exzellentem Zustand, dass ihre Jahresringe deutlich zu erkennen sind. Wurzeln haben sie allerdings keine, so dass mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass sie seinerzeit mit einer Flutwelle aus Angola angeschwemmt wurden und in Namibia gestrandet sind. Nach dieser „Anlandung“ wurden sie von Gesteinsablagerungen luftdicht eingepackt und in ihrer Versiegelung von Kieselsäure durchdrungen. Diese Behandlung hat über die Jahrmillionen schließlich zu ihrer Versteinerung geführt. Dabei verwandelt sich das Holz natürlich nicht in Stein. Es wird nur so flächendeckend fein von Kieselsäure infiltriert, dass es nach und nach verschwindet und durch das Gestein ersetzt wird, welches nun seine Form angenommen hat. Je länger dieser Prozess dauert, desto feiner wird das Ergebnis. So kommt es, dass das in 1950 entdeckte Nationalmonument „Versteinerter Wald“ heute nicht mehr aus Holz, sondern aus Jaspis besteht.