Namibia - Reisen - Spitzkoppe

Spitzkoppe

Bei der Spitzkoppe, zu deutsch Spitzkappe, handelt es sich um einen Inselberg in Namibia, ca. 120km östlich von Swakopmund.

Entstanden ist der Berg durch vulkanische Aktivitäten, die allerdings nie die Erdoberfläche erreichten. Erst Jahrtausende der Erosion legten nach und nach diese Felsformation frei, die sich jetzt einsam mit ca. 1720 Metern über Normalniveau über die Landschaft erhebt.

Diese Entstehungsgeschichte gibt der Berggruppe, zu der neben dem Hauptberg noch der Kleine Spitzkoppe und die Schwarze Spitzkoppe gehört, ein zerklüftetes, kantiges Aussehen das es nicht nur zu einem der meist fotografierten Bildmotive Namibias macht, sondern auch einen steten Strom von Kletterern und Bergsteigern anlockt. Wobei die recht harmlos aussehende Spitzkoppe durchaus als schwierig zu besteigen gilt und eine entsprechende Vorbereitung voraus setzt. Im Sommer ist es gar ganz unmöglich sie zu besteigen da man sich am Gestein buchstäblich die Finger verbrennt.
Der charakteristische Anblick hat dem Berg übrigens auch den Beinamen „Matterhorn von Namibia“ eingebracht.

Auch Geschichtlich ist die Spitzkoppe sehr interessant, finden sich hier doch Höhlenmalereien die mehrere Tausend Jahre alt sind. Nennenswert ist hier die Fundstelle Bushmans Paradise, die aber leider durch Vandalismus größtenteils zerstört ist, und die Nashornwand da hier durch die Zeichnungen ersichtlich ist das diese Tiere früher auch hier gelebt zu haben scheinen.
1994 sollte das Gebiet zum Naturschutzgebiet erklärt werden. Leider ist das bis heute noch nicht passiert. Dafür kümmert sich das Projekt AgriFutura, unterstützt durch die Konrad-Adenauer-Stiftung, um den Erhalt des Gebietes.

An Vegetation findet sich hier vor allem Butterbaum, Wüstenkohlrabi und der Balsambaum. An Mineralien für die Schmuckherstellung finden sich der Topas, der Rosenquarz und einige Turmalin-Arten.